Peter vom Falkenberg eifert seinem Idol nach

Peter vom Falkenberg hat schon 14 Bücher veröffentlicht.
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Peter vom Falkenberg hat schon 14 Bücher veröffentlicht.
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Lenneper Autor schreibt nun Gedichte im Heinz-Erhardt-Stil.

Von Melissa Wienzek

Einmal hat er ihn sogar live gesehen: 1966 in Bayern. Er kennt alle Filme, so ziemlich jedes Gedicht: Peter vom Falkenberg, Autor aus Lennep, ist ein absoluter Heinz-Erhardt-Fan. Der Komiker war auch Schauspieler und Dichter, Musiker und Komponist. Ein Allroundtalent, das sich auch Otto Waalkes und Willy Astor zum Vorbild nahmen. Auch für Peter vom Falkenberg, der bereits 14 Bücher veröffentlicht hat, darunter 11 historische Romane, ist Heinz Erhardt ein Idol.

Ihm widmet der Lenneper, Jahrgang 1952, nun sein kreatives Schaffen: Während der Corona-Pandemie hat er angefangen, selbst Gedichte im Heinz-Erhardt-Stil zu schreiben. Mehr als 40 Stück sind so bereits entstanden – eine kleine Kostprobe gibt es rechts zu lesen. Es geht um den „Tourismus auf Malle“, die Nordsee, die Zeit, den „Kahlkopf im Sommer“, aber auch um aktuelle Themen. Köstlich sind auch die Verse über „Eduard, die Stubenfliege“ − kleiner Fakt vorweg: Bei Falkenberg gewinnt mal nicht die Fliegenklatsche. Alltägliches, banal Erscheinendes wird hierbei zwar aufs Korn genommen, erhält dadurch aber auch eine neue Bedeutung – und das in einfacher Sprache, die jedoch so eingesetzt wird, dass sie den richtigen Ton trifft. Und so die Lachmuskeln kitzelt. „Wenn ich mir die Komiker von heute ansehe, dann geht es bei ihnen nur noch um Humor unter der Gürtellinie“, bemängelt Peter vom Falkenberg. „Sie bauen ihre Karriere auf den Kosten anderer auf.“ Ganz anders Heinz Erhardt. „Sein Humor ist zeitlos, geht nie unter die Gürtellinie und trifft damit eine breite Mehrheit.“ Selbst seine Kinder lachten über die Gags des großen Heinz, sagt Peter vom Falkenberg.

Seine Gedichte stellt er nun bei den nächsten öffentlichen Terminen vor:

Montag, 5. September: Bei den „Wochen der älteren Generation“ ist der Autor um 14.30 Uhr zu Gast im Seniorenbüro. Angela Heise liest, es gibt eine Kaffeetafel. Eintritt frei. Anmeldung: Tel. 4 64 53 50.

„Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen“: Am 29. Oktober treten Peter vom Falkenberg und Angela Heise dann beim Verein Seele in Not an der Hindenburgstraße auf.

Stadtbibliothek Lennep: Auch hier soll es demnächst noch eine Lesung geben.

Ein Gedicht: „Remscheider Wochenmarkt“

Mittwoch und Samstag ist Markt,
das finden viele Bürger echt stark,
oft bläst der Wind, wie auf den Azoren,
und Salat fliegt dir um die Ohren,
Frau Meyer brummelt, oh meine Güte,
steckt noch Kohlrabi in die Tüte,
Frau Lehmann fing an zu rufen: Wo gibt’s noch Erdbeeren für meinen Kuchen?
Frau Kottmann, sie war ziemlich fett,
fragte nach dem Zwiebelmet
Frau Budde hatte große Not
hoffentlich gibt’s noch mein Lieblingsbrot
und Erna Schneider, direkt am Bauernstand
ein Bund Spargel in ihrer Tasche verschwand
ein Rentner sah das und rief laut: „Die Alte da, die hat geklaut!
Auf dem Zeltdach zwitschert eine Meise
„Da fehlt nur noch die Sauce Hollandaise.“

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