Lennep

Munsterplatz erhält bald neue Pflastersteine

Tristesse am Munsterplatz: Aus ihm soll ein Schmuckstück der Lenneper Altstadt werden.
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Tristesse am Munsterplatz: Aus ihm soll ein Schmuckstück der Lenneper Altstadt werden.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Wettlauf mit der Zeit bis zur Einweihung der Statue von Tony Cragg am 19. Oktober.

Remscheid. Was sich ab dieser Woche in Lennep abspielt, gleicht einem Wettlauf mit der Zeit: „Am Donnerstag beginnen die Pflasterarbeiten auf dem Munsterplatz“, berichtet der Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), Michael Zirngiebl, der hofft, dass am 19. Oktober das Areal in neuem Glanz erstrahlt. An diesem Tag ist auf dem Platz in der Altstadt die feierliche Einweihung einer ganz besonderen Skulptur vorgesehen. Sie stammt vom renommierten Künstler Tony Cragg, der für Lennep eine Hommage an die Pilgerbewegung gestaltet hat. Möglich machte dies privates finanzielles Engagement vom Ehepaar Gerd-Hermann und Dr. Ingrid Lullic.

Das Werk wird in ein Umfeld eingebettet, das die zuständige Firma buchstäblich von Grund auf herrichtet – und das in einer Phase, in der „Bauen keinen Spaß macht“, wie Michael Zirngiebl anmerkt. „Als wir mit den Planungen begonnen haben, ahnte noch niemand etwas davon, was auf uns zukommt. Ukraine-Krieg, Energiekrise, unterbrochene Lieferketten.“ So wird das Projekt in der Altstadt teurer als geplant. Veranschlagt waren 520 000 Euro. Tatsächlich fließen nun aber 570 000 Euro in den Munsterplatz, der eine Frischzellenkur erlebt.

Zu der neuen Pflasterung gesellen sich seniorengerechte Bänke, Stauden und Hecken, eine Sitzmauer mit Holzauflage, ein zeitgemäßes Beleuchtungskonzept – und neue Bäume, die zum einen Schatten spenden, zum anderen aber nicht die Sicht auf die historischen Gebäudefassaden versperren sollen.

Tony-Cragg-Skulptur: Einweihungsfest vielleicht ohne Herzstück

Ob die fünf Exemplare des Typs Gleditsia triacanthos, mit der Markenbezeichnung Skyline, tatsächlich schon bis zum 19. Oktober ihren Platz in den neuen Baumscheiben gefunden haben, sei jedoch ungewiss. „Entscheidend ist, dass das Fundament für die Skulptur steht. Auch wenn vielleicht noch nicht alles fertig sein sollte, wird es ganz bestimmt ein schönes Fest“, kündigt Zirngiebl einen würdigen Rahmen für die Einweihungsfeier an.

Dabei setzt er auf die Dienste der zuständigen Pflasterer, deren Fertigkeiten deutschlandweit gefragt seien. Die zuständige Baufirma arbeite mit Fachleuten aus Portugal zusammen, die bereits im historischen Stadtkern aktiv waren und aus Sicht des Geschäftsführers vorbildlich arbeiteten. Offenbar ein Glücksfall: „Denn es gibt leider kaum noch Pflasterer“, bedauert Zirngiebl, der bei den TBR nur wenig bis gar kein Interesse an der Ausbildung zum Straßenbauer verzeichnet. Auch in diesem Bereich habe sich längst akuter Fachkräftemangel ausgebreitet.

Hinzu kommen derzeit Materialengpässe, zum Beispiel beim Umbau der Sportanlage Hackenberg. Flutlichtmasten lassen auf sich warten. „Für die Produktion ist Stahl nötig“, sagt Zirngiebl. „Der stammt aber zumeist aus der Ukraine oder aus Russland.“

Pilgerfreunde

Hinter der Initiative für den Munsterplatz stehen auch die Lenneper Pilgerfreunde. Der Verein will sich künftig um das öffentliche Kunstwerk kümmern. Bereits auf dem Areal neben der Sparkasse in Lennep ließ er eine Statue aufstellen.

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