Publikum genießt einen fröhlichen Operettenabend

Sopranistin Anna Bobach sang im Dirndl und begeisterte mit „Die ganze Welt ist himmelblau“. Foto: Roland Keusch
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Sopranistin Anna Bobach sang im Dirndl und begeisterte mit „Die ganze Welt ist himmelblau“.

Sommerkonzert vor der Kirche auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof

Von Sabine Naber

Lüttringhausen Zu einem Sommerkonzert im Grünen lud das Wetter am Mittwochabend nicht ein. „Es war eine Zitterpartie, weil es tagsüber immer wieder geregnet hat“, sagte Pfarrer Uwe Leicht, der geistliche Vorsteher der Stiftung Tannenhof. Aber dann konnten die zahlreichen Gäste auf der Wiese vor der Kirche doch ein gelungenes Open-Air-Operetten-Konzert genießen.

Aus Recklinghausen war das Tournee-Ensemble Orpheus Theater angereist. Und präsentierte die Highlights der bekanntesten Operetten. Das Besondere daran war, dass die Sängerinnen und Sänger sich nach jeder Darbietung umzogen, um ihre Lieder in den jeweils zum Stück passenden Originalkostümen und mit der schauspielerischen Untermalung aufzuführen. So entstand Leben auf der Bühne, weil die Arien, Duette und Szenen auf diese Weise nicht völlig von der Handlung isoliert wurden.

Mit „Die ganze Welt ist himmelblau“ aus dem „Weißen Rössl“ begann das beschwingte Konzert. Sopranistin Anna Bobach trug dazu ein Dirndl und gefiel mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme. Sie bekam begeisterten Applaus. Es folgte der Walzer „Dunkelrote Rosen“ aus der Operette Gasparone, bei dem die Sopranistin Franziska Heinemann im langen Kleid ebenso überzeugte. Aus der Operette „Monika“ stammt „Ein Walzer zu zweien“, den Julia Schneider und Adolph Brune – er hatte 1997 das Orpheus Theater gegründet – im Duett sangen. Die Stimmen passten ausgezeichnet zusammen, die beiden wiegten sich im Takt der Musik, ein voluminöser Ausklang gelang großartig. Begleitet wurde das Gesangsensemble von Keyboarder Stephan Lux.

Mit dem Song „I feel pretty“ gab es einen kurzen Abstecher in die Welt des Musicals, bevor es mit Ohrwürmern wie „Schlösser, die im Monde liegen“ aus Paul Linckes „Frau Luna“ oder dem „Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künneke melodisch weiterging.

Ein Höhepunkt war „Ja, das Schreiben und das Lesen“ aus „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss (Sohn), das Thomas Hui mit seiner ausdrucksstarken Baritonstimme mit erfrischender Heiterkeit darbot. „Das Schöne an den Operetten ist ja, dass am Ende alles passt, alles gut ausgeht“, betonte Adolph Brune mit einem Augenzwinkern. Am Mittwoch, 25. August, wird um 19 Uhr am gleichen Ort das Remscheider Blechbläserquintett zu Gast sein.

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