Tierschutz

Neuer Katzenverein in Remscheid will Tierelend verringern

Gratulation zur Katzenschutzverordnung vor zwei Jahren: (v.l.) OB Burkhard Mast-Weisz (SPD), Dela Kirchner, Christine Krupp (SPD), Erden Ankay-Nachtwein (SPD) und Oliver Sommervilla. Archivfoto: Kirchner
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Gratulation zur Katzenschutzverordnung vor zwei Jahren: (v.l.) OB Burkhard Mast-Weisz (SPD), Dela Kirchner, Christine Krupp (SPD), Erden Ankay-Nachtwein (SPD) und Oliver Sommervilla. Archivfoto: Kirchner

Dela Kirchner und Mitstreiter begeben sich in den Außeneinsatz – Ergänzung zum Tierheim.

Von Andreas Weber

Mit Straßenkatzen Remscheid befindet sich ein neuer Verein in Gründung. Diese Woche wählten die sieben Mitglieder bei einem Online-Meeting Dela Kirchner zu ihrer Vorsitzenden, Oliver Sommervilla zum Stellvertreter und Marina Sommervilla zur Schatzmeisterin. „Wir sehen unsere Aufgaben ergänzend zu denen des Tierheims“, betont Dela Kirchner. „Wir möchten auch nach der erfolgreichen Einführung über die geltende Katzenschutzverordnung aufklären und sensibilisieren, verwilderte Katzenpopulationen zu melden, um in Remscheid die weitere Vermehrung und Vergrößerung des Tierelends zu vermeiden.“ Ein Hotspot in dieser Hinsicht ist der Honsberg. Vermehrt werden solche Katzen auch an Bauernhöfen und in Kleingartenanlagen gefunden.

Die Lenneperin begann sich vor fünf Jahren für das Thema zu interessieren, einen Facebook-Post aufgreifend, in dem gerätselt wurde, ob es hier wilde Katzenpopulationen gäbe. „Schwer vorstellbar“, dachte Dela Kirchner damals. Heute weiß sie es besser. „Es gibt überall Kolonien wilder Katzen.“ Das Tierheim hat keine Chance, sich darum zu kümmern. „Für Außeneinsätze ist die Personaldecke bei denen zu dünn“, weiß Kirchner.

Vor zwei Jahren feierten die Katzenfreunde einen ersten Durchbruch: Auf Anfrage der SPD fand die Katzenschutzverordnung im Rat eine Mehrheit. Die Verordnung sorgt seither dafür, dass freilaufende Katzen kastriert und gechipt werden müssen. Einen eigenen Verein wollte Dela Kirchner nie gründen, entschloss sich jedoch, nun mit Gleichgesinnten abzudecken, was das Tierheim nicht leisten kann.

Der Tierschutzverein Remscheid hat die Erfassung, Betreuung und Rückvermittlung von Fundtieren für die Stadt Remscheid übernommen. „Jedes Fundtier muss unbedingt und umgehend dem Tierheim Remscheid oder dem Ordnungsamt gemeldet werden“, erklärt Oliver Sommavilla. Auch Vierbeiner, die von Straßenkatzen Remscheid nach Meldungen aus der Bevölkerung eingefangen werden, wandern ins Tierheim an der Schwelmer Straße. „Im Falle von wildlebenden Katzen zumindest bis zur Kastration und Kennzeichnung“, ergänzt Dela Kirchner. Der Verein stellt auch klar: „Wir sind nicht dafür, dass für jede Katze das Tierheim oder eine häusliche Umgebung gut ist. Nicht alle werden da glücklich.“ Deshalb sei die Philosophie: „Fangen, kastrieren und wieder an den jeweiligen Kolonien aussetzen.“

Der Verein, bei dem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Schirmherrschaft übernommen hat, setzt strikt auf Transparenz. Informationen dazu sollen über Flyer, soziale Medien und Tierärzte gestreut werden. Wenn der erforderliche Lehrgang für Sachkunde nach § 11 Tierschutzgesetz absolviert wurde, will sich der Verein auch dem Aufpäppeln von Kitten widmen.

Wer freilaufende Katzen melden will, kann den Verein erreichen bei Facebook (Straßenkatzen Remscheid) oder Instagram (projektstrassenkatzenremscheid).

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