Pressesprecher verweist auf „sehr angespannte Personalsituation“

Postbank ist in Remscheid nur eingeschränkt erreichbar

Die Anlaufstelle an der Alleestraße ist nur eingeschränkt geöffnet – wegen Personalmangels. Archivfoto: Roland Keusch
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Die Anlaufstelle an der Alleestraße ist nur eingeschränkt geöffnet – wegen Personalmangels.

Kunden der Postbank an der Alleestraße 6 landen seit einigen Wochen immer wieder vor verschlossenen Türen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Grund seien Personalausfälle, erklärt Unternehmenssprecher Oliver Rittmaier. Durch langfristige Erkrankungen und die beginnende Urlaubszeit sei die Lage „sehr angespannt“.

Hinzu komme, dass der Einsatz von Vertretern wegen der Corona-Schutzmaßnahmen erschwert werde. So sei auch in der nächsten Zeit mit eingeschränkten Öffnungszeiten zu rechnen. Die Mitarbeiter setzten alles daran, die Niederlassung im Wechsel vormittags und nachmittags zu öffnen.

Remscheid: Im Internet gibt es Hinweise über Öffnung der Filialen

Dass diese Einschränkungen für die Kunden erhebliche Folgen hat, schildert eine Remscheider Geschäftsfrau, die in der Filiale an der Alleestraße Pakete abholen wollte. „Wir haben es dreimal versucht – am Montag um 16 Uhr, am Dienstag um 15.30 Uhr und am Donnerstag um 12 Uhr.“ Ihr Sohn, der sich um die Angelegenheit gekümmert hatte, fand „Kolonnen von Menschen“ vor der Filiale vor – und zwischenzeitlich eine Mitarbeiterin, die sich im Gebäude aufgehalten habe. Auf sein energisches Klopfen und seine Nachfrage, warum denn geschlossen sei, habe sie ihm lediglich gesagt: „Wir haben kein Personal.“ Wie hier mit Kunden verfahren werde, sei ärgerlich, findet die Remscheider Unternehmerin. Sie sei auf die Pakete angewiesen, in denen sich Waren für ihren Online-Shop befinden.

Die Geschäftsfrau wandte sich daher an die Beschwerdestelle der Post und wurde dort an einen Ansprechpartner in der Remscheider Filiale verwiesen, wie sie sagt. „Erreicht habe ich ihn nicht. Da konnte ich es so oft klingeln lassen, wie ich wollte.“ Immerhin erhielt sie den Hinweis, dass ihre Pakete in der Filiale verbleiben, auch wenn sie bisher noch nicht abgeholt wurden. Wann sie aber auf geöffnete Türen stößt, um dies nachzuholen, weiß die 45-Jährige nicht.

Da kann Unternehmenssprecher Oliver Rittmaier ihr und anderen Kunden weiterhelfen – mit dem Hinweis auf eine Internet-Adresse:

www.postbank.de/filialen

„Dort zeigen wir tagesaktuell, ob eine Filiale regulär geöffnet hat. Irreguläre Öffnungszeiten sind mit rotem Ausrufungszeichen gekennzeichnet.“

Die Seite zeige auch Partnerfilialen, „die neben Post- auch Bankdienstleistungen anbieten“. Er verweist in diesem Zusammenhang auf Tabakbörse Holtgraefe, Hastener Str. 72, und Petras Lotto-Shop, Rosenhügeler Str. 4. Eine reine Partnerfiliale der Deutschen Post, die nur Postdienstleistungen anbietet, gebe es zudem ganz in der Nähe der Alleestraße – bei Lotto im Kaufland, Presover Str. 20, listet Rittmaier auf, der für die Unannehmlichkeiten um Entschuldigung bittet.

Standpunkt: Verlässlichkeit muss her

Von Frank Michalczak

frank.michalczak@rga.de

Die Älteren werden sich noch gut an Walter Spahrbier erinnern, dem Glückspostboten aus ZDF-Sendungen für die Aktion Sorgenkind, wie etwa „Der große Preis“. Er stand für Zuverlässigkeit und für die Solidität der Deutschen Bundespost. Walter Spahrbier wäre bestimmt nicht glücklich darüber, dass die Anlaufstelle an der Alleestraße in der Großstadt Remscheid zuletzt immer häufiger außerplanmäßig geschlossen war. Kunden, die Pakete abholen oder aufgeben wollten, wurden enttäuscht. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann wie im Fall der Remscheider Geschäftsfrau ernste Konsequenzen haben. Ein akuter personeller Engpass habe zu den Einschränkungen geführt, begründet der Unternehmenssprecher die „Unannehmlichkeiten“ für die Kunden. Wenn aber schon der Betrieb begrenzt werden muss, dann sollte zumindest eine gewisse Konstanz Einzug halten – also verbindliche Kernzeiten, auf die sich die Menschen verlassen können. Das wäre ganz bestimmt im Sinne Walter Spahrbiers. Denn bei allem Verständnis für Personalprobleme: Auf Verlässlichkeit kommt es an.

Versorgung merklich verschlechtert: Gesucht wird eine neue Filiale der Post in der City

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