Finanzwelt

Planspiel: EMA-Gymnasiasten gründen eine eigene Bank

Bei einem Wettbewerb des Bundesverbandes deutscher Banken erhalten Schüler tiefe Einblicke in Finanzwelt.

Von Andreas Weber

Alt-Remscheid Ein paar Monate vor dem Abi begibt sich der Wirtschaftsprojektkurs Q 2 des EMA-Gymnasiums von Lehrer Dennis Voss mitten in das Leben danach. 20 Schüler tauchen in die Finanzwelt ein. Spielbeginn war der 9. November. Im Parforceritt geht es durch sechs virtuelle Geschäftsjahre. Die Teilnehmer legen Zinsen fest, vergeben Kredite, schnüren Aktienpakete, lernen intensiv das Rechnungswesen der Bank kennen, bilden Mitarbeiter aus, werben für ihr Geldinstitut.

Beim Wettbewerb „Der Schulbanker“ des Bundesverbandes deutscher Banken erhalten die jungen Remscheider binnen drei Monaten tiefere Einblicke in Marktwirtschaft und Wettbewerb. Nebenbei soll auch die Teamfähigkeit gestärkt werden.

Aufgerufen sind die Jahrgangsstufen 9 bis 13 mit Schülern zwischen 14 und 21 Jahren. 634 Teams bestehend aus drei bis sechs Teilnehmern sind bundesweit derzeit aktiv. Dabei spielen immer um die 20 Banken in einem gemeinsamen Markt. Für das interaktive Planspiel haben sich vier EMA-Teams mit je fünf Teilnehmern angemeldet. Lea Reichert, Piet Ronge, Julius Kluft, Simon Larmann und Tom Zoller bilden eines von ihnen. Sie sind der Vorstand von „The Bank“ und schlagen sich in ihrem Markt mit einem derzeit dritten Platz bislang erfolgreich. Mit Julius Kluft bringt einer einschlägige Erfahrung mit. Er sitzt im Vorstand der Schülergenossenschaft des EMA-Gymnasiums.

Nach dem letzten Geschäftstag am 15. Februar wird abgerechnet, am 26. Februar teilt der Bundesverband die Ergebnisse mit. Ein Punktesystem entscheidet über das Weiterkommen. Für jeweils eine Million auf dem Konto gibt es einen Punkt, weitere kommen über ein Rating der Kundenzufriedenheit rein, Extrapunkte können über in den Bereichen Kommunikation und Marketing verdient werden.

Das punktbeste Team auf jedem Markt qualifiziert sich für das Finale in Berlin, das ursprünglich vom 19. bis 26. März hätte stattfinden sollen. Noch liegt dies für „The Bank“ im Bereich des Möglichen. Maximal ein Team pro Schule kann sich weiterqualifizieren. Aufgrund der aktuellen Situation findet die Zusammenkunft der Top-Banker online statt.

„The Bank“ rechnet sich Chancen aus, beim Finale dabei zu sein

„The Bank“ rechnet sich zumindest eine Chance aus, auf der höchsten Ebene dabei zu sein. Erster Preis sind 4000 Euro für die Schule und 500 Euro für das Team. Für Tom Zoller hat sich die Teilnahme auch ohne das Sahnehäubchen schon gelohnt.

Der 17-Jährige, der bereits vor zwei Jahren als Firmengründer mit einer Gutscheinbörse medial auf sich aufmerksam machte, ist froh, dies im Gymnasium mitmachen zu können. „Was mich überzeugt, ist, dass wir in der Schule uns einmal weg von der Theorie hin zum praktischen Berufsalltag bewegen. Als jemand, der eine Affinität zu Wirtschafts- und Finanzthemen hat, ist das eine coole Erfahrung.“

Mit oder ohne Berlin: Für Tom Zoller ist der Weg vorgezeichnet. Er möchte ab dem Herbst 2021 Betriebswirtschaft in Köln studieren.

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