Weitere acht Jahre

Rat verlängert Arbeitsverträge von drei Dezernenten

Sie wurden im Amt bestätigt: Thomas Neuhaus (l.), Barbara Reul-Nocke und Sven Wiertz bleiben in ihren Funktionen bei der Stadtverwaltung tätig.
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Sie wurden im Amt bestätigt: Thomas Neuhaus (l.), Barbara Reul-Nocke und Sven Wiertz bleiben in ihren Funktionen bei der Stadtverwaltung tätig.
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Sven Wiertz (SPD), Barbara Reul-Nocke (CDU) und Thomas Neuhaus (Grüne) bleiben für weitere acht Jahre im Amt.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Der Stadtrat verlängerte am Donnerstagabend den Arbeitsvertrag mit drei Führungskräften der Remscheider Verwaltung: Stadtdirektor und Kämmerer Sven Wiertz (SPD), Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke (CDU) sowie Sozialdezernent Thomas Neuhaus (Bündnis 90/Die Grünen) bleiben für weitere acht Jahre im Amt. 2014 hatten sie ihre jeweiligen Aufgaben im Rathaus angetreten. Für Wiertz stimmten 50 Ratsmitglieder bei fünf Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Thomas Neuhaus sammelte 47 Ja-Stimmen. Zehn Ratsmitglieder votierten gegen ihn. 40 Ortspolitiker konnte Barbara Reul-Nocke überzeugen. 13 stimmten gegen ihre Vertragsverlängerung, vier enthielten sich.

OB Burkhard Mast-Weisz hatte vor den geheimen Wahlen dafür geworben, die Amtszeit der drei städtischen Beigeordneten zu verlängern, mit denen er gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe - und das in diversen Krisen, die Remscheid meistern musste. Ihre Arbeit war geprägt von der Flüchtlingszuwanderung 2015/2016, von der Corona-Pandemie, von der Flutkatastrophe und nun von den Folgen des Ukraine-Kriegs. „Ich lege ihnen die weitere Zusammenarbeit ans Herzen“, erklärte er an die Adresse des Stadtrats. „Wir waren nicht immer einer Meinung. Uns einte aber das Interesse, die Stadt weiter zu entwickeln.“

Große Freude nach denAbstimmungen

Alle Drei freuten sich sichtlich, ihre Arbeit für Remscheid fortsetzen zu können und nahmen zahlreiche Blumensträuße und Glückwünsche der Politiker entgegen, die ihnen viel Beifall zollten.

Sven Wiertz (47), arbeitet bereits seit 2004 bei der Stadtverwaltung. Der gebürtige Remscheider begann als persönlicher Referent von OB Beate Wilding und leitete ab 2008 die Abteilung Rats- und Gemeindeangelegenheiten, ehe er zum Stadtdirektor avancierte. Zwischenzeitlich war er im Ehrenamt Vorsitzender der Remscheider SPD und 2013 Bundestagskandidat im Wahlreis Solingen-Remscheid-Wuppertal III.

Barbara Reul-Nocke (58) stammt aus Langenfeld, ist Juristin und arbeitete als Rechtsanwältin beim Landgericht Köln und später in unterschiedlichen Kanzleien. Die Mutter einer Tochter ist unter anderem bei der Frauen Union aktiv. Ihr Bruder Herbert Reul wirkt als NRW-Innenminister.
Barbara Reul-Nocke im Podcast über das Klimamanagement der Stadt

Thomas Neuhaus (54), Vater von vier Kindern, wurde in Dortmund geboren, ist Diplom-Volkswirt mit den Studienschwerpunkten Sozial- und Arbeitsmarktpolitik sowie Personalwirtschaft. Zu seinen beruflichen Stationen zählten das Jobcenter in Unna und auch das Berufskolleg in Lippstadt, wo er als Lehrer tätig war. Er wechselte vor seiner Tätigkeit im Rathaus zu den Grünen.

Standpunkt von Frank Michalczak: Krisen gemeistert

frank.michalczak@rga.de

Die drei Dezernenten, die gestern in ihren Ämtern bestätigt wurden, gehören unterschiedlichen Parteien an. Sie repräsentieren, SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Obwohl ihr Herz für die jeweilige politische Ausrichtung schlägt, war die Arbeit von Sven Wiertz, Barbara Reul-Nocke und Thomas Neuhaus in den letzten acht Jahren weder von Ideologie noch vom Parteibuch geprägt. Im Gegenteil: Pragmatismus war bei den diversen Krisen gefragt, um die sich ihre unterschiedlichen Dezernate kümmern mussten. Die Geschlossenheit, mit der das Führungstrio dabei auftrat, war bemerkenswert. Und womöglich auch ein Grund, warum sie nun erneut unangefochten das Vertrauen der Ortspolitiker im Stadtrat gewonnen haben. Immerhin geht es um eine Amtszeit von acht Jahren, in der noch so manche Krise und so manche Herausforderung auf Remscheid zukommen. Da kann Einigkeit an der Rathausspitze nicht schaden.

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