Bauprojekt

In einigen Wochen steht die neue Sporthalle in Lüttringhausen

Die tragenden Pfeiler der neuen Sporthalle Turnhalle auf dem Gelände der Einrichtung stehen. Pfarrer Uwe Leicht, Prof. Eugen Davids, Dietmar Volk, Axel Dörken von der Stiftung Tannenhof und die Diplomingenieure Jenny Langenberg sowie Felix Bergstermann.
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Die tragenden Pfeiler der neuen Sporthalle Turnhalle auf dem Gelände der Einrichtung stehen. In wenigen Wochen soll sie fertig sein, freuen sich (v. l.): Pfarrer Uwe Leicht, Prof. Eugen Davids, Dietmar Volk, Axel Dörken von der Stiftung Tannenhof und die Diplomingenieure Jenny Langenberg sowie Felix Bergstermann.

Eine neue Sporthalle ist das nächste Bauprojekt der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen.

Von Peter Klohs

Remscheid Lüttringhausen. Auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen wird wieder gebaut. Nachdem die stiftungseigene Kirche 2020 umfangreich restauriert wurde und kurze Zeit später neue Parkplätze angelegt wurden, steht nun der Bau einer neuen Sporthalle auf der Agenda.

Das Baugelände ist leicht einzusehen, wenn man von der August-Erbschloe-Straße über das Areal blickt. 16 Baupfeiler stehen exakt verteilt auf den knapp 700 Quadratmetern, die für den Bau der Halle vorgesehen sind. Ein gewaltiger roter Kran hat seinen Ausleger 30 Meter in die Höhe gefahren, am Rand steht ein halbkranhoher Mammutbaum.

„Diese noch zu bauende Sporthalle wird ein wichtiger Baustein in der therapeutischen Behandlung von Patienten mit psychischen Erkrankungen sein“, sagt der kaufmännische Direktor der Stiftung, Dietmar Volk. „Ziel ist es, die Vielzahl an bewegungs- und sporttherapeutischen Angebote für unsere Patienten auf hohem Niveau anbieten zu können.“

Corona hat die Neubaupläne noch beschleunigt

Die Pläne für den Neubau einer Sporthalle existieren schon länger, gibt Volk zu. Corona habe die Umsetzung beschleunigt. „Therapie unter Corona-Bedingungen ist schwierig, und da brauchen wir optimale Bedingungen. Aber wie Sie sehen, wird das jetzt mit Turboantrieb vorangebracht. Einige Wochen noch, dann steht die Halle.“ So ist das Ende des Bauprojektes für den späten Sommer 2021 vorgesehen. Die Halle soll im Oktober dieses Jahres eröffnet werden.

Vom direkt benachbarten Georg-Hafner-Haus wird ein direkter Zugang zur neuen Sporthalle möglich sein. Dazu musste das Erdgeschoss des Gebäudes zu einer psychiatrischen Station für Wahlleistungspatienten umgebaut werden. Während des Umbaus wurde der Krankenhausbetrieb im 1. und 2. Obergeschoss beibehalten. Äußerlich bleibt das Georg-Hafner-Haus unverändert.

Die Sporthalle und der dazugehörige Verbindungsriegel werden mit Betonfertigteilen erstellt. Der Boden der Halle wird mit einem Schwingboden aus Holz belegt. Die Nettogrundfläche der Sporthalle beträgt 672 Quadratmeter. Überwiegend wurden für die Realisation Unternehmen aus der Region und NRW ausgewählt. „Diese Sporthalle wird neben unserer Cafeteria das am meisten frequentierte Gebäude des Geländes sein“, ist sich Dietmar Volk sicher.

Alles, was an modernen Therapiemöglichkeiten denkbar ist, wird in der neuen Sporthalle präsent sein. „Natürlich sind wir kein Bundesleistungszentrum“, sagt Volk, „und das wollen wir auch gar nicht sein. Darum geht es nicht. Es geht darum, die Therapien in einem modernen und neuen Umfeld umsetzen zu können. Und das gelingt uns mit dieser Sporthalle.“

Jenny Langenberg und Felix Bergstermann, Diplom-Ingenieure des generalplanenden Unternehmens Bergstermann & Dutczak, können über keine großen Probleme beim Bau der Sporthalle berichten. „Das größte Problem was der laufende Krankenhausbetrieb. Aber das haben wir gelöst.“

Auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof gibt es bereits eine Sporthalle, die jedoch klein ist und nur wenig Tageslichteinfall ermöglicht. „Die werden wir nicht abreißen“, kündigt Volk an, „sondern einer kreativen Nachnutzung unterziehen. Es gibt ja auch junge Patienten, die sich sportlich einmal so richtig austoben möchten. Die sind dann in der alten Sporthalle gut aufgehoben.“ Die neue Sporthalle, fügt der kaufmännische Direktor an, werde etwa achtmal so groß werden wie die alte.

Durch die neugestalteten Parkflächen am Rande der August-Erbschloe-Straße sowie den Sporthallenbau in unmittelbarer Nähe wird sich der Haupteingang der Stiftung verlagern. „Von der Remscheider Straße weg hin zur August-Erbschloe-Straße.“ Mit diesem Projekt sind zunächst einmal alle geplanten Um- und Neubauten innerhalb der Stiftung Tannenhof abgeschlossen.

Zahlen, Daten, Fakten

Für das Projekt Sporthallenneubau wurden Kosten in Höhe von 4,58 Millionen Euro veranschlagt. Die Bruttogrundfläche der Sporthalle beträgt 750 Quadratmeter, netto sind dies 672 Quadratmeter. Das generalplanende Unternehmen ist Bergstermann & Dutczak aus Dortmund, alle anderen tätigen Ingenieure kommen ebenfalls aus NRW. Für die Vermessungen war Dipl.-Ing. Stefan Pricken aus Remscheid zuständig. Weitere beteiligte Remscheider Unternehmen sind die Karl-Schneider-GmbH (Sanitär) sowie HSK Klaus Wirth (Heizung). Die Eröffnung der neuen Sporthalle ist für Oktober 2021 vorgesehen.

An der Stiftung Tannenhof ist auch die Parksituation ein Thema.

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