Generationenwechsel

Neugründung: Remscheid hat wieder eine Grüne Jugend

Vincent Amtmann (l.) und Marvin Schneider haben zusammen mit Pina Nazareno die Grüne Jugend wiederbelebt. Foto: Michael Schütz
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Vincent Amtmann (l.) und Marvin Schneider haben zusammen mit Pina Nazareno die Grüne Jugend wiederbelebt.

Nachwuchsorganisation von Bündnis 90/ Die Grünen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Am Samstag hat sich in Remscheid wieder eine Grüne Jugend (GJ) gegründet, die eigenständige Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen. Inhaltlich ist sie unabhängig von der Mutterpartei und nicht weisungsgebunden. Im Büro des Innenstadtmanagements am Markt wurden die Vorstandsposten vergeben.

Sprecher ist der 23-jährige Vincent Amtmann, der auch in der Mutterpartei als Beisitzer zum Vorstand gehört. Zur Sprecherin wurde Pina Nazareno gewählt, Marvin Schneider ist Schatzmeister und Geschäftsführer.

Seit rund zwei Jahren gehört Amtmann zu den Grünen. Mit seinem Engagement für die GJ, die es seit rund zehn Jahren nicht mehr in Remscheid gab, will er die Partei verjüngen: „Die Grünen sind mir zu alt. Junge Menschen sollen die Möglichkeit haben, sich einzubringen, etwas für Remscheid zu bewegen.“

Das sieht Marvin Schneider nicht anders. Er will frischen Wind reinbringen und setzt dabei auf seine Erfahrungen als Vorsitzender des Vereins „MyViertel“. Da seien sie bei der Gründung vor zwei Jahren auch nur eine Handvoll Leute gewesen – heute seien es 80.

Er habe durch seinen Verein viel mit Parteien zu tun und wolle seine eigene Kreativität jetzt auf den nächsten Level heben, sagt Schneider: „Heute ist ja erst der Startschuss. Wir besetzen erst einmal die Vorstandsposten, werden aber sicherlich bald mehr sein“, guckt er in die Zukunft. Die Arbeit müsse „Bock“ machen. Schneider, als Direktkandidat für den Bereich Altstadt/Steinberg aufgestellt, wohnt in der Alten Bismarckstraße. Und da gebe es viele junge Leute, die Lust hätten, Remscheid voran zu bringen. „Wir wollen zum Beispiel die Jugendparteien in dieser Stadt in einem anderen Rahmen zusammenbringen, bieten eine Alternative zum Ring politischer Jugend, möchten mehr Solidarität untereinander“, nennt er seine Ziele.

Zunächst aber will er neue Mitglieder rekrutieren und sich im Wahlkampf engagieren. Bei der Mutterpartei sei die Idee der Grünen Jugend gut angekommen. Dort gebe es volle Rückendeckung, die Grünen würden es ernst meinen mit dem Generationenwechsel: „Da freut man sich, dass die Jugend jetzt Knallgas geben will.“

Die Themen der Grünen Jugend seien Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit. Alles Felder, mit denen sich eigentlich alle Jugendlichen beschäftigen sollten, ist man sich im Vorstand einig. Ungelöst ist derweil noch die Frage nach den finanziellen Mitteln des jungen Vereins. „Ich habe aber schon nach einer kleinen Starthilfe für uns gefragt“, macht Amtmann, der bei der Kommunalwahl als Direktkandidat im Zentrum für den Stadtrat antritt, deutlich.

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