Filmmusik

Symphoniker sorgen mit Tarantino-Show für volles Haus

Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu: Sängerin Lary glänzte allein sowie hier im Duett mit Mic Donet. Foto: Roland Keusch
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Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu: Sängerin Lary glänzte allein sowie hier im Duett mit Mic Donet.

Filmmusik erklang bei „On Fire!“: Moderator Michael Forster schlüpfte sogar in die Rolle von Uma Thurman aus „Kill Bill“.

Von Sabine Naber

Mit „Tarantino in concert“ knöpften sich die Bergischen Symphoniker am Freitagabend in ihrer beliebten Crossover-Reihe „On Fire!“ das „Enfant terrible“ des modernen Kinos vor: Quentin Tarantino. Filmmusiken aus „Inglourious Basterds“, „Pulp Fiction“, „Once upon a Time in Hollywood“ oder „Kill Bill“ erklangen.

Erst einmal stimmten Moderator Michael Forster und der musikalische Leiter, Konzertmeister Miki Kekenj, die Gäste im voll besetzten Teo Otto Theater ein: Eine Leinwand ging vor der Bühne herunter, Forster alias John Travolta und Kekenj alias Samuel L. Jackson – beide mit passender Perücke – spielten die legendäre Diskussion während einer Autotour in „Pulp Fiction“ nach. Schlugen dabei aber gleich den Ton an, der sich anschließend durch diesen Theaterabend zog: Es wurde gelästert und gewitzelt – das Publikum amüsierte sich.

Dann erklang in einer beeindruckenden Klangfülle „Rabbia e tarantella“, aus dem Film „Inglourious Basterds“, in dem Quentin Tarantino die Geschehnisse im von Nazis besetzten Frankreich in den Mittelpunkt stellt. Pfeifend kam Forster auf die Bühne. „Kennt jemand die Melodie? Dann pfeift doch einfach mit“, fordert er die Gäste auf. Alle Filme habe er sich angesehen, um für diesen Abend fit zu sein. Und das war er tatsächlich.

Tarantino in concert

Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu.
Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu. © Roland Keusch
Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu.
Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu. © Roland Keusch
Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu.
Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu. © Roland Keusch
Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu.
Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu. © Roland Keusch
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Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu.
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Für das Konzert unter Leitung von Miki Kekenj holten sich die Symphoniker prominente Unterstützung dazu. © Roland Keusch

Erzählte unterhaltsam und humorvoll mit einem Augenzwinkern, schlüpfte schließlich sogar in die Rolle von Uma Thurman im Film „Kill Bill“: zitronengelbes Outfit, ein schwarzes Schwert im Gürtel, hohe, weiße Schuhe, Panflöte, als „The Lonely Shepherd“ von Gheorghe Zamfir, komponiert von James Last, erklang. Und Forster spielte die Panflöte. Kekenj und die Zuschauer kriegten sich vor Lachen kaum noch ein. „Wenn bei Tarantino Schädel zerplatzen, dann kommt immer wunderbar langsame Musik“, erklärte Forster. „Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Auto im Sonnenuntergang und fahren auf die Müngstener Brücke zu. Gucken nur nach vorn, während die Bergische-Befreiungs-Armee die Brücke sprengt. Dann würden bei Tarantino sicher Walzerklänge zu hören sein.“

Großartige Solisten präsentierte Kekenj an diesem Abend. „Wir brauchen intimes Licht, eine herzerwärmende Atmosphäre“, bat er, bevor der Sängerin Lary der melancholische Song „Bang Bang –My Baby Shot Me Down“ von Nancy Sinatra wunderbar berührend gelang.

„Ich finde es gut, dass sich die Symphoniker so modern inszenieren.“

Kristin Schneider, Zuschauerin

„Unfassbar, nach der langen Corona-Zeit damit wieder einsteigen zu können“, kommentierte die Sängerin, die bereits gemeinsam mit MoTrip die Single „So wie du bist“ herausgebracht hatte. Sänger Mic Donet, bekannt von „The Voice of Germany“, glänzte bei „After Dark“ mit der Band, die die Symphoniker unterstützte, durch seine ausdrucksstarke Soulstimme. Großartig auch der Song „California Dreaming“, den Lary und Mic Donet im Duett sangen. Die Stimmen harmonierten perfekt. „Misirlou“ aus Pulp Fiction, eigentlich ein griechischer Volkstanz, wurde mit viel Schwung interpretiert, und bei „Don’t let me be misunderstood“ hielt es niemanden mehr auf seinem Platz. Begeisterter Applaus, Jubelrufe, Pfiffe für diese musikalisch absolut perfekte Musik und die großartige Show.

„Die Sängerin ist sehr kreativ, interpretiert die Songs frei. Der Sänger ist sehr nah am Original. Und ich finde es gut, dass sich die Bergischen Symphoniker durch ihr vielseitiges Programm so modern inszenieren“, sagte Zuschauerin Kristin Schneider, die fast alle Tarantino-Filme gesehen hat. Als Zugabe war statt Tarantino-Filmmusik dann „Main Theme“ aus Star Wars zu hören – und noch einmal Larys „Bang, bang“.

Nächster Termin

Für Donnerstag, 4. Dezember, 19.30 Uhr, laden die Bergischen Symphoniker erneut zu „On Fire!“ ein. Als Bigband getarnt, wollen die Musikerinnen und Musiker durch die schönsten amerikanischen Weihnachtslieder swingen. Der Kartenvorverkauf startet am 2. November über das Teo Otto Theater.

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