Historisches Foto

An welcher Stelle steht dieses Eckhaus?

Zwei Straßen treffen hier aufeinander im Zentrum eines Remscheider Ortsteils. An welcher Stelle befindet sich dieses von Rudi Honsberg fotografierte Eckhaus, das bis heute erhalten ist und seinen ursprünglichen Charakter nicht verloren hat? Schicken Sie die Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Anekdoten, bis 18. August an den RGA, Alleestr. 77-81, 42853 Remscheid, oder E-Mail an: redaktion@rga.de. Repro: Roland Keusch
+
Zwei Straßen treffen hier aufeinander im Zentrum eines Remscheider Ortsteils.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
    schließen

Das letzte Rätselfoto zeigte Büchel 6, das einst der Patrizierfamilie Luckhaus gehörte.

Von Andreas Weber

Zwei Straßen treffen hier aufeinander im Zentrum eines Remscheider Ortsteils. An welcher Stelle befindet sich dieses von Rudi Honsberg fotografierte Eckhaus, das bis heute erhalten ist und seinen ursprünglichen Charakter nicht verloren hat? Schicken Sie die Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Anekdoten, bis 18. August an den RGA, Alleestr. 77-81, 42853 Remscheid, oder E-Mail an: redaktion@rga.de.

Erbaut wurde Haus Luckhaus um 1765 im damals tyischen bergischen Stil.

Unser Rätsel der letzten Woche: „Und ob ich das Haus kenne!“, schreibt Jürgen Ackermann. Der ehemalige Vereinsvorsitzende hat allen Grund, ein Ausrufezeichen dahinter zu setzen. Denn: Am 21. September 2015 stellte Hasten für Hasten der Öffentlichkeit den ersten historischen Rundgang über den Büchel vor. „Unser Verein hatte in Zusammenarbeit mit der Historikerin Claudia Holtschneider und Renate Falkenberg von der Unteren Denkmalbehörde fünf Tafeln mit historischen Informationen über die fünf Gebäude auf dem Büchel erarbeitet und dort aufgestellt.“ Büchel 6 zählte dazu.

Günter Kraft wohnt nicht weit entfernt in der Hastener Hofschaft: „Das Haus befand sich seinerzeit in einem katastrophalen Zustand und stand vor dem Zerfall. Architekt Adolf Böker und Dr. Brade übernahmen das Haus in den 90er-Jahren und führten eine aufwendige Kernsanierung durch. Das Haus ist heute ein Schmuckstück und steht unter Denkmalschutz. Die Fertigstellung wurde - wie auf dem Büchel üblich - mit Nachbarn und Freunden und diversen Kaltgetränken gefeiert.“

Nach der umfangreichen Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes, ist es wieder ein Schmuckstück.

Die Renovierung hatte auch Mängel, weiß Hermann Schmitz: „Denn bei Wind blies den Mietern kalter Wind durch die Steckdosen in die Wohnungen.“ Helmut Schucht nennt es eines der ältesten heute noch stehenden Kaufmannshäuser. „Die sich als Erste den teuren Schiefer und die Ziegelbedachung leisten konnten, waren die Eigentümer Luckhaus.“

Genannt wurde es „das Luckhaus“ nach Engelbert Luckhaus. Jörg Wagner nennt die Details: „Erbaut wurde es um 1765 in einem für diese Zeit des 18. Jahrhunderts typischen Hausbau einer bergischen Patrizierfamilie.“ Auffällig ist der goldene Posaunenengel über dem doppelt geknickten Schweifgiebel, der von dem wirtschaftlichen Erfolg der Familie kündete. „Das Haus wurde in seiner Urform als Wohn- und Geschäfts/Arbeitshaus erbaut, davon zeugt der charakteristische Kranbalken im Giebel. Nach Nutzung zur Werkzeugherstellung in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ging das Haus an die Stadt Remscheid über, welches nach jahrelangem Leerstand Anfang 1990 zu einem Denkmal geschützten Wohngebäude in Privatinitiative hergerichtet wurde, so das es noch heute alten Glanz widerspiegelt.“

Ganz viele weitere historische Fotos für Rätselfreunde

Büchel 6 steht, wie es der von Hasten für Hasten initiierte historische Rundgang belegt, im Umfeld mehrerer historisch bedeutsamer Häuser, teilt Dieter Prill mit: „Der Kranbalken am Giebel zeugt von der früheren wirtschaftlichen Bedeutung dieser Hofschaft.“ Einen Rundgang könne er nur empfehlen, wirbt Heinz-Jürgen Schmitz. Zur Vergangenheit berichtet Schmitz: „Die Kaufleute waren es, die ihren wachsenden Wohlstand durch den Bau von prachtvollen Stilbauten dokumentierten, wie auch das auf dem Foto abgebildete Villa Luckhaus. Erstmals erwähnt wurde die Hofschaft 1369 als Standort der Güter von Noltze und Rembade zu Bukell und von Hille von den Bukell.“

Roland Benscheid ergänzt dazu: „Eine der Industriequellen in Alt-Remscheid war damals der Büchel. Die in sich geschlossene Ortschaft bestand aus kleinen Wohn- und Fabrikationshäusern mit Schule und Bäckerei. Die Ortschaft Büchel war damals bedeutsam für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Remscheid. Auch im Haus Büchel 6 wurden die Handelswaren unter dem Dach gelagert. Dazu gab es am Haus ein am Giebel befestigten Kran. Die Firma Luckhaus hatte Geschäftsbeziehungen bis in den Orient und nach Südamerika.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Wochenmärkte in Remscheid kämpfen ums Überleben
Neue Einschränkung für S 7-Pendler
Neue Einschränkung für S 7-Pendler
Neue Einschränkung für S 7-Pendler
So baut die Stadt Remscheid ihre Online-Dienstleistungen aus
So baut die Stadt Remscheid ihre Online-Dienstleistungen aus
So baut die Stadt Remscheid ihre Online-Dienstleistungen aus
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen
Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen

Kommentare