Theater

Publikum spendet viel Applaus für das spielfreudige Ensemble

Das Publikum erlebte im Theater einen unterhaltsamen Abend zum Ende der Spielzeit.
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Das Publikum erlebte im Theater einen unterhaltsamen Abend zum Ende der Spielzeit.

Aufführung „Die lustige Witwe“ im Teo Otto Theater.

Von Sabine Naber

Remscheid. Mit Franz Lehárs berühmter Operette „Die lustige Witwe“ hat sich das Teo Otto Theater am Mittwochabend in die Sommerpause verabschiedet. „Nach der Vorstellung möchte ich Sie noch zu einem Gläschen ins Foyer einladen, um mit Ihnen zusammen in den Sommer zu starten“, sagte der künstlerische Theaterleiter Sven Graf und kündigte die Spielzeiteröffnungsgala am 3. September als einen besonderen Abend mit Überraschungsgästen, Livemusik und einer Vorschau auf Veranstaltungen in der kommenden Spielzeit an.

Léhars wohl erfolgreichste Operette brachte das Landestheater Detmold nach Remscheid. Und die Bergischen Symphoniker sorgten dafür, dass die Fülle der musikalischen Einfälle des Komponisten großartig umgesetzt wurde. Es war eine beschwingte Inszenierung (Otto Pichler), die beim Publikum bestens ankam. Das machten die Theatergäste mit viel Zwischenapplaus immer wieder deutlich.

Und darum ging es: Um den drohenden Bankrott seines Vaterlandes Pontevedro abzuwenden, hat der Baron Mirko Zeta beschlossen, den ebenso armen wie lebenslustigen Gesandtschaftssekretär Graf Danilo mit der reichen und ebenso lustigen Witwe Hanna Glawari zu verheiraten. Allerdings kennen sich die beiden von früher, waren schon damals ineinander verliebt. Danilos Onkel verbot aber, dass er seine „aristokratische Hand in ihre legte“. Hanna ging nach Paris, heiratete einen steinreichen Mann und wurde kurz darauf Witwe.

Danilo lehnte es jetzt kategorisch ab, „die vielen Millionen“ zu heiraten. Er geht lieber ins Maxim, statt die „delikate Mission“ zu übernehmen und sich nachsagen zu lassen, ihr Reichtum habe ihn gelockt. Es kam, wie es kommen musste. Erst erklären sich die beiden den Krieg, dann lassen sie durch ihre Lieder – beispielsweise „Es waren zwei Königskinder“ oder „Lippen schweigen, ’s flüstern Geigen, hab mich lieb“ – wissen, wie es um sie steht, und am Ende finden sie sich.

Stimmlich bestens besetzte Protagonisten, der stimmgewaltige Chor, die Tänzerinnen und Tänzer, das imposante Bühnenbild, die herrlichen Kostüme und nicht zuletzt die Bergischen Symphoniker sorgten für einen stimmungsvollen, unterhaltsamen Theaterabend. Evergreens wie „Da geh‘ ich zu Maxim“, „Ja, das Studium der Weiber ist schwer“ und Hannas „Vilja-Lied“ - jede Arie wurde mit herzlichem Applaus belohnt.

Auch schauspielerisch bot das spielfreudige Ensemble eine ausgezeichnete Leistung. Rauschende Feste werden gefeiert, es wird geflirtet, Eifersuchtsszenen drohen, brenzlig zu werden, eine aufs Geld fixierte Gesellschaft wird humorvoll vorgeführt. Eine komplizierte Liebesgeschichte, die mit operettenhafter Leichtigkeit gekonnt erzählt wird.

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