Comedy

Das Publikum macht gut gelaut mit

Die Mustertapete auf den Leib getackert: Michael Steinke erinnerte im Teo Otto Theater an die wilden 70er. Foto: Roland Keusch
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Die Mustertapete auf den Leib getackert: Michael Steinke erinnerte im Teo Otto Theater an die wilden 70er.

Comedy mit Michael Steinke.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Mustertapete, Kassettenrekorder und die braune Cordhose waren in den 70er Jahren in jedem Haushalt zu finden. Michael Steinke entführte seine Zuschauer mit seinem Comedyprogramm „Funky! Sexy! 40! Plus“ im Teo Otto Theater genau in diese Zeit. Im Rahmen der Theaterkooperationen „Tune the June“ war das Lenneper Rotationstheater am Freitagabend im Stadttheater zu Gast.

„Meinen letzten Auftritt hatte ich am 12. März, dann kam Corona“ verriet Steinke. Was er in der Zeit gemacht hat? „Ich habe den Lockdown nicht in Tagen gezählt, sondern in Kilos“, gestand er.

Knapp 50 Gästen kamen ins Theater. „Immerhin. Wir ma-chen das Beste draus“, sagte David Schmidt vom Rotationstheater. In dessen Räume sind die vorgegebenen Hygienemaßnahmen einfach nicht zu erfüllen, deswegen der zeitweise Umzug.

„Das Theater wird jetzt für andere Zwecke genutzt“, so Julia Schmidt vom Rotationscafé. Das Familienunternehmen hat es nicht leicht. Theater, Musikunterricht und Kurse mussten wochenlang pausieren. Aber die Theaterfamilie schaut positiv nach vorne und freute sich über den Auftritt von Michael Steinke.

„You make me feel like dancing“ sang der Comedian zu Anfang, und das Publikum klatschte begeistert. „Ich hab mir für euch die Mustertapete auf den Leib tackern lassen“, sagte er und präsentierte stolz sein Retro-Hemd. Sein Programm hat er gekürzt, doch darin liegt ja bekanntlich die Würze. Immer wieder bezog er sein Publikum mit ein. Auch den elfjährigen Lukas, den jüngsten Besucher an diesen Abend, den sich Steinke besonders oft vornahm. Der Comedian streunte durch die bunten 70er Jahre und zog sein Resümee: „Früher war nicht alles besser. Früher war alles anders“, sagte er. „Lukas, das ist für dich Geschichtsunterricht.“ Was ist ein Bandsalat? Das Publikum machte gut gelaunt mit und antwortete.

Michael Steinke schüttelte immer wieder den Kopf. „Wie konnten wir diese Zeit überleben?“, fragte er sich selbst und antwortete mit dem Song „Raindrops keep fallin’ on my head“. Die Musik habe ihm geholfen. Besonders die strenge Erziehung des Vaters habe ihm zu schaffen gemacht. „Und als Großvater erkenne ich ihn nicht mehr wieder. Als wenn er der Waldorf-Mafia in die Finger gefallen ist.“

Remscheid: Das Programm auf eine Stunde gekürzt

Besonders die Sprüche seiner Mutter sorgte für unterhaltsame Momente. Steinke begann den Satzanfang – das Publikum beendete die Sprüche. „Gleich klatscht es, aber kein Beifall“, sagte er und erhielt trotzdem tosenden Applaus. Und dann kam der „Klammer-Blues, wer kennt ihn noch?“, erinnerte er an die Keller-Partys: „Nur da kamste ganz nah ran an die Mädels.“

Es erklang der Song „Sailing“ (Rod Steward) und nach nur einer Stunde war die Show zu Ende. „Ich möchte Danke sagen. Ihr habt so gestrahlt, damit habt ihr mich hier durchgetragen“, erklärte Steinke am Ende. Im September erscheint sein neues Programm „Brause-Sex und Discofox“. Als Zugabe sang er einen Song daraus: „Dr. Sommer“. Die Besucher applaudierten großzügig.

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