Fallschirm-Club Remscheid

Deutschland Cup: Probelauf mit einem Hubschrauber

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Klaus Mathies (links), Vorsitzender des FSC Remscheid, ließ als eine Art Generalprobe für den Deutschland Cup im Juli einen Hubschrauber auf der Sportanlage Hackenberg landen.

Der Deutschland Cup im Zielspringen findet vom 7. bis 9. Juli in Lennep statt. Ausrichter ist der Fallschirm-Club Remscheid.

Von Bernd Büllesbach

Die Spaziergänger und Besucher der Sportanlage konnten am Mittwochabend in Lennep-Hackenberg die Landung des Hubschraubers Eurocopter AS 350 gut sicht- und hörbar mit verfolgen. Das von Dietmar Rieß gesteuerte Fluggerät mit 600 PS und einer Reisegeschwindigkeit von 220 km/h kam aus Mülheim und setzte dann sanft auf den raspelkurz geschnittenen Rasen der Sportanlage auf.

Anlass war die Vorstellung des Helikopters für den am 7. bis 9. Juli stattfindenden „Deutschland-Cup im Zielspringen“, der vom Fallschirm-Club Remscheid (FSC) ausgerichtet wird. Klaus Mathies, 1. Vorsitzender des FSC, erläuterte sehr temperamentvoll die Regularien zu dem Deutschland-Cup.

„Die Idee wurde während der Weltmeisterschaft im Fallschirmspringen in Chicago geboren,“ erzählte Mathies. „Da der FSC einen ausgezeichneten Ruf in der Szene hat, wurde er als einer von vier Austragungsorten für dieses außergewöhnliche sportliche Event ausgewählt.“ Die Erteilung einer Flugverkehrskontrollfreigabe für Fallschirmsprünge erfolgte für dieses sportliche Großereignis von der Deutschen Flugsicherung. Für die Landeerlaubnis des Hubschraubers sorgte Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke kurzfristig. „Innerhalb von drei Stunden erfolgte die Erlaubnis zur Landung“, erzählte Mathies von der unkomplizierten Zusammenarbeit mit der Stadt Remscheid. „Auch freue ich mich, dass ich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz als Schirmherr für dieses Großereignis gewinnen konnte.“

Das Zielspringen ist eine klassische Disziplin im Fallschirmsport. Die Herausforderung besteht darin, aus etwa 1000 Metern Höhe abzuspringen und punktgenau auf einer gekennzeichneten Stelle zu landen. Dass dies nicht so einfach ist, aus einem Hubschrauber abzuspringen, versteht sich von selbst. Windrichtungen und -stärken, Böen, Gelände und die genaue Absprungstelle müssen beachtet werden. Und beim Deutschland-Cup wird genau das erlebbar.

Es treten die bundesweit besten Springer gegeneinander an. Sie absolvieren zum einen das Vierer-Mannschaftsspringen. Ein Team kann aus Frauen, Männern oder gemischt gebildet werden. Zudem werden die besten Damen, Herren, Junioren und Master (ab 50 Jahre) ermittelt.

Nahezu pausenlos starten die Hubschrauber an den beiden Veranstaltungstagen, so dass insgesamt etwa 1500 Sprünge erwartet werden. Außer von den Zuschauern wird das sportliche Highlight von vier Wertungsrichtern kritisch beobachtet und gewertet.

SG Hackenberg ist mit 150 Ehrenamtlern mit im Boot

Wie ernst die sportliche Herausforderung genommen wird, mag man daran ermessen, dass sich die Springer des FSC beim Weltcup in Bled (Slowenien) befinden.

Die Durchführung eines solchen sportlichen Großereignisses wäre ohne Sponsoren nicht möglich, betonte Mathies. Der FSC kann sich glücklich schätzen: „Der Großsponsor EMKA aus Velbert ermöglicht uns diese Veranstaltung, ohne weitere Akquirierung von Sponsorengelder.“

Doch so ganz ohne Hilfe vom SG Hackenberg wären die Veranstalter vom FSC ins Schleudern geraten. Mit 150 ehrenamtlichen Kräften des Vereins sorgt die SG Hackenberg für die Organisation und das Catering. Erfahrung ist aus der Ausrichtung des Pfingstturniers sind hier jedenfalls vorhanden. „Vor zwei Jahren hat Klaus Mathies mit seinem Verein bei der Durchführung des Pfingstturniers für entsprechende Aufmerksamkeit gesorgt“, erzählte SG-Vorsitzender Joachim Weber. „Wir möchten uns für diese Werbemaßnahme nun bedanken.“

RAHMENPROGRAMM BEIM DEUTSCHLAND CUP

UNTERHALTUNG An allen Tagen gibt es ein Rahmenprogramm. Am 8. Juli um 18.15 Uhr ist eine Show der Verve-Dance-Company aus Remscheid geplant. Anschließend findet die „Four-Abba-Tribute-Show“ statt. Das Publikum wird auf eine Zeitreise in die 70er Jahre entführt. Am 9. Juli, 14.30 Uhr erfolgt eine Spendenübergabe an das „Hospiz Bergisch Land“. Die Spenden stammen aus einem Gemeinschaftskonzert der russischen Strawinsky-Hochschule und dem Kinder- und Jugendorchester „Druschba“. 

SIEGEREHRUNG 15.30 Uhr

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