Freundschaftsverein

Pastor André Carouge knüpft Kontakt ins türkische Kirsehir

Leiten den Freundschaftsverein: Vorsitzender André Carouge und seine Stellvertreterin Erden Ankay-Nachtwein. Foto: Roland Keusch
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Leiten den Freundschaftsverein: Vorsitzender André Carouge und seine Stellvertreterin Erden Ankay-Nachtwein.

Freundschaftsverein hat einen neuen Vorsitzenden.

Von Peter Klohs

Remscheid. Pastor André Carouge musste nicht lange überlegen, als ihn der ehemalige Superintendent Hartmut Demski fragte, ob er den Vorsitz des Freundschaftsvereins Kirsehir übernehmen wollte. Carouge, von seinen ersten Türkei-Erfahrungen aus dem Jahr 2011 noch immer begeistert und vom sozialen Anliegen des Vereins überzeugt, sagte schnell zu. Und so ist er seit dem 14. September 1. Vorsitzender – an der Seite von Erden Ankay-Nachtwein, die stellvertretende Vorsitzende ist.

So werden Carouge und Ankay-Nachtwein gemeinsam Besuche zwischen Remscheid und seiner Partnerstadt organisieren. Regelmäßige Reisen unter anderem von Handwerkskammern, Oberbürgermeistern, Lehrern und Schülern oder kulturelle Begegnungen waren durch die Pandemie zuletzt jedoch nicht möglich. „Wir können im Moment nur hoffen, dass wir eine Delegation aus Kirsehir sehr bald wieder nach Remscheid einladen können“, sagt Ankay-Nachtwein. „Wir haben uns jetzt länger nicht getroffen, das letzte Mal 2019. Im Februar 2020 war der Oberbürgermeister von Kirsehir in Remscheid.“

Erster Anlauf der Vereinsgründung scheiterte

Unabhängig von der Corona-Krise waren gegenseitige Besuche lange Zeit nicht denkbar. Denn die Gründung des Freundschaftsvereins Kirsehir war eine nicht ganz einfache Angelegenheit, wie sich Erden Ankay-Nachtwein erinnert. Sie selbst engagiert sich seit den Anfangstagen im Verein. „Es gab eine Initiative, als Remscheider Partnerstadt eine Stadt aus der Türkei zu benennen“, berichtet sie. Ein Sozialarbeiter der Awo, der aus Kirsehir kam, habe dann auf seine Heimatstadt verwiesen. Denn rund 2000 Menschen aus Kirsehir hätten zu dieser Zeit in Remscheid gelebt. „Da war der Vorschlag, Kirsehir zur Partnerstadt zu ernennen, beinahe schon logisch.“ Aber der erste Anlauf scheiterte und es entstand ein runder Tisch, ein multikultureller Dialog, an dem christliche und muslimische Gemeinden mit dem Oberbürgermeister ihre Ideen austauschten.

„Bis zur Gründung des Vereins hat es zwei Jahre gedauert“, berichtet Ankay-Nachtwein. Erst am 9. April 2008 konnte der Freundschaftsverein Kirsehir dann endlich gegründet werden, nachdem es zuvor bereits auf kommunaler Ebene Kontakte zur türkischen Stadt gegeben hatte.

Im Jahr 2010 reiste der Vorstand des Vereins für 14 Tage nach Kirsehir – „ein unvergessliches Erlebnis.“ Reisegruppen hätten oft auch die Hauptstadt Ankara besucht, die nur rund 170 Kilometer von Kirsehir entfernt liegt.

Auch in politisch schwierigen Zeiten war dem ehemaligen Vorsitzenden des Vereins, Superintendent Hartmut Demski, wichtig, dass die Menschen zusammenkommen können. „Die Begegnung der Menschen ist das Wichtigste“, fasst es der Theologe zusammen. „Kirsehir ist eine total weltoffene Stadt, in der verschiedenste Menschen friedlich zusammenleben. Wie in Remscheid.“

Kisehir

Die türkische Stadt Kirsehir in der gleichnamigen Provinz liegt etwa 170 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Ankara in Zentralanatolien. Die knapp 1000 Meter hoch gelegene Großstadt beherbergt rund 146 000 Menschen. Außer Remscheid ist Olovo in Bosnien und Herzegowina Partnerstadt von Kirsehir.

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