Plaketten-Verleihung heute

Preisträgerin nimmt sich Zeit für die Röntgen-Schüler

Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya stellte sich nach ihrem Vortrag den Fragen der Schülerinnen und Schüler in der Rögy-Aula.
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Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya stellte sich nach ihrem Vortrag den Fragen der Schülerinnen und Schüler in der Rögy-Aula.
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Die Plaketten-Verleihung fand in der Klosterkirche statt.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Sie harrten geduldig in der Aula aus, vertrieben sich die Zeit mit Kartenspielen, Selfies und Gesprächen. Gerade, als Birgit Dömling vom Deutschen Röntgen-Museum das Ganze abblasen wollte, kam die Nachricht: „Sie ist da!“ Und die über 20 Schülerinnen und Schüler des Röntgen-Gymnasiums klatschten Beifall. Als Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin dann mit einem Lächeln in ihrem karierten Kleid die Rögy-Schüler auf Deutsch begrüßte, hatte sich das einstündige Warten doch noch gelohnt.

Wann trifft man schließlich schon mal eine hoch angesehene Forscherin im Bereich der Röntgenstrahlung, die vielleicht auch irgendwann einmal den Nobelpreis erhalten könnte? Schließlich ist das bei den Preisträgern der Röntgenplakette oft der Fall gewesen. Roldán Cuenya wird heute mit der Röntgenplakette 2022, der höchsten Auszeichnung der Stadt Remscheid, geehrt.

Züge waren ausgefallen oder hatten Verspätung, wodurch Roldán Cuenya erst mit einer Stunde Verspätung in Lennep ankam. Dr. Uwe Busch, Direktor des Deutschen Röntgen-Museums, holte die renommierte Forscherin ab - damit auch nichts mehr schief ging. Schließlich warteten auch die Mini-Clubber schon, um die Preisträgerin durchs Museum zu führen.

Forscherin wirbt für den Beruf des Physikers

Die 16- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schüler der Physik- und Chemie-Leistungskurse und aus anderen Kursen hatten extra Fragen vorbereitet. Auch die Tochter des ehemaligen Schulleiters Matthias Lippert war dazugekommen. Sie studiert jetzt Physik in Wuppertal. Und natürlich waren einige Lehrer des Rögy dabei. Sie alle wollten die Frau sehen, die mittels Katalyse an Möglichkeiten für die Nutzung nachhaltiger Energiequellen forscht.

In einem kurzen, aber verständlichen Vortrag auf Deutsch erklärte sie ihre Arbeit, die aktuellen Herausforderungen in Bezug auf den Klimawandel und welche Röntgen-Verfahren sie dabei nutzt. „Röntgenstrahlen sind unverzichtbare Werkzeuge bei der Entwicklung leistungsfähiger Katalysatoren. Und ohne solche Katalysatoren wird es keine Energiewende geben.“

Warum wollten Sie Physik studieren? Wann wird Ihre Forschung Anwendung finden? Und können wir durch die Katalyse den Klimawandel stoppen? Das und mehr wollten die Jugendlichen im Anschluss von Prof. Roldán Cuenya wissen. Die Wissenschaftlerin, die übrigens die erste Direktorin in der 110-jährigen Geschichte des Fritz-Haber-Instituts ist, nahm sich Zeit. „Hat schon mal jemand einen Katalysator aufgemacht? Aber nicht den vom Auto der Eltern nehmen“, scherzte sie. Und warb für den Beruf. Physiker seien sehr flexibel - sie könnten im Bereich der Astrophysik, der Umwelt- oder der Grundlagenforschung eingesetzt werden. „Ich sehe hier viele Frauen, darüber freue ich mich sehr. Wir haben zu wenig in der Physik“, sagte sie.

Für den stellvertretenden Schulleiter Thomas Benkert war es eine Ehre, Prof. Roldán Cuenya in seiner Schule zu empfangen. „Wir sind stolz darauf, dass dieses Format einst eingeführt wurde. Und wir sind stolz auf unsere Zusammenarbeit mit dem Röntgen-Museum, die einzigartig ist, was die Schullandschaft angeht.“

Heute: Die Plakettenverleihung startet um 11 Uhr in der Klosterkirche. Jeder darf kostenfrei teilnehmen.

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