Comedy

Patrizia Moresco sorgt für lustigen Abend in der Klosterkirche

Mit ihrem Programm „Schlimmer die Glocken nie klingen“ sorgte Patrizia Moresco bei ihren Gästen für viele Lacher.
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Mit ihrem Programm „Schlimmer die Glocken nie klingen“ sorgte Patrizia Moresco bei ihren Gästen für viele Lacher.

Was Weihnachten in einer italienischen Großfamilie ausmacht.

Von Sabine Naber

Remscheid. Wenn man im Theatersaal der Klosterkirche mit einem temperamentvollen: „Hallo Remscheid – Juhu, ich bin’s“ begrüßt wird und die Künstlerin dann gleich noch erzählt, dass sie Italienerin, mit schwäbischem Hintergrund und Berliner Schnauze ist, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass es ein lustiger Abend wird.

Dafür sorgte am ersten Adventssonntag Patrizia Moresco, die ihr Programm unter das Motto „Schlimmer die Glocken nie klingen“ gestellt hatte. Mit dem Song „Jingle Bells“ – bei ihr heißt es da „Bescherung gibt’s heute nicht, die Oma hat’s erwischt“ machte sie klar, dass ihr Weihnachten nicht besonders heilig ist. Und Halloween lehnt sie total ab: „Wenn die Kinder an der Tür stehen und Süßes oder Saures rufen, dann rufe ich zurück Dachlatte oder Kantholz“, sagt sie und erklärt, was es mit ihrem Temperament auf sich hat: „Gegen mich ist ein bengalisches Feuerwerk eine Knallerbse.“ Das wird wohl am Ende des Abends niemand mehr bestreiten, denn Patrizia Moresco redet rasend schnell und zeigt mehr als einmal auch ihre schauspielerischen Talente.

Mit vollem Körpereinsatz zeigt sie dann, wie die Begrüßungsarien in ihrer italienischen Familie aussehen. „Es wird übermäßig geküsst und die Kinder werden in die Brüste der Tanten gezogen.“ Es schwant ihr, dass es an Weihnachten in Florida, wohin ihre Eltern gezogen sind, genauso kommen wird. Zudem sei ihre Mama die unbegabteste Köchin in ganz Italien: „Schlecht am Topf, aber gut am Glas.“ Die Alternative sei, Weihnachten bei der Freundin zu feiern, die in einer Patchwork-Familie mit zehn Kindern lebt. Aber da würde ja schon eine Woche vorher angefangen zu kochen, weil alle gegen irgendetwas anderes allergisch seien. „Ich müsste dann veganen Wein mitbringen. Aber alle tragen Lederschuhe. Und dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass die Kuh nicht freiwillig bei Zalando vorstellig wurde.“ Das Publikum amüsierte sich.

Dann singt sie zur Melodie von „Süßer die Glocken“, dass – wenn die Kassen dann klingeln – keiner das Christkind gehört hat. Aber dass „wir Italiener“ Weihnachten erst am 25. Dezember feiern, das habe sie schon als Kind nicht verstanden. „Da musste man noch einen ganzen Tag warten. Ich wurde als Fünfjährige in die Küche verbannt, weil ich so ungeduldig war. Da habe ich mir dann als Trost die Früchte aus der Bowle gefischt.“

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