Pfadfinder bauen ihr Lager daheim auf

Cornelia (l.) und Winfried Hoffmann (5. v. l.) veranstalten das Sommerlager am Stammsitz mit 16 Teilnehmern. Foto: Roland Keusch
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Cornelia (l.) und Winfried Hoffmann (5. v. l.) veranstalten das Sommerlager am Stammsitz mit 16 Teilnehmern.

Motto lautet „Leben erleben“

Von Valeria Schulte-Niermann

SüdBezirk 16 Mädchen und Jungen führt derzeit das Pfadfinder-Sommerlager zusammen, das der Stamm „Grafen von Berg“ diesmal daheim, am Hagedornweg, aufgebaut hat. Zehn Tage, vom 3. bis 12. Juli, stehen eine ganze Reihe von Freizeitaktivitäten für sie auf dem Programm. Das Motto lautet „Leben erleben“.

Dies ist angelehnt an den Philosophen und Arzt Albert Schweitzer (1875-1965), der diesmal dem Sommerlager als Vorbild dient. „Für ihn war die Ehrfurcht vor dem Leben das Wichtigste. Er zeigt, wie man im Kleinen und Großen sein Leben sinnvoll leben kann“, erklärt Leiterin Cornelia Hoffmann. Jeden Abend lesen die Pfadfinder eine Szene aus seinem Leben und spielen diese verkleidet nach. So sollen sie sehen, wie aus dem Kind Albert Schweitzer ein Idol wurde.

Schweitzer steht auch für die Mission der Pfadfinder, Verantwortung zu übernehmen. Normalerweise sollen die Kinder „Zug um Zug in die Verantwortlichkeit hineinwachsen“, sagt Cornelia Hoffmann. Zum Beispiel führen dann schon 12-Jährige Kleingruppen.

Verantwortung können die Kinder nun auch wieder im Sommerlager übernehmen. Sie sollen sich aber auch im Sinne des Mottos intensiv mit Tieren, Pflanzen und dem Menschen beschäftigen. So besuchten sie bereits die Natur-Schule Grund, wanderten zu einer Familie mit Hühnern, die sie auch streicheln durften, und konnten bei einem Imker harmlose Drohnen auf die Hand nehmen.

Dabei stand wegen der Corona-Pandemie lange nicht fest, ob das Sommerlager überhaupt stattfinden kann. Vergangene Woche gab die Stadt ihr Okay. Dann musste es schnell gehen – damit die Pfadfinder von acht bis 14 Jahren und vier Leiter ihren Platz finden konnten. Innerhalb von einem Vor- und einem Nachmittag wurden zwei große Jurten und mehrere kleine Zelte, die Kohten, aufgebaut. Normalerweise wird zu viert in einer Kohte übernachtet, diesmal dürfen nur drei Teilnehmer nebeneinander schlafen. Die Hygienevorschriften sehen auch vor, dass sich alle jeden zweiten Tag auf das Coronavirus testen lassen. Der Organisationsaufwand, besonders in der Küche, sei ebenfalls „eine Herausforderung“, schildert Leiterin Cornelia Hoffmann, die seit der Gründung des Stammes vor 19 Jahren dabei ist.

Es ist das erste Lager nach zwei Jahren Pause. Normalerweise findet es für zwei Wochen im Ausland statt. Dies ist ein Schritt zurück zur Normalität: Die Gruppenstunden wurden während der Corona-Zwangspausen ins Internet verlegt. Dort erhielten die Eltern mit ihren Kindern auch Aufgaben, wie Wegzeichenwanderungen durch den Wald.

Zum Abschluss gibt es einen Abend mit den Eltern

Am letzten gemeinsamen Abend am Sonntag findet noch ein großes Fest statt. Hier können die Eltern Lageratmosphäre schnuppern, einen Erlebnispfad durchlaufen und das selbstgekochte Essen ihrer Kinder genießen. Außerdem bekommt jeder Pfadfinder als Zeichen der Wertschätzung ein Geschenk.

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