Wegen Lockdown

Quartiertreff Klausen nach zwei Tagen wieder dicht

Gestern eröffnete der Quartiertreff Klausen. Schlawiner-Mitarbeiterinnen Anja Westfal (re.) und Nicole Meshing sind enttäuscht, dass am Mittwoch wegen des Lockdowns erst einmal wieder Schluss ist. Foto: Michael Schütz
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Gestern eröffnete der Quartiertreff Klausen. Schlawiner-Mitarbeiterinnen Anja Westfal (re.) und Nicole Meshing sind enttäuscht, dass am Mittwoch wegen des Lockdowns erst einmal wieder Schluss ist.

Quartiertreff Klausen muss wegen des Lockdowns nach der Eröffnung wieder schließen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Der Quartiertreff Klausen in der Karl-Arnold-Straße 4 a ist ab sofort geöffnet – für zwei Tage. Ab Mittwoch, wenn der harte Lockdown in ganz Deutschland umgesetzt wird, ist die Anlaufstelle für die Bürger zunächst bis zum 10. Januar wieder geschlossen.

„Das ist natürlich sehr bedauerlich“, sagt Anja Westfal, Leiterin der Stadtteilarbeit der Lüttringhauser Jugendhilfe „Die Schlawiner“ zur gestrigen Öffnung des Treffs. „Alles, was wir vorhatten, kann jetzt nicht durchgeführt werden. Die Besucher, die heute und morgen kommen, können sich einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten verschaffen. Mehr ist im Moment nicht möglich.“ Überlegungen, den Treff frühestens am 10. Januar zu öffnen, wurden schnell verworfen.

Vor einigen Monaten noch standen dort, wo jetzt der Quartiertreff ansässig ist, zwei Ladenlokale: ein Friseur und ein Imbiss. „Wir haben im August 2020 mit den Änderungsarbeiten begonnen“, berichtet Nicole Meshing, Pädagogische Leiterin bei den Schlawinern. „Wir haben einige Kooperationspartner, mit denen die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert.“ Das sind LEG, Arbeiterwohlfahrt (Awo) Lüttringhausen / Lennep, Arbeit Remscheid sowie die Stadt Remscheid. Die Räume wurden von der LEG zur Verfügung gestellt.

Es mussten Wände eingerissen, ein neuer Fußboden verlegt und eine Behindertentoilette eingebaut werden. „Das waren aber nur die größten Arbeiten“, erzählt Nicole Meshing weiter. Die LEG übernahm die Kosten für den Umbau. Die Inneneinrichtung wurde von der Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung finanziert. „Aber ausgesucht haben wir die Inneneinrichtung selber“, sagt die pädagogische Leiterin.

Zahlreiche Vorhaben erst einmal auf Eis gelegt

Womit sie und ihre Kolleginnen und Kollegen guten Geschmack bewiesen haben. Das Braun der Tische, Stühle und des Bodens ist warm, die Küche wirkt funktionell und ist groß genug, die Beleuchtung ist diskret und augenfreundlich, die Sitzgelegenheiten bequem. Die Einrichtung ist zeitlos.

„Das war uns wichtig“, sagt Richard Ulrich, Geschäftsführer der Schlawiner. „Wir wollten keine ultramodernen Möbel aufstellen. Die sind in drei Jahren wieder unmodern und müssen ersetzt werden.“

Auch ihn schmerzt, dass ein „normaler“ Betrieb zur Zeit nicht möglich ist. „Wir haben so viel vor“, erzählt Ulrich. „Wir wollen einen kleinen Mittagstisch anbieten, dazu ein Frühstück und Kaffee und Kuchen. Wir wollen, wenn dies einmal wieder möglich sein wird, einen Außenbereich vor unserem Standort mit Tischen und Stühlen gestalten. Damit beleben wir den Platz vor dem Quartiertreff. Wir haben eine Idee, die ich ‚Senioren auf Rädern’ nenne.

Wir fahren gemeinsam mit der Arbeit Remscheid täglich einige Senioren an und bringen sie in den Quartiertreff, wo sie zu Mittag essen können. Das wäre mal etwas anderes, als dieses dauernde Essen aus der Plastikschale. Wir haben einen Rikscha-Service in der Planung, mit dem wir Menschen, die nicht mobil sind, zu ihren Einkaufsmöglichkeiten fahren möchten. Aber auch alle anderen geplanten Aktivitäten wie die offene Tür an jeden Montag und Freitag, die offenen Sprechstunden mittwochs und das Angebot der Awo, das dienstags stattfinden soll, sind im Moment auf Eis gelegt. Wir sind auch immer für neue Ideen offen. Wir sind jederzeit ansprechbar und schauen, was wir mit welchen Partnern umsetzen können.“

Quartiertreff

Nach dem coronabedingten Lockdown soll der Quartiertreff Klausen montags, mittwochs und freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet sein. Donnerstags ist die Öffnungszeit 14 bis 18 Uhr. Dienstags ist die Awo am Standort aktiv.

Weil die Streuobstwiese des Leibniz-Gymnasiums immer wieder verdreckt wird, kann die Schule sie kaum nutzen.

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