„Plätt aff“ heißt es ab sofort wieder im Stadtpark

Allein unter Männern: Gabi Kleuser ist bisher die einzige Frau beim Pöhlsches’schieten, das gestern wieder losging. Foto: Roland Keusch
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Allein unter Männern: Gabi Kleuser ist bisher die einzige Frau beim Pöhlsches’schieten, das gestern wieder losging.

Die Pöhlsches-Schieter-Saison hat wieder begonnen

Von Sabine Naber

Alt-Remscheid Das laute Klacken, wenn Stahl auf Stahl trifft, das war gestern Nachmittag im Stadtpark nicht zu überhören. Die Pöhlsches-Schieten-Saison hat wieder begonnen und zehn Spieler und eine Spielerin fanden sich auf dem Carl-Wiesemann-Platz ein, um der traditionsreichen bergischen Sportart zu frönen.

Im August sind es exakt 20 Jahre her, dass Bezirksbürgermeister Otto Mähler das alte Spiel der Feilenhauer, das dem französischen Boule ähnelt, wieder aus der Vergessenheit geholt hatte. „Ich bin damals von Senioren angesprochen worden, dass es da doch mal so ein Spiel mit Wurfscheiben gegeben hätte. Und weil ich mich ohnehin gerne mit der Historie befasse, habe ich im Tüpitter und in Heimatbüchern nachgeforscht“, kann sich Mähler gut an die Anfänge erinnern.

Im Seniorentreff im Stadtpark fand er auf dem Speicher dann alte Scheiben und Unterlagen, aus denen ersichtlich wurde, dass in den 50er Jahren das Spiel durch den Remscheider Fabrikanten Carl Wiesemann schon einmal reaktiviert worden war. Die Begeisterung hielt allerdings nicht lange an.

Anders beim zweiten Versuch, nach wie vor treffen sich in den Sommermonaten alle paar Wochen die Pöhlsches-Schieter und haben Freude an dieser Sportart. „Einmal im Jahr wird sogar zur Stadtmeisterschaft eingeladen, an der traditionell auch der Oberbürgermeister und Vertreter der Volksbank teilnehmen“, erzählt Mähler, der sich wünscht, es würden auch mehr Frauen mitmachen. Bisher kann sich aber nur Gabi Kleuser dafür begeistern. „Komm doch mal vorbei, wenn wir spielen“, so hatte ein Sportkamerad sie vor vier Jahren dazu eingeladen. „Seitdem macht mir dieses Spiel einfach Spaß“, erzählt sie.

Ziel ist ein Holzpfahl, das „Pöhlsche“. das mit der rund 400 Gramm schweren Wurfscheibe umgeworfen werden soll. Wird die Scheibe eines Mitspielers genau getroffen, ist dieser aus dem Spiel. „Wir spielen nur um Centstücke. Reich werden kann man bei uns also nicht“, sagt Mähler. Mitmachen darf jeder, auch spontan kann man dazu kommen. Der nächste Treff ist am 7. Juli ab 14.30 Uhr.

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