„Quermalerei“ sucht noch Kunstschüler

Tuffi und Schwebebahn: Aktuell übermalt Nadine Sommerauer (44) ein altes Wuppertal-Bild aus 2015. Foto: Roland Keusch
+
Tuffi und Schwebebahn: Aktuell übermalt Nadine Sommerauer (44) ein altes Wuppertal-Bild aus 2015.

Nadine Sommerauer öffnet Atelier in Lennep

Von Melissa Wienzek

Selbst designte Kleider hängen neben Pullis samt Druck von eigenen Bildern auf der Stange, daneben grüßt die blau angemalte Kuckucksuhr der Eltern vor der Dekortapete, im Regal stapeln sich „tierisch bergische Kindershirts“. Eine urige Gastro-Kaffeemaschine fügt sich neben Bildern in Acryl ein, daneben Zeichnungen und eine riesige Hasenskulptur aus „Alice im Wunderland“: Das Atelier von Nadine Sommerauer am Gänsemarkt in Lennep ist ein Paradies für die Augen. Hier verbindet die 44-Jährige Leben und Arbeiten unter einem Dach. Wer das kleine Paradies selbst einmal sehen möchte, hat dazu immer freitags Gelegenheit: von 11 bis 12 Uhr öffnet Nadine Sommerauer ihr Atelier, Gänsemarkt 23.

Für ihre neuen „Quermalerei“-Kurse, die von der Stadt gefördert werden, sucht die gelernte Modedesignerin und Malerin noch Teilnehmer:

Kunst-Kurs: Start: sofort. Immer freitags von 10 bis 11 Uhr, Kosten: 50 Euro im Monat. Das Alter spielt keine Rolle. Ob Zeichenübungen, Aquarell oder Kohle – die drei bis vier Teilnehmer dürfen selbst sagen, was sie möchten. Zudem sollte der Malschüler sein eigenes Material mitbringen. „Denn jeder geht mit seinem Pinsel anders um“, erklärt Nadine Sommerauer. Es gilt 2G.

Photoshop-Kurs: Start: voraussichtlich im Januar. Dann immer dienstags von 17 bis 18.30 Uhr, Kosten: 160 Euro im Monat. Hier werden die Grundlagen von Photoshop vermittelt. Es gilt 2G. Anmeldung für beide Kurse per E-Mail:

info@quermalerei.de

Nadine Sommerauer stammt aus dem Münsterland und absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Textilmustergestalterin. Sie arbeitete lange in dem Beruf, ehe sie Modedesign in Mönchengladbach studierte. Danach arbeitete sie bei Monari, nach der Geburt ihrer Tochter bei C&A in Düsseldorf. Hier entwarf sie zum Beispiel eine komplette Kollektion. „Doch die vielen Reisen schlauchten. Ich wollte mehr zu Hause sein.“ Also machte sich Nadine Sommerauer selbstständig und führte zunächst Kurse in Wuppertal durch. Nebenbei erschuf sie weiterhin ihre Mode.

„Wir eilen nur so durchs Leben, nichts machen wir bewusst.“

Nadine Sommerauer

Weil sie in Wuppertal nichts fand, suchte die Familie im weiteren Umkreis eine Immobilie – die Röntgenstadt erschien perfekt. „Uns gefällt es hier sehr gut, wir mögen es, auch abends einmal auszugehen.“ Seit drei Jahren lebt die Künstlerin nun mit ihrer Familie in einem hübschen bergischen Häuschen in Lennep, in dem sie auch eine Ferienwohnung vermietet. Aktuell studiert Nadine Sommerauer sogar wieder: Kunst an der Bergischen Uni Wuppertal. „Dadurch bekomme ich wieder neuen Input.“ Ihre Mode ist übrigens auf etsy zu finden.

Ihren Kunstschülern möchte sie das mit auf den Weg geben, was sie selbst erfahren hat: „Wir eilen oft nur so durchs Leben, aber nichts machen wir bewusst“, sagt die 44-Jährige. „Bei Kunst aber kommt man zu sich. Es ist eine tief persönliche Sache.“ Sommerauer möchte zudem verstärkt als Botschafterin der Kunst in Lennep fungieren. „Vielleicht könnten wir Künstler gemeinsame Aktionen oder Ausstellungen organisieren.“ Zudem müsse man kein Ladenlokal besitzen, um künstlerisch tätig zu sein. „Der Leerstand sollte unbedingt gefüllt werden. Ich verstehe das gar nicht, die Altstadt ist doch so schön.“

www.quermalerei.de

„KuK Ma!“: Max Süss stellt Nadine Sommerauer heute im Video bei „Kunst und Kultur in Remscheid“ vor:

kuk-remscheid.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Remscheid bereitet sich auf 2G vor - Feuerwerkshersteller befürchten „Todesstoß“
Remscheid bereitet sich auf 2G vor - Feuerwerkshersteller befürchten „Todesstoß“
Remscheid bereitet sich auf 2G vor - Feuerwerkshersteller befürchten „Todesstoß“
Tierheim in Remscheid ist ab sofort geschlossen
Tierheim in Remscheid ist ab sofort geschlossen
Tierheim in Remscheid ist ab sofort geschlossen
Auffällig aussehendes Duo raubt Obdachlosen in Remscheid aus
Auffällig aussehendes Duo raubt Obdachlosen in Remscheid aus
Auffällig aussehendes Duo raubt Obdachlosen in Remscheid aus
Sie hat ein offenes Ohr für pflegende Angehörige
Sie hat ein offenes Ohr für pflegende Angehörige
Sie hat ein offenes Ohr für pflegende Angehörige

Kommentare