Herbtsferien

Nachwuchs-Artisten fliegen durch die Manege

Mit einem beherzten Sprung überfliegt der 11-jährige Lays seinen Trainer Antonio Casselly. Foto: Michael Schütz
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Mit einem beherzten Sprung überfliegt der 11-jährige Lays seinen Trainer Antonio Casselly.

Die erste Woche des Kinder-Circus Casselly neigt sich dem Ende zu.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Nacheinander laufen Jannis, Eddie, Lays und Tim auf das Trampolin zu. Mit einem beherzten Hechtsprung geht es erst kopfüber durch einen Reifen. Bei den nächsten Durchgängen überfliegen sie Trainer Antonio Casselly und sogar eine brennende Fackel förmlich. Nach der Übung sind die vier zufrieden: „Alles hat gut geklappt.“ Sie fühlen sich bereit für die morgige Gala des Kinder-Circus Casselly.

Seit Anfang der Woche läuft das beliebte Ferienangebot auf dem Schützenplatz. Zum 17. Mal sind die Cassellys in der Stadt. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Familie das Konzept in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern Stadt, Schlawiner gGmbH und Stadtteil e. V. bei der diesjährigen Ausgabe überarbeiten. So werden pro Herbstferienwoche lediglich etwas mehr als 30 Kinder zu Artisten. Normalerweise sind es 150. Zudem gibt es sechs feste Bezugsgruppen und eine Maskenpflicht – auch bei Übungen.

Bei den Kindern drückt das nur bedingt auf die Stimmung. Jannis erzählt: „Klar, wenn mehr Menschen hier sind, gibt es auch mehr Action. Und die Maske ist bei den Übungen anstrengend.“ Trotzdem findet der 10-Jährige den Kinder-Circus auch in diesem Jahr „auf jeden Fall super“.

Es ist schon das dritte Mal, dass Jannis eine Woche seiner Herbstferien bei den Cassellys verbringt. Bei den zwei vorherigen Ausgaben arbeitete er mit Tieren. Nun probiert er sich auf dem Trampolin aus. Und zeigte gestern mit seinen Mitstreitern in der Manege, was er seit Montag gelernt hat.

„Es ist enorm, was man den Kindern innerhalb kürzester Zeit beibringen kann“, sagt Alfons Casselly. Er ist einer der Trainer. Sie bereiteten sich am Donnerstag mit ihren Schützlingen auf die Gala am Samstag vor. Im Rund des blau-gelben Zirkuszeltes übten sie das Einlaufen, ihre Einlagen und die Verabschiedung. Dazwischen gab es immer wieder Pausen, wurde nachjustiert. Bei der heutigen Generalprobe soll alles in einem Rutsch vonstattengehen.

Vieles hat die Corona-Pandemie in diesem Jahr durcheinandergewirbelt. Doch wenn in der Manege die bunten Lichter angehen, ist die Faszination der Kinder für die Zirkuswelt spürbar – trotz Maske. Sie heben vom Trampolin ab, wirbeln mit brennenden Fackeln, bauen menschliche Pyramiden und Jonglieren um die Wette. Währenddessen wärmen sich die Trapezartisten auf, werden Lamas und Ponys zur Vorbereitung für ihren Auftritt um das Zirkuszelt geführt.

Einen Tag haben Artisten und Trainer noch, um an ihrer Darbietung zu feilen. Mit Blick auf den großen Tag morgen geben sich Jannis, Eddie, Lays und Tim abgeklärt. „Bei einem vollen Zelt wären wir bestimmt aufgeregt“, sagen sie. Weil die Gala aber lediglich ihren Eltern als Livestream zur Verfügung steht, bleiben die vier Überflieger cool.

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