Großprojekt

Rathaus-Anbau gerät in die Warteschleife

Hier soll schon seit Jahren ein neuer Anbau entstehen. Wie sich aber herausstellte, muss dafür der B-Plan geändert werden. Archivfoto: MS
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Hier soll schon seit Jahren ein neuer Anbau entstehen. Wie sich aber herausstellte, muss dafür der B-Plan geändert werden.
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Für das Großprojekt muss der Bebauungsplan geändert werden – Das kann noch Monate dauern.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Vom Theodor-Heuss-Platz betrachtet, entfaltet das Remscheider Rathaus Glanz und steht für den Stolz der Seestadt auf dem Berge. Dahinter aber verbergen sich nach wie vor die vereinigten Hüttenwerke mit einer Garagenlandschaft aus der Nachkriegszeit. Dabei soll das Ganze schon seit Jahren einem Neubau weichen, in dem unter anderem das Gesundheitsamt und ein neuer Stützpunkt der Remscheider Feuerwehr untergebracht werden. „Das Projekt ist leider ins Stocken geraten“, berichtet der städtische Gebäudemanager Thomas Judt. „Es hat sich gezeigt, dass dafür der Bebauungsplan geändert werden muss.“ Beim jetzigen B-Plan wären Teile des Geländes nur eingeschossig bebaubar. Um das zu regeln, seien im Rathaus Baudezernent Peter Heinze und sein Team am Zug. Judt hofft, dass diese Angelegenheit „trotz aller Auslastung“ zügig bearbeitet werde.

Denn: Schon jetzt zeichne sich bei dem Großprojekt eine zeitliche Verzögerung ab. Von dem B-Plan hänge es ab, wann die Verwaltung die europaweite Ausschreibung starten kann. Gesucht wird wie beim neuen Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung am Hauptbahnhof ein Totalunternehmer, der sich um sämtliche Aspekte beim Rathaus-Anbau kümmert. Diese sind vielfältig: Zunächst muss der bestehende Anbau abgerissen werden, dann kann an das Rathaus ein neuer Verwaltungstrakt entstehen, der auch einen neuen Ratssaal umfassen soll und zum denkmalgeschützten Hauptgebäude passt.

Remscheid: Auftrag ist mehr als 20 Millionen Euro schwer

Wer sich um diesen über 20 Millionen Euro schweren Auftrag bewerben will, benötige jedoch einen genauen Leistungskatalog. Die Voraussetzung dafür sei die Änderung des B-Plans, der den rechtlichen und baulichen Rahmen vorgibt. „Der Entwurf muss von den Kommunalpolitikern zusätzlich in den zuständigen Fachausschüssen beraten werden“, erklärt Judt. Auch dies werde Monate Zeit in Anspruch nehmen – bis der Stadtrat schließlich den Bebauungsplan verabschieden kann.

Dabei sei der Anbau wegen mehrerer Aspekte notwendig. So führe die Verlegung des Feuerwehrstützpunkts vom Gebäude des DRK an der Alleestraße zum zentralen Punkt hinter dem Rathaus dazu, dass die Einsatzzeiten verbessert werden könnten. Zudem herrscht auch im betagten Gesundheitsamt in Hasten akuter Handlungsbedarf. Und nicht zuletzt verschwinde mit der „räumlichen Neuordnung“ ein Schandfleck aus der Innenstadt. Dafür wurden bereits ein Elektrokasten und Wertstoffcontainer von dem Grundstück entfernt und versetzt. Erste Vorarbeiten seien also angelaufen. „Alles weitere ist davon abhängig, wann der B-Plan vorliegt“, betont Judt. Schließlich kann erst nach dessen Gültigkeit die Ausschreibung gestartet werden, die dann auch wiederum ein Jahr in Anspruch nehmen werde.

Dabei seien die Finanzierungschancen derzeit so günstig wie selten zuvor. „Noch ist das Zinsniveau niedrig“, erklärt der städtische Gebäudemanager mit Blick auf die aktuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Projekt.

Auf dem Knapp wird es eng: Die Berufsfeuerwehr braucht mehr Platz.

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