OB kümmerte sich um alle Beschwerden

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

Remscheid -wey- 1996 RGA-Leser haben einfach die besten Ideen: Am 18. Juni vor 25 Jahren berichtet der Tüpitter über den Vorschlag von Architekt Michael Wehrmann, dass sich Solar-Interessierte zu einer „Photovoltaik-Betreibergesellschaft“ zusammenschließen, um gemeinsam Strom aus Sonne zu produzieren. Eine Idee, die so gut war, dass sich noch ein Vierteljahrhundert reifen musste: Derzeit diskutiert die Politik einen Antrag, einen Bürgerfonds zu gründen, der die Dächer städtischer Gebäude anmietet – um dort Photovoltaikanlagen zu betreiben. 1971 Schon realisiert, inzwischen aber wieder abgerissen wurde hingegen das Lenneper Krankenhaus. Über dessen Bau berichtet der RGA am 18. Juni vor 50 Jahren. Weil in dem Bereich auch ein neues Wohnviertel entstehe, brauche der Stadtteil ein zweites Einkaufszentrum, heißt es zudem, denn die Altstadt sei fußläufig nicht erreichbar. Während sich der Tüpitter damals noch freute, dass das „heiße Eisen“ zumindest vorsichtig angepackt werde, wissen wir heute: Viel mehr als eine Nahkauf-Filiale ist aus den Plänen nicht geworden. 1946 Wer sich über so etwas beschweren möchte, trifft heute auf ein professionelles Beschwerdemanagement bei der Verwaltung. Kurz nach dem Krieg nahm man da noch den „kurzen Dienstweg“. Deswegen veröffentlichte Oberbürgermeister Gustav Flohr (KPD) im Amtlichen Mitteilungsblatt am 19. Juni vor 75 Jahren einen Text, dass ihm in der letzten Zeit „zahlreiche Beschwerdeschriften“ zugegangen seien. Diesen werde er sich, soweit berichtigt, annehmen, verspricht der OB. Und nur für den Fall, dass Bürger nicht direkt den Oberbürgermeister behelligen wollen, veröffentlicht er darunter die Namen aller Ausschussmitglieder – samt Adressen.

1921 Und zum Schluss noch mal etwas Beständiges: Am 16. Juni vor 100 Jahren ist im Tüpitter eine Ankündigung zu lesen, dass der Gesamtverband der Deutschen Werkzeugindustrie zu einer zweitägigen Tagung der gesamten deutschen Werkzeugfabrikanten einlädt. Der Verband war bereits 1909 unter einem anderen Namen in Remscheid gegründet worden, wurde Ende 1920 umbenannt und nach dem Krieg als Fachverband Werkzeugindustrie neu gegründet. Und er sitzt heute immer noch in Remscheid.

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