40-jähriges Bestehen

Hilda-Heinemann-Schule feiert mit toller Zirkus-Gala

Wenn die Clowns auftreten, sind die Lacher garantiert. Das war auch gestern bei der Zirkus-Gala der Hilda-Heinemann-Schule nicht anders. Foto: Roland Keusch
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Wenn die Clowns auftreten, sind die Lacher garantiert. Das war auch gestern bei der Zirkus-Gala der Hilda-Heinemann-Schule nicht anders.

Zirkusluft hat etwas Magisches, und diesem Zauber konnten sich auch die Besucher der Manege an der Hilda-Heinemann-Schule nicht entziehen.

Von Antje Dahlhaus

Eine Woche lang hatten die Schüler zusammen mit den Akrobaten des Zirkus Sperlich für die Aufführungen geprobt und bekamen bei der Galavorführung am Freitag den verdienten Applaus von ihren Angehörigen.

„Wir wollten etwas Besondere zum 40-jährigen Bestehen unserer Schule schaffen – etwas Besonderes für alle unserer Schüler“, sagt Konrektor Christian Jansen, der sich für das Projekt engagiert hatte. Ihm war wichtig, dass auch Schüler mit schweren Einschränkungen wie Rollstuhlfahrer die Chance hatten, sich aktiv einzubringen und nicht nur im Zuschauerraum einen Platz fanden.

„Als am Montag die erste Vorstellung der Artisten lief und ich unsere Schüler beim Zuschauen gesehen habe, wusste ich, dass die Entscheidung richtig war“, sagt er. Allein die Begeisterung der Schüler für die unterschiedlichen Angebote von Jonglage bis Clown hat ihn fasziniert. „Diese Woche war eine Chance, unsere Schüler noch mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen“.

Gerade die Gemeinschaft in ungewohnten Rollen werde auch über die Woche hinaus Wirkung zeigen. Es sei eine gute Erfahrung zu sehen, „was aus unseren Schülern noch rausgekitzelt werden kann“.

Und Teamgeist war von Anfang an von allen gefordert. Das Zelt wurde von Kollegium und Eltern mit aufgebaut, die Stadt gab ihr Okay, die Wiese im Sportbereich zu nutzen. „Das war für uns super, weil wir damit für die Rollis kurze Wege hatten“, sagt Jansen. Und unterstützt wurde das Projekt zudem von der Albert-Schweitzer-Realschule. Schüler der Klasse 8 b waren die ganze Woche dabei und unterstützten die Akteure. „Das ist für mich Inklusion“, freut sich Jansen über die Kooperation, „die hier in Hackenberg sehr gut mit den unterschiedlichen Einrichtungen klappt“.

Zirkus-Gala der Hilda-Heinemann-Schule

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 © Roland Keusch
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Professionelle Artisten stehen den Schülern zur Seite

Dienstag bis Donnerstag stand dann erstmal für alle Artistik auf dem Programm. Die Schüler wurden in Arbeitsgemeinschaften eingeteilt und lernten Zauberei, Fakirtricks, Seiltanz, Jonglage und die Effekte des Schwarzlichtes kennen.

HILDA HEINEMANN

SCHULE 40 Jahre existiert in diesem Jahr die Hilda-Heinemann-Schule. Die Förderschule am Standort Hackenberg bot im Rahmen ihres Jubiläumsprogramms „Zirkusprojekt“ drei Vorstellungen an. Premierengäste waren Kindergarten Fuchsweg, die Albert-Schweitzer-Realschule und die Karl-Kind-Förderschule. Die zweite Galavorstellung findet am heutigen Samstag ab 11 Uhr statt, für die es jedoch nur noch wenige Karten gibt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Schon zum Auftakt zeigt eine Revue mit Lichtillusionen, dass in jedem ein Künstler steckt, wenn dies effektvoll in Szene gesetzt wird. Eingeleitet durch eine kurze Rede von Zirkusdirektor und Schulleiter Karsten Bach folgen Zaubertricks mit Tüchern, die Rollstuhlfahrer genauso brillant beherrschen wie ihre körperlich uneingeschränkten Mitschüler. Spätestens bei den Zaubertricks ist es einfach egal, wer das Plüschkaninchen in der Kiste versenkt hat und es wieder hervorholt.

Die professionellen Artisten stehen den Jugendlichen bei und helfen ihnen auch, über sich selbst zu lachen. Bei einer Clownsnummer nach Wilhelm Tell, bei der ein Mitschüler in „Dummer-August-Manier“ agieren muss, wirkt das zu keiner Sekunde peinlich. Ganz im Gegenteil, über den als Apfelkopf gescholtenen Jugendlichen amüsieren sich im Zelt alle prächtig.

Für das entsprechende Drumherum sorgen Popcornstand und Grillwürste, wie bei der originalen Zirkusvorführung. Am Stand stehen Lehrer und Eltern und hoffen auf Einnahmen. „Ein solches Projekt ist sehr teuer und muss natürlich finanziert werden“, sagt Jansen. Daher wird auch heute noch mal bei der zweiten Galavorstellung der Grill für den guten Zweck angeschmissen.

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