Der "Neue" rät: "Steine besser als Gold"

Frank Dehnke (re.) folgt Max Peter Schmitz (2.v.l.). Mit Ulrich Gräfe (li.) bildet der "Neue" künftig das zweiköpfige Vorstandsteam der Stadtsparkasse Remscheid. OB Beate Wilding gratulierte als Vorsitzende des Sparkassen-Aufsichtsrates.©
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Frank Dehnke (re.) folgt Max Peter Schmitz (2.v.l.). Mit Ulrich Gräfe (li.) bildet der "Neue" künftig das zweiköpfige Vorstandsteam der Stadtsparkasse Remscheid. OB Beate Wilding gratulierte als Vorsitzende des Sparkassen-Aufsichtsrates.<br><i>©

Der "Neue" ist ein Freund deutlicher Worte: "Es gibt null Hinweise darauf, dass es zu einer Inflation kommt, die über das normale Maß hinaus geht", sagt Frank Dehnke. Für jene, die dennoch meinen, ihr Erspartes in Sicherheit bringen zu sollen, hält der neue Vorstandschef der Stadtsparkasse Remscheid zugleich einen Tipp parat: "Steine sind besser als Gold", erklärt der Nachfolger von Max Peter Schmitz.

Der Ende 2010 aus dem Amt scheidende Sparkassenchef präsentierte gestern seinen letzten Jahresbericht für das Kreditinstitut. Und 2009 hatte es in sich. "Es war ein furchtbares Jahr", sagt Schmitz. Eins, das auch wegen der Krise der Westdeutschen Landesbank seine Spuren hinterließ. Eine Million Euro kostete die Beinahepleite der West LB die Stadtsparkasse in Remscheid.

Auch aus diesem Grund ging der Überschuss von 600 000 Euro im Vorjahr auf 150 000 Euro zurück. 750 000 Euro sind als Zustiftung in die Sparkassen-Stiftung geflossen. Vor dem Hintergrund der Krise sank auch die Bilanzsumme: um 44 Millionen auf 1,499 Milliarden Euro.

Die niedrigen Kapitalmarktzinsen und die nach wie vor verbreitete Verunsicherung vieler Menschen wirkt sich derweil auf das Einlagengeschäft aus. Viele Remscheider - die 381 Mitarbeiter der Sparkasse verwalten mehr als 76 000 Girokonten und mehr als 5000 Wertpapierdepots - setzen vor allem auf kurzfristige Geldanlagen. Die Einlagensumme stieg damit auf um sechs Millionen auf 1,115 Milliarden Euro.

Die Summe der Darlehenszusagen 2009 blieb mit 129 Millionen Euro gleich im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings, weiß Max Peter Schmitz: "Die Kreditnachfrage ist gesunken, Investitionen wurden verschoben, auch im Privatbereich." Eine "Kreditklemme", wie sie von Wirtschaftsseite seit Beginn der Krise beklagt wird, gebe es bei der Stadtsparkasse nicht, versicherte der Vorstandschef: "Wir erfüllen jeden vertretbaren Kreditwunsch."

Das Adjektiv "vertretbar" bedarf freilich der Definition. Doch brauchen die Unternehmen Geld für Investitionen. "Man kann von Aufbruchstimmung sprechen", sagt Max Peter Schmitz.

Ein gutes Signal sei das auch für die Sparer. Außer in Steinen, also Immobilien, sei ihr Geld auch in Aktien besser aufgehoben als in Gold, sagt Frank Dehnke und warnt eindringlich vor einer solchen Anlage: "Jetzt in Gold einzusteigen, halte ich für Harakiri."

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