Technik

Realschüler stellen sich Roboterwettkampf

Das Team der Albert-Schweitzer-Realschule beim Roboterwettbewerb in Wuppertal. Foto: Stefan Fries
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Das Team der Albert-Schweitzer-Realschule beim Roboterwettbewerb in Wuppertal.

Die Mitglieder der Technik-AG der Albert-Schweitzer-Realschule traten an der Bergischen Uni gegen neun weitere Teams an.

Von Antje Dahlhaus

Sie sind vergleichsweise klein, bestehen überwiegend aus Plastik und leisten Unglaubliches: Lego-Roboter, die im Wettstreit nordrhein-westfälischer Schulen am Donnerstag in Wuppertal an der Bergischen Uni gegeneinander antraten. Zehn Teams sind seit 9.30 Uhr über Stunden im Einsatz, um den besten Roboter am Campus Freudenberg zu küren.

Mit dabei ist die Albert-Schweitzer-Realschule aus Remscheid, deren AG-Leiter nicht zum ersten Mal in diesem Aufgabenfeld startet. „Ich war früher in Radevormwald und habe dort ebenfalls mit Schülern am Wettbewerb teilgenommen“, sagt Benjamin Wendt. Ein alter Hase also – und das mit gerade einmal 15 Jahren. Begleitet wird er von einem fünfköpfigen Team, Lehrer Sercan Ucurum und seiner Mutter Susanne Wendt, die am Spielfeldrand mitfiebert.

Unverzichtbarer Baustein für alle Teams sind Lego-Bausätze. In diesem Fall liegt ein NXT-Bausatz zugrunde, um die Aufgaben dieser Wettbewerbsart zu bewältigen. „Es gibt ein konkretes Spielfeld, auf dem es bestimmte Aufgaben zu bewältigen gilt“, erläutert Benjamin Wendt die Herausforderung. Diese werden jährlich neu aufgestellt. In diesem Jahr geht es nach Vorgabe um „intelligente, umweltfreundliche, integrierte Mobilität“. Praktisch heißt dies nach seiner Interpretation, „intelligente Bewegung“ umzusetzen.

„Es geht zum Beispiel darum, verschiedene Pakete auszuliefern“, umreißt er einige der Anforderungen. Auch das Zusammensetzen einer Batterie per Roboter gehört dazu. „Wenn man weiß, wo die Hauptaufgabe liegt, kann man ein ideales Werkzeug bereitstellen“, ist seine Erfahrung. So nahm er bereits an einem Wettbewerb der Bergischen Universität teil, bei dem es vor allem um das Aufsammeln von Gegenständen ging: „Da sind sehr viele Greifarme hilfreich.“

Im Informatikunterricht an der Programmierung gearbeitet

Gänzlich unvorbereitet gehen die Teams nicht in den Wettbewerb, die grobe Aufgabenstellung ist vorher bekannt und darf trainiert werden. Was jedes Team daraus macht, ist so individuell wie die Menschen, die dahinter stehen. „Wir haben rund zehn Schüler, die regelmäßig an der Arbeitsgemeinschaft teilnehmen“, sagt Wendt, fünf davon haben ihn heute begleitet.

Am konkreten Projekt wurde mindestens zehn Stunden lang getüftelt, die Programmierung des Computers nicht mitgerechnet. Die Technik-AG läuft das ganze Jahr über, „man muss ja auch seine Skills verbessern können“, kennt er den Ehrgeiz seiner Mitschüler.

ROBOTERWETTKAMPF

HINTERGRUND Der regionale zdi-Roboterwettbewerb an der Bergischen Universität in Wuppertal wird bereits zum 12. Mal ausgetragen. Veranstaltet wird die Austragung vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft als Koordinator der Gemeinschaftsoffensive „Zu-kunft durch Innovation“. Teilnehmen können alle weiterführenden Schulen in NRW.

Wer wie viel Kompetenz in seinem Gebiet hat, und vielleicht auch noch Nervenstärke, das zeigt sich dann beim Wettbewerb. „Es gab mehrere Durchläufe“, sagt Wendt. Hier mussten unter anderem Module für Laternen geholt oder Batterien vom Lego-Roboter zusammengesetzt werden. Auch eine Hyperloop-Bahn, die mit Windbewegung arbeitet, gehört dazu. Vorteilhaft für ihn – er hat im Informatikunterricht auch an der Programmierung des Computers gearbeitet.

Aber trotz aller Planung, nicht alles läuft rund an der Bergischen Universität an diesem Tag. „Wir hatten bei den Vortests super Ergebnisse, aber der erste Durchlauf war dann nicht so optimal“, bedauert Susanne Wendt.

Die Schüler der AG der Realschule sind jung, Ihr Sohn Benjamin ist einer der ältesten Schüler. „Manchmal geht es ja nur um einen Millimeter und die Aufgabe klappt nicht“, erläutert sie. Und da nicht alle Teammitglieder gleichzeitig ans Spielfeld dürfen, wächst bei dem ein oder anderen Teilnehmer die Anspannung. Zur Mittagszeit liegt das Team auf Platz sieben, und hofft auf die Wende nach oben.

Nach 15 Uhr starten in Wuppertal die Endrunden, da ist klar, dass es für das Siegertreppchen nicht reicht. „Wir haben leider nur Platz acht erreicht“, sagt Susanne Wendt und nimmt das Abschneiden olympisch: „Dabei sein ist alles.“

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