Aktion

Pädagoge bringt Grundschülern das Werkzeugmuseum näher

Markus Heip berichtete von spannenden Reisen einiger Kaufleute.

Von Sabine Naber

Markus Heip bringt das Deutschen Werkzeugmuseums in die Grundschule Adolf-Clarenbach. „Und die Geschichten, die ich euch erzähle, die sind alle wahr. Ich flunkere nicht“, verspricht der Museumspädagoge.

Vor ihm sitzen 33 Erst- bis Viertklässler und warten auf die Geschichten. Zunächst aber standen Spiele auf dem Programm. Und weil vor 200 Jahren viele Kaufleute mit einem Koffer voller Werkzeuge durch die Welt reisten, und unter anderem Schraubendreher gegen Kokosnüsse tauschten, stand ein alter Koffer vor den Kindern. Marlene durfte hineingreifen, einen Gegenstand befühlen und auf einer Leinwand nachzeichnen. Kaum hatte sie die ersten Striche gemacht, hatte ein Klassenkamerad schon den Hammer erkannt. Auch ein Schraubendreher und ein Schlittschuh mussten erraten werden, was aber für die Kinder kein Problem war.

Kurze Filme geben Einblick ins historische Remscheid

Nach einem Film, der von den Brüdern Max und Reinhard Mannesmann erzählte, die das nahtlose Rohr erfunden hatten, galt es, aus einem biegsamen Draht eine Fünf zu formen. Das gelang Elise, Nico und Max toll – alle applaudierten. „Das ist cool“, lobte Heip. „Denn wenn man etwas macht, dann muss man es richtig machen. Stellt euch vor, ihr kauft beim Bäcker sechs Brötchen, die alle unterschiedlich aussehen. Dann fragt ihr euch doch auch, ob der Bäcker noch geschlafen hat, als er sie backte.“

In einem weiteren Film war Balduin zu sehen, der sonst als Nachtwächter durchs dunkle Museum führt. Jetzt saß er mit einer Kapitänsmütze auf dem Kopf auf einem Boot: „Hallo Kinder, ich bin gerade auf großer Reise mit meinen Matrosen Fritzi und Ferdi“, erklärte er, während zwei putzige Mäuse um die Ecke lugten. Er habe eine Seekarte aus dem 18. Jahrhundert entdeckt, die Remscheids allererster Bürgermeister Diederichs wohl in der Seekiste versteckt hatte. Die Remscheider Fahne wird gehisst und los geht es Richtung Amerika. Die Kinder sollten aufschreiben, wo der Kaufmann Balduin überall an Land gegangen ist. Eines der Handelsziele hieß St. Thomas, eine Insel auf der Kokosnüsse gegen Zangen getauscht werden. Letzte Station war New York, wo Balduin seinen Keksvorrat mit „American Cookies“ auffüllt.

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