Panzertalsperre: Ausflügler sehnen sich nach Bänken

Die Panzertalsperre ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wanderern fehlen hier Verweilmöglichkeiten. Foto: Michael Sieber
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Die Panzertalsperre ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wanderern fehlen hier Verweilmöglichkeiten.

Wupperverband verweist auf Reinigungs- und Pflegeaufwand im Umfeld der Sitzgelegenheiten

Von Frank Michalczak

Lennep Wandern liegt im Trend. Kein Wunder: Die Bewegung an der frischen Luft zählt zu den wenigen Vergnügen, die die aktuellen Coronaschutzmaßnahmen noch zulassen. Ein Ausflugsziel ist für so manchen die Panzertalsperre in Lennep, „wo leider auch fünf Jahre nach der Sanierung weiterhin im Bereich der Sperrmauer bzw. der Info-Tafel ein bis zwei Bänke fehlen“, wie RGA-Leser per Mail beklagten.

Sie führen an, dass dort täglich viele Spaziergänger unterwegs seien, besonders am Wochenende und jetzt in den Coronazeiten. „Ich habe schon oft gehört, dass sich die Leute dort gerne ausruhen und die schöne Aussicht auf die Talsperre genießen würden.“ Aber: Dazu fehlen ihnen die Sitzgelegenheiten.

Susanne Fischer, Pressesprecherin vom Wupperverband, zeigt Verständnis für den Wunsch. „Bänke aufzustellen, ist auch nicht schwierig“, erklärt sie. „Komplizierter wird es aber, wenn es um die Müllbeseitigung geht.“ Denn nicht alle Passanten hielten sich an die Spielregeln und achteten auf die Umwelt. Stattdessen hinterließen sie an den Sitzgelegenheiten ihren Unrat. „Und die Beseitigung erfordert zusätzlichen personellen Einsatz, den wir nicht leisten können“, erklärt die Pressesprecherin.

Umweltsünder sind nicht die, die eine Bank vorschlagen

Ihr Hinweis: Diejenigen, die sich nach einer Sitzbank zum Verweilen sehnen, seien in den allermeisten Fällen nicht die Übeltäter, sondern vor allem jene, die sich mit Öko-Aspekten nicht auseinandersetzten. „Ein trauriges Beispiel sind dafür die Müllberge, die sich nach Sommer-Wochenenden oft rund um die Wuppertalsperre auftürmen“, bedauert Susanne Fischer.

Grundsätzlich könne sich der Wupperverband vorstellen, an der Panzertalsperre eine Bank oder zwei Bänke aufzustellen. Sie knüpft dies aber an eine Voraussetzung: „Dass wir von anderer Seite aktive Unterstützung bei der anschließenden Pflege bekommen.“

Potenzielle Partner wären die Technischen Betriebe Remscheid (TBR). Deren Geschäftsführer Michel Zirngiebl weist darauf hin, dass die Wege zu den Bänken und den damit verbundenen Müllereimern für sein Team weit wären. „Es handelt sich um lange Fuß- bzw. Forstwege, über die wir dorthin gelangen müssten.“ Nicht die Bänke, sondern die Reinigung ihres Umfelds sei daher aufwendig, bestätigt er die Aussage des Wupperverbands. Zudem müssten sie sich in die Belange des Naturschutzes einfügen, führt er an. Dennoch macht er Mut, dass Bewegung in die Angelegenheit kommen könnte: „Wir werden die Angelegenheit gemeinsam mit der Wupperverband in unseren Herzen bewegen.“

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