Spielzeit 2022/23 der Kleinkunstbühne

Schatzkiste: Publikum kann sich auf diese neuen Comedians freuen

Vera Deckers tritt in der Schatzkiste auf.
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Vera Deckers tritt in der Schatzkiste auf.

In der Spielzeit 2022/23 werden einige Comedians ihr aktuelles Programm in der Remscheider Kleinstkunstbühne Schatzkiste vorstellen, die sozusagen neue Gesichter in der Stadt sind.

Von Peter Klohs

Remscheid. Der künstlerische Leiter der Schatzkiste, Jürgen H. Scheugenpflug, hat die kabarettistischen Kollegen und Kolleginnen für die Remscheider Bühne gewinnen können. Wir stellen die neuen Comedians vor.

Ladies first. Vera Deckers ist den an Kabarett interessierten Remscheidern möglicherweise nicht völlig unbekannt, war sie doch schon öfter in humoristischen Fernsehsendungen zu sehen, so unter anderem im Quatsch-Comedy-Club.

Die studierte Psychologin weiß sehr genau, wie Kommunikation funktioniert und nutzt ihr Wissen auf amüsante Weise. Sie arbeitet sich an Frauen- und Männerklischees ab (wie Mario Barth, nur witziger), wundert sich über Vollbartträger und Schulterpolster, gesteht, dass sie mit ihrem Meg-Ryan-Haarschnitt ausgesehen habe wie Rudi Völler ohne Bart und verzweifelt an ihrem Feenhaar. Außerdem kann sie sich selbst schön trinken. Ihr Programm heißt „Wenn die Narzissten wieder blühen“ und ist Stand-up-Comedy, die mit Wortwitz gegen Wahnsinn angeht.

Thorsten Schlosser geht auf andere Weise die Probleme der Welt an. Der in Leverkusen geborene gelernte Mediengestalter macht Strange Comedy, absurde Komik, unberechenbar, teils improvisiert, die Zuschauer und –hörer mit einbeziehend, balancierend auf einer Kante zwischen Witzig- und Peinlichkeit, aber mit Niveau.

Der in Köln heimische Schlosser scheut nicht davor zurück, sich als homosexuell zu outen und einen Unfall als Grund dafür anzugeben. Außerdem sorgt er sich über die Seriosität von Medizinern und resoniert über die Unsinnigkeit von Frühsport. Dazwischen hoch witzige Wortbeiträge. Sein Besuch bei einem Iris-Diagnostiker schildert der Comedian köstlich trocken. Da trifft sich Tarantino mit Helge Schneider.

Ein Mix aus Stephan Remmler und Heinz Erhardt

Bei Achim Knorr scheint es nicht so einfach, ihn in die Kabarett-Szene einzuordnen. Einerseits hat er Einflüsse der Stand-up-Comedy übernommen, andererseits arbeitet er stark mit visuellen Ansätzen und spielt live eine E-Gitarre, weshalb man ihn auch der Musik-Comedy zuordnen könnte. Seine dargebotenen Lieder sind selten länger als ein paar Sekunden.

Die Texte bewegen sich zwischen Nonsens und Wortwitz, eine Mixtur aus Stephan Remmler und einem Heinz Erhardt des 21. Jahrhunderts. Knorr tut alles für einen (absurden) Reim, vermittelt seine Gags mit unbewegter Miene und macht Lieder über das Tempolimit, über Vollkorntoilettenpapier und Led Zeppelin, alles das unter der Überschrift „Spürste die Bürste?“

Das Remscheider Publikum kann sich auf sehr unterschiedliche Comedy freuen, die zeitnah in der Schatzkiste zu sehen sein wird.

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