Kinder-Circus Casselly

30 neue Nachwuchs-Artisten erobern die Manege

Hängen im Zirkuszelt ab: Alfons Casselly und seine Nachwuchs-Trapez-Artisten. Foto: Doro Siewert
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Hängen im Zirkuszelt ab: Alfons Casselly und seine Nachwuchs-Trapez-Artisten.

Zweite Woche des Kinder-Circus Casselly hat begonnen – 13 Ehrenamtler packen mit an.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Im Vorzelt werden die ersten Brücken geübt, daneben das Trapez ausprobiert, und in der Manege steht schon das Trampolin. Es ist unverkennbar: Die zweite Woche des Kinder-Circus Casselly ist in vollem Gange. 30 neue Nachwuchs-Artisten proben seit Montag auf dem Schützenplatz für die große Vorstellung am Samstag.

Dabei sehen sich alle Beteiligten in diesem Jahr besonderen Herausforderungen gegenüber. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Teilnehmerzahl reduziert. Normalerweise trainieren die Cassellys in Remscheid 150 Kinder pro Herbstferienwoche. In diesem Jahr ist es nur rund ein Fünftel. Die Teilnehmer sind in sechs Bezugsgruppen aufgeteilt. Jede hat ein eigenes Zelt und feste Betreuer. Kann nicht genügend Abstand gehalten werden, gilt eine Maskenpflicht – auch bei den Übungen.

Die Verantwortlichen wissen, dass die Vorgaben von den Kindern viel Disziplin erfordert. Doch bislang hat alles funktioniert. „Alle geben sich super viel Mühe, sich an die Regeln zu halten und sind dennoch motiviert“, betont Til Rebelsky. Er ist Projektmanager der städtischen Kinder- und Jugendförderung.

Dass der Spaß auch in Corona-Zeiten nicht zu kurz kommt, wurde am Montag beim Start in die neue Zirkuswoche deutlich. Erst zeigten die Profis, welche Workshops im Angebot sind. Dann wagten die angehenden Artisten die ersten Versuche als Tiertrainer, Feuer-Fakire, Zauberer, Trapez-, Trampolin- oder Bodenartisten. Fünf Tage lang arbeiten sie auf den Samstag hin.

Tröster, Motivator, Pausenclown – sie müssen eigentlich alles sein.“
Til Rebelsky über die ehrenamtlichen Helfer

Neben den Cassellys sowie hauptamtlichen Kräften der Veranstalter Stadt, Schlawiner gGmbH und Stadtteil e. V. sind es 13 Ehrenamtler, die für einen reibungslosen Ablauf im und rund um das Zirkuszelt sorgen. „Es ist erstaunlich, wie gut sie das hinbekommen“, lobt Til Rebelsky die jungen Helfer. Über Kooperationspartner wie die Kirchen habe man sich im Laufe der Jahre einen Pool an Helfern aufgebaut, der sich inzwischen selbst erhält. Immer wieder kommen neue Jugendliche hinzu, die selbst zu alt für eine Teilnahme am Zirkus geworden sind.

Wer unterstützen möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein. „Es ist eine gewisse Souveränität erforderlich“, erklärt Rebelsky. Zudem erhalten sie Schulungen, etwa zu Erster Hilfe und Aufsichtspflicht.

Trotz ihres jungen Alters ist die 22-jährige Jessica Klostermayer bereits eine erfahrene Helferin. Zum sechsten Mal ist sie als Ehrenamtlerin an Bord. „Ich war früher selbst als Teilnehmerin dabei“, erzählt die Studentin. Es ist vor allem der Kontakt zu den Kindern, der ihr an der Aufgabe gefällt.

Bei Lukas Welder und Emil Eppels ist das nicht anders. Die 17-jährigen Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums helfen im zweiten Jahr auf dem Schützenplatz. Gemeinsam ist das Trio für die Bodenartisten zuständig. Sie unterstützen die Kinder, essen mit ihnen, überlegen sich zwischen den Übungen Spiele. „Tröster, Motivator, Pausenclown – sie müssen eigentlich alles machen“, sagt Til Rebelsky lachend. Und das macht offensichtlich Freude. „Am schönsten ist, den Fortschritt der Kinder zu beobachten“, sagen Welder und Eppels.

Das Gefühl, ihre Ferien zu verschwenden, hat das Trio nicht. „Das ist zu einem festen Termin geworden und gehört einfach dazu.“

Vorstellung

Wegen der Corona-Pandemie finden die Vorstellungen des Kinder-Circus Casselly in diesem Jahr ohne Publikum im Zirkuszelt statt. Die Eltern verfolgen die Show per Livestream. „Am Samstag gab es dabei zu Beginn leider technische Probleme, später lief es aber“, sagt Til Rebelsky. Zudem war der Auftritt im Anschluss in voller Länge online abrufbar. Auch eine DVD zur Zirkuswoche gibt es in diesem Jahr wieder.

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