Bezirksvertretung

Politiker sprechen über Hasenberger Nöte

Dichte Wohnbebauung prägt das Straßenbild im Hasenberg. Um den Lenneper Ortsteil ging es in der zuständigen Bezirksvertretung. Archivfoto: Doro Siewert
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Dichte Wohnbebauung prägt das Straßenbild im Hasenberg. Um den Lenneper Ortsteil ging es in der zuständigen Bezirksvertretung.

Fehlende Geschäfte und knapper Parkraum wurden Thema in der Bezirksvertretung.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Der Alltag im Ortsteil Hasenberg wurde mehrfach zum Thema in der Bezirksvertretung (BV) Lennep, die in dieser Woche in der Klosterkirche tagte. Sowohl eine Bürgereingabe als auch die Anfrage der SPD-Fraktion nahmen die Lebensumstände in den Fokus. Deren Sprecherin Ulla Czylwik schilderte, dass die noch vorhandene Nahversorgung längst nicht mehr ausreichend sei. Zudem fehlten Parkplätze. Erschwert werde die Lage, weil vorhandenen Flächen häufig durch abgestellte Lkw blockiert würden. Zudem sei es ein Fehler gewesen, dass die Stadtsparkasse den Geldautomaten beseitigt habe. „Es würde ihrem Image guttun, wenn sie dies für den sehr bevölkerungsstarken Stadtteil noch einmal überdenken würde“, erklärte Ulla Czylwik, für die es die letzte Sitzung der Bezirksvertretung war. Bei den Kommunalwahlen am 13. September tritt sie nicht mehr an.

Baudezernent Peter Heinze zeigte eine Perspektive für Hasenberg auf. Bei der Fachmesse Exporial in München, an der Vertreter der Stadt Remscheid regelmäßig teilnehmen, habe es Kontakte „mit verschiedenen Anbietern“ gegeben. „Das waren Discounter, für die eine Ansiedlung im Großraum Hasenberg infrage kommt. Interesse ist vorhanden.“ Allerdings müsse zunächst einmal ein Grundstück gefunden werden, auf dem Interessenten ein Bauvorhaben realisieren könnten. Im Gebäudebestand gebe es nicht genug Platz.

Um einen dieser Leerstände drehte sich die Einwohnereingabe, bei der es um die verwaiste Bäckereifiliale am Hasenberger Weg ging. Für sie interessiere sich der Betreiber eines Lottogeschäfts, der seinen Betrieb vergrößern wolle. Unter anderem wollte der Fragesteller wissen, ob es zu diesem Thema Gespräche mit dem Wohnungsunternehmen Gewag gegeben habe. „Es wird über einen Umbau verhandelt, ein Ergebnis liegt noch nicht vor“, erklärte Baudezernent Heinze.

Einige neue Parkplätze am Standort der Wertstoffcontainer

Eine Lösung für das Parkraumproblem ist derweil nicht in Sicht – wohl aber eine Linderung. Die Technischen Betriebe prüfen derzeit, ob sich ein alternativer Standort für Wertstoff-Container anbietet, erklärte deren Geschäftsführer Michael Zirngiebl. Auf der vorhandenen Fläche könnten einige zusätzliche Parkplätze entstehen. Der ganz große Wurf im dicht besiedelten Hasenberg sei aber nicht zu erwarten. Denn neue Parkplätze könnten nur auf Kosten von Spielflächen, Bäumen oder Grünstreifen entstehen.

Es sei eine Zeiterscheinung, dass es nicht nur immer mehr private Pkw gebe. „Die Fahrzeugmodelle sind zusätzlich auch noch größer geworden“, führte Peter Heinze an. Ein Parkraumkonzept und eine Analyse des tatsächlichen Bedarfs, die Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) angeregt hatte, lehnte Heinze ab. Ein derartiges Konzept „wäre sehr personalintensiv“.

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