Eine Mund-Nasen-Maske ist Pflicht

So planen die Stadtwerke den Schulverkehr

Morgens und mittags herrscht am Friedrich-Ebert-Platz reges Treiben. Die Schule hat wieder begonnen – seitdem bringen die Stadtwerke jeden Tag rund 7000 Schüler zu ihren Schulen oder ihren Ausbildungsstätten. Partnerunternehmen wie RVK und WSW unterstützen. Foto: Michael Schütz
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Morgens und mittags herrscht am Friedrich-Ebert-Platz reges Treiben. Die Schule hat wieder begonnen – seitdem bringen die Stadtwerke jeden Tag rund 7000 Schüler zu ihren Schulen oder ihren Ausbildungsstätten. Partnerunternehmen wie RVK und WSW unterstützen.

Unternehmen erklärt, wie es die Fahrten für die Schüler organisiert.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. I-Dötzchen, die nach dem Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln, sind häufig „Bus-Anfänger“. Viele fahren nun zum ersten Mal regelmäßig und ohne Eltern mit dem Stangentaxi. „Es herrscht dann immer ein wenig Unsicherheit, Eltern treten besorgt an uns heran. Aber in der Regel hat sich das nach zwei bis drei Wochen eingependelt“, sagt Nicole Druschke von der Marketingabteilung der Stadtwerke Remscheid (SR). Und gerade jetzt, in dieser von Corona geprägten Zeit, stellen sich einige Fragen zum sicheren Schulweg. Wir klären auf.

Wie viele Busse setzen die SR im sogenannten Schülerverkehr ein?

Um die etwa 7000 Schüler und Azubis morgens zur Stoßzeit zwischen 7 und 8 Uhr zu befördern, setzen die Stadtwerke innerhalb Remscheids allein 74 Busse im Linienverkehr ein, dazu kommen die Busse der Partnerunternehmen WSW, OVAG, RVK, BVR und die S-Bahn-Züge von Abellio. Morgens verstärken die SR ihre Fahrten: Statt im 20-Minuten-Takt fahren die Busse zwischen 7 und 8 Uhr im 10-Minuten-Takt. Teilweise sogar noch dichter, zum Beispiel in Reinshagen, am Rosenhügel, am Steinberg oder am Hohenhagen. „Zudem setzen wir Einsatz-Wagen ein, die zur Entlastung kurz vor planmäßigen Fahrten verkehren oder Direktverbindungen aus verschiedenen Stadtteilen zu bedeutenden Schulstandorten wie Hackenberg oder Sophie-Scholl-Gesamtschule herstellen“, erklärt Druschke. Mittags nach Schulschluss sei die Busnutzung ähnlich hoch, verteile sich aber über einen etwas längeren Zeitraum.

Wie planen die Stadtwerke den Schülerverkehr?

Immer wieder aufs Neue. „Die vorliegenden Erkenntnisse aus dem vorherigen Schuljahr gleichen wir mit den Informationen des Schulverwaltungsamtes für das neue Schuljahr ab und erstellen auf dieser Basis zunächst einmal ein Fahrplanangebot für den Schulstart“, erklärt Nicole Druschke. Die Fahrer beobachten dann in den ersten Wochen nach Schulbeginn genau, ob nachgebessert werden muss. Schulen melden den SR zudem, wenn sich organisatorische Veränderungen ergeben, wenn sich also zum Beispiel Schulanfangs- und Endzeiten ändern.

Warum kommt es zu Beginn jedes Schuljahrs zu Beschwerden?

In den ersten Schulwochen zeige sich erst, wie sich insbesondere Schüler, die ihre Schule gewechselt haben, nun neu orientieren. „Viele nutzen nun erstmalig den Bus und müssen ihre individuell günstigste Verbindung erst noch finden.“ Zudem ändere sich oftmals der Stundenplan noch ein wenig – was wiederum Auswirkungen auf die Busnutzung habe. Übrigens bietet das Verkehrsunternehmen jedes Jahr eine „Busschule“ für Viertklässler an, in der die Kinder auf den Schulweg mit dem ÖPNV vorbereitet werden. Wegen Corona fiel die Busschule dieses Jahr aber aus.

Warum werden nicht mehr Fahrzeuge eingesetzt?

Während der nachfragestärksten Zeit zwischen 7 und 8 Uhr seien bereits alle verfügbaren Wagen im Einsatz. Insgesamt verfügen die SR über 65 Solo- und 21 Gelenkbusse. „Die Gelenkbusse werden so eingesetzt, dass im Verlauf der gesamten Tour möglichst viele stark frequentierte Fahrten abgedeckt werden“, erklärt Druschke. Es lasse sich jedoch nicht vermeiden, dass Gelenkbusse im Laufe des Tages auch auf weniger genutzten Fahrten eingesetzt werden. Denn die Stadtwerke müssen ihre Fahrten ökonomisch planen.

Wie wird der Sicherheitsabstand in den Bussen geregelt?

„Der wegen Corona empfohlene Mindestabstand von 1,50 Metern ist in öffentlichen Verkehrsmitteln nachvollziehbar nicht zu gewährleisten, und wird somit hier auch nicht vorgeschrieben“, sagt Druschke. Die strikte Umsetzung einer solchen Regelung würde beispielsweise für den Einsatz eines Solobusses mit einer Kapazität von 70 Fahrgästen bedeuten, dass maximal 12 Fahrgäste befördert werden könnten. „Wir appellieren daher an die Eigenverantwortlichkeit der Fahrgäste, sich an die allgemein gängigen Verhaltensempfehlungen der Gesundheitsbehörden zu halten.“ Dazu gehört die Maskenpflicht in den Bussen. Die Stadtwerke weisen mit Plakaten in den Bussen, auf Monitoren und mit Durchsagen darauf hin. Zudem werden Haltestangen, -griffe und -schlaufen häufiger gereinigt. Fahrer sind angehalten, bestmöglich zu lüften. Zudem darf in 80 Prozent der Bussen wieder vorne beim Fahrer eingestiegen werden – so verteilt sich alles etwas mehr.

Tipp der Stadtwerke

Wer zeitlich flexibel ist, sollte frühere oder spätere Verbindungen ausprobieren, um vollen Bussen auszuweichen. Denn oft seien nur kurze Zeit vor oder nach der höchsten Verkehrsspitze die Busse bedeutend leerer. Für Fahrgäste, die zwischen Lüttringhausen, Lennep, Remscheid-Mitte und Güldenwerth unterwegs sind, könne die S 7 eine gute Alternative darstellen.

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