Musik

Paul war’s bringt „Das Letzte seiner Art“ heraus

Dennis Lichtenthäler (l.) und Martin Kohl sind besser bekannt als Paul war’s. Foto: Doro Siewert
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Dennis Lichtenthäler (l.) und Martin Kohl sind besser bekannt als Paul war’s.

Neues Album ist ausschließlich als Kassette erhältlich

Von Peter Klohs

Remscheid. Der Name Paul war’s ist den Musikenthusiasten im Bergischen sicher bekannt als Garant für pfiffige alternative Popmusik mit ebensolchen Texten. Und manche haben das Duo sicher schon auf ihren eher seltenen Auftritten live erleben dürfen. Nach der schier endlosen Zeit, in der keine kulturellen Veranstaltungen möglich waren, haben Paul war’s jetzt die Arbeiten an einem neuen Album abgeschlossen. Das ausschließlich als Kassette erhältliche „Das Letzte seiner Art“ wird auf einer Release-Party im Löf vorgestellt werden.

In der Anfangszeit ihrer Gründung – vor mehr als zehn Jahren – war Paul war’s mehr als ein Duo. „Wir waren ein Quartett“, berichtet Martin Kohl, Gitarrist der Gruppe und im Hauptberuf im Sozialdienst für ambulantes Wohnen tätig, während einer Probenpause im Tonstudio Donner an der Gerstau, wo sich die Probenräume des Duos befinden. „Standardbesetzung aus Gitarre, Keyboard, Bass und Schlagzeug. Wir haben das ernsthaft im Studio ausprobiert, aber letztendlich passte es dann doch nicht. Und da unser damaliger Schlagzeuger Paul hieß, war auch direkt der Name geboren. Denn Dennis und ich wollten als Duo weitermachen. Und Paul nimmt es uns auch nicht übel, dass ihn unser Name immer daran erinnert, dass wir uns als Quartett getrennt haben.“

Der angesprochene Dennis Lichtenthäler ist der Keyboarder von Paul war’s. Dennis ist 13 Jahre jünger als Martin, wurde 1984 geboren und ist in der IT-Branche beschäftigt. Am Tag des Beginns des ersten Lockdowns wurde seine Tochter geboren.

Musik ist inspiriert von Filmen und Charthits der 1980er Jahre

„Wir hatten eine konzeptionelle Idee, wie wir unser erstes Album seit zwei Jahren angehen wollten“, berichtet der Jungvater. „Wir wollten uns die Topfilme und die Topmusikhits der 80er Jahre ansehen und anhören. Aus unseren Reaktionen darauf wollten wir die Musik schreiben. Denn die 80er waren, wenigstens für uns, das spannendste Jahrzehnt, was die Musik betrifft.“ Und so ging es über Top Gun und Ghostbusters hin zu Mad Max und Shining – Filme, über die das Duo halbe Romane erzählen kann.

Beim Hören der entsprechenden Musik wurden vor allem die Charts bevorzugt behandelt. Aber auch Fragen wie „Was hat Kim Wilde in ‚Kids in America‘ für einen Synthie-Sound benutzt?“ wurden angegangen. „Das Songschreiben funktioniert hier im Proberaum ganz gut. Zu Hause ist das schwieriger bis unmöglich.“

Entstanden ist „Das Letzte seiner Art“ in Dennis Haus, genauer: im Keller dort. „Ich habe mein Equipment im Laufe der Jahre zusammengesammelt“, sagt der Keyboarder, „und zum Aufnehmen eines Albums ist das absolut okay.“ Aber eine Kassette? Warum?

Die Antwort der beiden kommt ehrlich und ist entwaffnend. „Warum nicht? Wir denken, dass unsere Zuhörer schon was Physisches in der Hand haben wollen. Und Kassetten sind absolut wieder in Kommen.“

„Das Letzte seiner Art“ wird ab dem 8. Oktober auf allen Streaming-Diensten zur Verfügung stehen. Die erste Single „Tanz, tanz, tanz“, deren Entstehungsgeschichte auf „Zurück in die Zukunft“ zurückgeht, ist bereits veröffentlicht worden. Auch beeindruckt der Titel „Keine Angst“, der nach dem Ansehen von „Shining“ entstanden ist und ausschließlich aus Filmzitaten besteht. Die Musik des Albums ist zumeist Pop auf hohem Niveau. Oder wie es Maximilian Süss so treffend bezeichnet hat: „Paul war’s ist die intelligente Fortsetzung der Neuen Deutschen Welle“.

Release-Party

„Das Letzte seiner Art“, das erste Album von Paul war’s seit zwei Jahren, besteht aus insgesamt elf Tracks. Auf einer Release-Party wird das Album am Samstag, 9. Oktober, um 20 Uhr im Löf an der Theodor-Körner-Straße live vorgestellt. Das Duo wird sich zu diesem Zweck musikalisch erweitern und zumindest für diesen Abend gelegentlich zum Trio werden.

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