NRW-Landtagswahl 2022

Das wollen die Kandidaten für Remscheid und Rade bewirken

Diese Kandidaten wollen für Remscheid in den Landtag (im Uhrzeigersinn): David Schichel (Grüne), Torben Clever (FDP) Peter Lange (Linke), Sven Wolf (SPD), Jens Nettekoven (CDU) und Nicolai Marre(AfD)
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Diese Kandidaten wollen für Remscheid in den Landtag (im Uhrzeigersinn): David Schichel (Grüne), Torben Clever (FDP) Peter Lange (Linke), Sven Wolf (SPD), Jens Nettekoven (CDU) und Nicolai Marre(AfD)
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Erster Teil der RGA-Wahlbausteine – Politiker beantworten die Frage, was sie für Remscheid und Radevormwald erreichen wollen.

Landtagswahl

Am 15. Mai sind die Menschen in Remscheid und Radevormwald zum zweiten Mal aufgefordert, einen gemeinsamen Kandidaten in den Landtag zu wählen. Wer die meisten Stimmen gewinnt, zieht ins Parlament ein. Die übrigen Bewerber müssen landesweit auf ein möglichst gutes Ergebnis ihrer Partei hoffen, um über die Liste einen Sitz zu ergattern.

In loser Reihenfolge stellen wir die Positionen der sechs Kandidaten vor. Beim Auftakt stellen wir ihnen folgende Frage: Was konkret möchten Sie für Remscheid und Radevormwald als Landtagsabgeordneter erreichen?

Alles zur Landtagswahl 2022

Jens Nettekoven (CDU) möchte, dass Förderungen bei den Bürgern ankommen

Jens Nettekoven

Jens Nettekoven (CDU) verweist auf den Slogan seiner Partei: „Machen, worauf es ankommt“. Er werde sich persönlich darum kümmern, dass die Bürgerinnen und Bürger in Remscheid und Radevormwald von den in Düsseldorf beschlossenen Fördermaßnahmen profitieren. „Natürlich müssen auf dem Weg zum positiven Förderbescheid auch Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Dass ich das zum Wohle unserer Städte kann, habe ich in den letzten fünf Jahren wiederholt bewiesen.“ Beharrlichkeit zahle sich auch in der Politik aus. „Das öffentliche Lamentieren über das, was alles nicht geht, überlasse ich auch in Zukunft gerne anderen.“

Sven Wolf (SPD) möchte den Alltag der Bürger verbessern

Sven Wolf

Sven Wolf (SPD) gibt als wesentlichen Kern seines Wirkens folgenden Satz an. „Wir als Sozialdemokraten wollen den Alltag der Menschen besser machen.“ Ganz zentral seien dabei die Fragen nach guter Arbeit, bezahlbarem Wohnen und einem guten Gesundheitssystem. „Hierauf haben wir klare Antworten entwickelt: Bezahlbare und passende Wohnungen. Sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze mit Hilfe eines Innovationsfonds. Eine gute Gesundheitsversorgung ohne Krankenhausschließungen.“ Zudem benötige die Bildung in NRW einen Neustart, Schule müsse wieder ein Sprungbrett ins Leben werden. „Wir brauchen kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Meisterschule.“

Torben Clever (FDP) möchte die Wirtschaft stärken

Torben Clever

Torben Clever (FDP) beklagt, dass die bergische Region durch ihre Lage zwischen Rheinschiene und Ruhrgebiet oft zu wenig wahrgenommen und unterschätzt werde. „Das möchte ich durch meine Arbeit im Landtag ändern. Wir sind ein starker Wirtschaftsstandort, der seit Jahrzehnten im Strukturwandel steckt, ohne dabei die Unterstützung erfahren zu haben, wie sie das Ruhrgebiet erfahren hat und zukünftig das rheinische Revier erfahren wird.“ Er werde daher alles dafür tun, dass die Region auch weiterhin ein starker Wirtschaftsstandort bleibe. Dies könne nur gelingen durch eine liberale Wirtschaftspolitik. Es gelte, Bürokratie zu vermeiden, Ideen und Know-how der Unternehmen zu nutzen und stärken, Gründerinnen und Gründer fördern sowie Talente „bestmöglich zu unterstützen“.

David Schichel (Die Grünen) möchte eine bessere Bus- und Bahnanbindung

David Schichel

Der Kandidat David Schichel (Bündnis 90/Die Grünen) will, „dass Remscheid und Radevormwald wieder finanziell unabhängig werden“. Sie sollen ihre Zukunft selbstbestimmt in die Hand nehmen können und nicht abhängig sein von der Kommunalaufsicht und immer neuen Fördertöpfen. „Daneben werde ich im Landtag vor allem für eine bessere Bus- und Bahnanbindung unserer Städte an die Metropolen an Rhein und Ruhr kämpfen. Wir müssen zügig in ein modernes Busangebot investieren, das den örtlichen Nahverkehr verbessert und mit regionalen Schnellbuslinien verknüpft“, erklärt der Fraktionschef der Grünen im Remscheider Rat.

„So können wir schon in den nächsten fünf Jahren deutliche Fortschritte bei der Anbindung unserer Region erzielen. Damit wir das erreichen können, dürfen Land und Bund die Kommunen nicht länger mit der Finanzierung des örtlichen Nahverkehrs alleine lassen.“ Um auch die Bahnanbindung langfristig zu verbessern, brauche es vor allem mehr Schienen. Er werde sich nicht nur dafür einsetzen, stillgelegte Strecken zu reaktivieren, kündigt Schichel an. „Anders als in den vergangenen 30 Jahren darf unsere Region bei zukünftigen Schienen-Neubauprojekten nicht leer ausgehen.“

Peter Lange (Linkspartei) möchte mehr Pflegepersonal

Peter Lange

Peter Lange (Linkspartei) nimmt vor allem einen Aspekt in den Fokus: „Ich möchte, dass wir endlich für mehr Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sorgen, damit jedes Kind sein ihm zustehender möglichst gebührenfreier Kitaplatz bekommen kann.“ In den Großstädten seien die Mieten nicht mehr bezahlbar. „Löhne halten mit den Preissteigerungen nicht mehr Schritt. Armut und Ungleichheit der Lebensbedingungen nehmen zu. Wir brauchen dringend mehr Sozialwohnungen.“, nennt Lange ein Ziel. Klimapolitik müsse zudem „endlich für die Interessen der Menschen und den Erhalt einer lebenswerten Umwelt gemacht werden, anstatt für die Interessen der großen Energiekonzerne Sorge zu tragen“. Er setze sich für einen sozialökologischen Transformationsprozess ein.

Nicolai Marre (AfD) möchte eine Alternative zum DOC schaffen

Nicolai Marre

Nicolai Marre (AfD) will sich dafür einsetzen, dass nach dem Scheitern des Designer Outlet Centers in Lennep „nun eine Alternative geschaffen wird“. Insbesondere denke er hierbei an eine große Mehrzweckhalle in Lennep, die sowohl für Handballspiele als auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. „Dies würde für Remscheid und Radevormwald auch einen wirtschaftlichen Aufschwung bedeuten.“

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