Nicht nur für junge Leser

Nicole Rensmanns neuer Fantasy-Roman „Gewebewelten“ erscheint

Die Remscheiderin Nicole Rensmann hat einen Jugend-Fantasy-Roman geschrieben. Foto: Enfacefotografie Anja Flick; Anja Müller
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Die Remscheiderin Nicole Rensmann hat einen Jugend-Fantasy-Roman geschrieben.

Die Fantasy-Literatur wird gerne als Märchen für Erwachsene bezeichnet.

Von Peter Klohs

Ein bedeutender Anteil dieser Literaturgattung liegt allerdings im Bereich der Jugend-Fantasy, Bücher für Leser ab 12 Jahren. Sind die Romane vielschichtig und spannend, lassen sie sich ebenso von Erwachsenen mit Gewinn lesen. Das beste Beispiel dafür sind die Harry-Potter-Romane.

Nicole Rensmann, eine aus Remscheid stammende und noch immer in ihrer Heimatstadt lebende Schriftstellerin, hat seit dem Jahr 2000 zahlreiche Romane mit fantastischen Szenarien veröffentlicht. Ihr jüngstes Werk ist nun ein Fantasy-Abenteuer, das sich an Leser ab 12 Jahren wendet.

„Exposés grenzen mich ein.“
Nicole Rensmann

In „Gewebewelten“ spielt ein Teppich eine wichtige Rolle, der fünf Jugendliche in seine Welt zieht, in der sie spannende und fantasiereiche Abenteuer zu bestehen haben. Die fünf Jugendlichen sind Timo, der durch eine nervende Arroganz auffällt, die Zicke Lisa, der unentwegt Süßigkeiten in sich hineinstopfende Tobias, René, der blind ist, sowie Jana, die unter Diabetes leidet.

Ein alter Mann, der auf den geheimnisvollen Namen Mysterkilus Secritunum hört, der Drache Pedenius, der früher mal ein Kater war, sowie die Handlanger des Todes spielen weitere Rollen in der 250 Seiten langen Geschichte. Die Umschlaggestaltung von Timo Kümmel ist angemessen und gut umgesetzt. 69 Kapitel finden sich in Nicole Rensmanns Roman. Das bedeutet, dass alle Kapitel eine lesefreundliche Länge besitzen. Dies ist ein großer Vorteil von „Gewebewelten“, denn die Fantasie der Lesenden wird immer wieder auf neue Prüfungen geschickt. Und man kann zwischendurch auch mal vier oder fünf Kapitel lesen, ohne dass dies Jugendliche überfordern würde.

Die Sprache ist jugendtauglich, ohne in Klischees zu verfallen. Auch Erwachsene können diesen spannenden Roman genießen. Die Schilderung der Fantasywelt des Teppichs sind lebendig und voller schöner Ideen (Wände aus Teppich, Figuren, die Nebel teilen könne), die Geschehnisse drehen sich nicht im Kreis, sondern gehen voran, es bleibt spannend bis zum Schluss, der das Buch, aber vielleicht noch nicht die Geschichte beendet.

Nicole Rensmann hat über zehn Jahre an „Gewebewelten“ gearbeitet, den Roman immer wieder liegengelassen, dann ganze Abschnitte bearbeitet, bis sie fühlte, dass das Buch die endgültige Form angenommen hat. Sie schreibt „aus dem Bauch heraus“, wie sie sagt, „Exposés grenzen mich ein, dazu ist meine Fantasie zu stark.“ „Gewebewelten“ ist im Februar 2020 bei Atlantis erschienen, einem in Stolberg ansässigen Verlag, der 2003 Rensmanns Roman „Anam Cara - Seelenfreund“ herausgebracht hat und zu dem die Autorin immer Kontakt behielt.

Das Corona-Virus hat die Marketing-Aktivitäten zu „Gewebewelten“ auf Eis gelegt. Es können keine Pressetermine und Lesungen stattfinden. Die Schriftstellerin hofft, dass diese bald nachgeholt werden können. Inzwischen arbeitet Nicole Rensmann am nächsten Jugend-Fantasy-Abenteuer. Und als Kontrastprogramm schreibt sie die Biografie der Bildhauerin Lore Friedrich-Gronau.

Hintergrund

„Gewebewelten“ ist die 14. Veröffentlichung der Remscheider Schriftstellerin Nicole Rensmann. Der Roman ist 250 Seiten stark und im Atlantis-Verlag im Februar 2020 erschienen. ISBN 978-3-86402-700-0, 16,90 Euro.

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