Teo Otto Theater

Publikum bejubelt eine außergewöhnliche Show

Das britische Tanzensemble Motionhouse begeisterte das Publikum im Teo Otto Theater.
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Das britische Tanzensemble Motionhouse begeisterte das Publikum im Teo Otto Theater.

Tanzcompagnie Motionshaus zeigte im Teo Otto Theater ein rasantes Bühnenspektakel.

Von Sabine Naber

Remscheid. Mit einem rasanten Spektakel hat die britische Tanzcompagnie Motionhouse ihr Publikum am Dienstagabend im Teo Otto Theater in eine faszinierende Welt der Magie und der Illusionen mitgenommen, der sie die Überschrift „The Story of Nobody“ gegeben hat.

Die sieben Tänzerinnen und Tänzer präsentierten eine Performance (Choreographie: Kevin Finn und Ensemble) im Artistik-Stil, die vor spektakulären digitalen Bildern umwerfend war. Im ersten Akt ist die Musik laut, schwillt immer mehr an, wirkt hypnotisierend, verstörend. Das Gekreische von Krähen ist zu hören. Das Ensemble ganz in Schwarz, die Arme weit ausgebreitet, repräsentiert durch diese Krähen unsere inneren Stimmen. Symbolisiert die Suche nach Antworten auf die Welt um uns herum. Digitale Projektionen verändern blitzschnell das Geschehen auf der Bühne. Ein Haus scheint sich aus dem Bühnenhintergrund nach vorne zu bewegen. Die Protagonisten sitzen auf der Spitze, stürzen sich herunter, springen, scheinen fliegen zu können, werden aufgefangen.

Die Musik schlägt immer dieselben Töne an, eine Tänzerin zieht ihren Partner mit sich, Geigen erklingen kurz, er trägt sie auf den Schultern zurück. Szenen, die wie aus einer anderen Welt voller visueller Magie wirken. Das Haus weicht langsam zurück, ein Schwarm von Krähen, die immer mehr werden, saust um die Mauern, bis alles schwarz wird.

Jetzt erscheint eine andere Kulisse. Bunt gekleidete Menschen, die vor einem Restaurant in einem goldenen Käfig feiern. Es ist die reale Welt, überdimensionale Bilder werden nahtlos in die Live-Performance eingebracht. Menschenpyramiden entstehen, ein Becken läuft blubbernd voll Wasser, Krähen kreischen, das Ensemble tanzt akrobatisch, kraftvoll, geschmeidig. Männer und Frauen heben sich gegenseitig hoch.

Nach der Pause geht die fesselnde Reise weiter. Das Ensemble scheint gemeinsam daran zu arbeiten, der Dunkelheit in seinem Inneren zu entkommen, denn die Krähen hört man nur noch wispern. In einer Wasserwand wirbeln die Wellen, schemenhaft sind die Tänzerinnen und Tänzer zu sehen. Sie tanzen wie auf einem Trampolin, bevor der goldene Käfig erscheint. Einer versucht, nach oben zu klettern, andere folgen langsam. Sie fallen, starten den nächsten Versuch. Das Licht erlischt, wenn sie am Boden ankommen, erstrahlt, wenn sie versuchen, rauszukommen. Schließlich unterstützen sie sich gegenseitig, indem einer über den Rücken des anderen nach draußen klettert.

„Der erste Teil war verstörend und gleichzeitig unfassbar großartig. Aber beim zweiten war ich so gefesselt, dass ich nicht eine Sekunde woanders hätte hingucken können als auf die Bühne. Was für ein toller Theaterabend“, schwärmte Sabine Scherkenbach. Standing Ovations, Bravo-Rufe und Jubel, der an diesem Abend ob der gelungenen Show gar nicht enden wollte.

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