Publikum bedankt sich mit viel Applaus bei Musikern

Organisator Peter Bonzelet am Klavier und Saxofonist Florian Höck gehörten zu den Musikern, die das Benefizkonzert in der Kirche St. Bonaventura für Bad Münstereifel gestalteten. Foto: Roland Keusch
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Organisator Peter Bonzelet am Klavier und Saxofonist Florian Höck gehörten zu den Musikern, die das Benefizkonzert in der Kirche St. Bonaventura für Bad Münstereifel gestalteten.

Benefizkonzert in der Kirche St. Bonaventura für die Opfer der Flutkatastrophe in Bad Münstereifel

Von Sabine Naber

Lennep Wunderbar melodisch mit Ludwig van Beethovens Adagio für Mandoline und Klavier, begann am Sonntagabend das Benefizkonzert in der Lenneper Kirche St. Bonaventura. Kantor Peter Bonzelet begrüßte die rund 120 Gäste und die vielen Musikerinnen und Musiker, die sich in den Dienst der guten Sache gestellt und auf ihr Honorar verzichtet hatten.

Bonzelet hatte das Konzert nach einem Gespräch mit seinem Freund Andreas Schramek, dem Organisten der Stiftskirche in Bad Münstereifel organisiert, weil auch dort die Wassermassen gewütet hatten. Häuser und Geschäfte in der historischen Altstadt wurden ebenso geflutet wie die Orgel der Stiftskirche. „Es wird Jahre dauern, bis das eigentlich malerische Städtchen wieder aufgebaut ist. Und weiterhin sind sehr viele Existenzen unklar oder zerstört“, schilderte Schramek die Situation in seiner Heimatstadt.

Und weil Bonzelets achtjährige Tochter Johanna traurig war, nicht mitspielen zu können, bekam sie die Aufgabe, eine Spendenbox zu bastelt. Die wunderschön bunt bemalte Box ging während des Konzertes durch die Reihen, und Andreas Schramek konnte am Ende 3500 Euro mit nach Hause nehmen.

„Ich bin überwältigt von Ihrer Spendenbereitschaft. Das Geld gebe ich weiter an die Münstereifler Bürgerstiftung“, sagte er und erzählte beispielsweise von einem Zwei-Meter-Mann, dem das Wasser in seinem Laden bis zur Brust gestanden hatte, weil er nicht mehr rechtzeitig rausgekommen war. Traumhaft schöne Musik unter anderem von Piazolla und Händel, von Bizet und Purcell, Bach und Mendelssohn erklang. Mal bildeten Pianist (Peter Nicolaus) und Saxofonist (Florian Höck), eins der gelungenen Duette, mal begleitete Peter Bonzelet an der Orgel die Sängerin Daniela Bosenius, deren klare, ausdrucksstarke Stimme überzeugte, oder auch Alexander Valerstein an der Trompete, als Händels „Ombra mai fu“ zu hören war.

Temperamentvoll wurde es bei Montis „Cardas“ und Stefanie Winter mit ihrer Violine, weich und verträumt beim Duett von Klavier und Mandoline (Marianne Paulus-Kreidler). „Wir alle brauchen bei Problemen im Leben doch jemanden, der uns eine Brücke baut, uns über bewegtes Wasser hilft“ - so wurde Simon and Garfunkels Ohrwurm „Bridge over the troubled Water“ angesagt. Und als Bachs „Sonate F-dur, Allegro – Largo – Allegretto“, auf der Empore gespielt wurde, da saß Andreas Schramek an der Orgel. Das begeisterte Publikum bedankte sich nach jedem Musikstück mit herzlichem Applaus bei den Künstlern, die in diesen 90 Minuten dafür gesorgt hatten, dass sich die Zuhörenden entspannt zurücklehnen und genießen durften.

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