Theater

Don Quijote: Ein Klassiker mit Witz und Spielfreude

Björn Lenz spielt den Don Quijote – und das durchaus „zünftig“, fand eine Besucherin. Foto: Roland Keusch
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Björn Lenz spielt den Don Quijote – und das durchaus „zünftig“, fand eine Besucherin.

WTT gelingt die Inszenierung zwischen Original und Kinderbuch.

Von Sabine Naber

Premiere am Sonntagnachmittag im Westdeutschen Tourneetheater (WTT) an der Bismarckstraße: „Don Quijote“, ein Familienstück nach Miguel de Cervantes, verzauberte die großen und kleinen Zuschauer im voll besetzten Theatersaal restlos.

Intendantin Claudia Sowa ist eine lockere, mit witzigen Einfällen bestückte Inszenierung zwischen dem berühmten Original und der Kinderbuchfassung gelungen. Und die drei Schauspieler – Björn Lenz spielt den Don Quijote, der gleichzeitig auch Onkel Alois ist, Björn Lukas den Sancho Pansa und Kristina Otten Frau Otilia – setzen die Geschichte so kurzweilig und mit so viel Spielfreude um, dass es riesigen Spaß macht zuzusehen.

Und darum geht es: Don Quijote hat zu viele Ritterromane gelesen und ist von der fixen Idee besessen, selbst ein Ritter zu sein. Er überredet Sancho Pansa, ihn bei seinem Kampf gegen eingebildete Gegner zu begleiten, um so das Herz seiner Angebeteten Frau Otilia zu erringen.

Wie gut, dass Sancho Pansa nicht nur Knappe, sondern auch Besitzer eines Trödelladens ist: Ausstaffiert mit Topf auf dem Kopf, Gemüsesieben als Knieschutz und Mülltonnendeckel als Schwert nimmt Don Quijote den Kamp gegen die gefährlichen Riesen auf, die der böse Zauberer aber in Windmühlen verzaubert hatte. Entsprechend lädiert mussten Sancho Pansa und Frau Otilia ihn mit den Füßen zuerst wieder auf die Bühne ziehen.

Es war eine tolle Idee des Bühnenbildners, die Landschaftsbilder und die Kämpfe mittels Schattenspiel hinter eine große Leinwand zu verlegen. „Es ist einfach hervorragend, was in diesem kleinen Theater aus den begrenzten Möglichkeiten gemacht wird“, lobte Hans Grote. Der kleine Damon fand den weißen Nebel, der zwischendurch aufstieg, am coolsten und Annemarie Jansen bewunderte die tolle Inszenierung und fand, dass Björn Lenz den Don Quijote zünftig spielt. „Witzig aufgemacht“: So kommentierte Hans Lothar Schiffer die Premierenvorstellung, zu der das Team des WTT die Gäste in der Pause mit frisch gebackenen Waffeln verwöhnte.

Die nächste Vorstellung von „Don Quijote“ ist am Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr; Kartenvorbestellung: P 3 22 85.

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