Nach RGA-Bericht: Kita hat nun ihre Luftfilter

Die Elternbeiratsvorsitzende Tonia Alecci (o. r.) verkaufte unter anderem beleuchtete Masken für die Spendenaktion. 2500 Euro kamen zusammen. Davon konnte die Kita vier Luftfilter anschaffen (l.). Bei ihrer Spenderin bedankten sich die Kinder mit dieser Krippe im Eierkarton (r.). Fotos: Alecci/Homa
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Die Elternbeiratsvorsitzende Tonia Alecci (o. r.) verkaufte unter anderem beleuchtete Masken für die Spendenaktion. 2500 Euro kamen zusammen. Davon konnte die Kita vier Luftfilter anschaffen (l.). Bei ihrer Spenderin bedankten sich die Kinder mit dieser Krippe im Eierkarton (r.). Fotos: Alecci/Homa

Gundel Bornewaßer las den Artikel über die Kita St. Suitbertus und spendete gleich 1000 Euro

Von Melissa Wienzek

Tief durchatmen können ab sofort die 53 Kinder und 12 Mitarbeiter der katholischen Kita St. Suitbertus. Denn die Spendenaktion, bei der Luftfilter für die Räume angeschafft werden sollten, war ein voller Erfolg – auch dank der Unterstützung des RGA.

Denn der Tüpitter berichtete am 17. November über die Spendensammlung der Kita – und die Remscheiderin Gundel Bornewaßer las den entsprechenden Artikel aufmerksam durch. „Das hat mich sehr berührt“, sagt sie heute. „Gerade die Kinder müssen derzeit in der Pandemie viel leiden. Da dachte ich mir, das ist eine tolle Aktion.“ Gundel Bornewaßer spendete auf einen Schlag 1000 Euro – und ermöglichte der Einrichtung an der Stachelhauser Straße damit die Anschaffung der Geräte.

„Kinder sind unsere Zukunft, und diese müssen wir schützen.“

Tonia Alecci, Mutter

Doch damit noch nicht genug: Weil auch die Erzieher und sogar fast alle Eltern spendeten, sei die stolze Summe von 2500 Euro zusammengekommen, freut sich Kita-Leiterin Stefanie Homa, die die Aktion gemeinsam mit der Elternbeiratsvorsitzenden Tonia Alecci organisiert hatte. „Die Eltern haben das gespendet, was sie konnten, je nach Budget zwischen 50 und 500 Euro. Die Freude bei uns ist groß.“ Insgesamt sind somit über 2500 Euro zusammengekommen. Weil das Team clever einkaufte, verfügt die Kita nun sogar über vier Luftfilter der Marke Philips. Jede der drei Gruppen hat nun einen Luftverbesserer, der vierte steht im Flur. „Wir überlegen, ob wir auch einen fünften in der Turnhalle aufstellen sollen“, sagt Homa. Ihres Wissens nach sei die Kita St. Suitbertus nun die erste Einrichtung in Remscheid, die über solche Geräte verfüge. „Dass wir nun Luftfilter haben, heißt aber nicht, dass wir die üblichen Hygieneregeln in Bezug auf Corona nicht einhalten würden. Es wird trotzdem alle 20 Minuten gelüftet.“

Allein ein Philips-Türmchen filtert einen Raum mit einer Größe von 100 Quadratmetern. Dabei sollen laut Hersteller 99,9 Prozent der Viren, Keime und Bakterien aus der Luft gefiltert werden. Nicht nur Aerosole in Coronazeiten werden so abgefangen, sondern auch Grippeviren oder Allergene, die bei vielen Kindern oft für laufende Nasen sorgen. „Von daher ist es eine Investition in die Zukunft, von der auch nachfolgende Kinder etwas haben“, sagt Homa. „Kinder sind unsere Zukunft, und diese müssen wir schützen“, fügt Tonia Alecci hinzu.

Die zweifache Mutter war es, die sich im November an den RGA wandte. Die Elternbeiratsvorsitzende überlegte sich, wo sie Spenden einwerben könnte – und wurde kreativ. Das Highlight im Atelier für den guten Zweck waren leuchtende Mund-Nasen-Masken, die sie für 10 Euro inklusive Ersatzbatterie verkaufte. Zudem gravierte die Remscheiderin Gläser und rief einen Facebook-Trödelmarkt ins Leben. Hier gab es Kleidung, Deko, Spielzeug. Die 35-Jährige, deren Tochter die Kita St. Suitbertus besucht, hatte sogar ihre Garage in ein kleines Trödelgeschäft umgebaut.

Die katholische Kita ist nun im Weihnachtsurlaub, jedoch müssen die vier Philips-Geräte heute am Heiligen Abend arbeiten: Die Einrichtung leiht ihrer Nachbarin, der katholischen Kirche St. Suitbertus, die Luftfilter aus. Dort sollen sie im Gottesdienst zum Einsatz kommen. Allein am heutigen 24. Dezember feiert die Gemeinde dort drei Christmetten, die alle voll belegt sind.

Bei ihrer Spenderin Gundel Bornewaßer bedankten sich die Kinder mit einer selbst gebastelten Krippe in einem Eierkarton. Maria, Josef und das heilige Jesuskind kommen samt Heiligenschein daher, gebettet auf weichem Moos. Und über allem strahlt der Stern von Betlehem. Und auch für die Erzieher gab es ein herzliches Dankeschön von den Eltern, die dankbar sind, dass ihre Kinder nun frische Luft einatmen: Jeder Mitarbeiter erhielt einen Schlüsselanhänger in Herzform mit der Aufschrift „Erzieher mit Herz“.

Die Kita

Die katholische Kindertagesstätte St. Suitbertus, Stachelhauser Straße 15, hat drei Gruppen, in denen 53 Kinder betreut werden. Es gibt eine Unter-Dreijährigen-Gruppe, in der Kinder im Alter von 4 Monaten bis 3 Jahre betreut werden und zwei Gruppen, in denen Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt betreut werden.

Kontakt: Tel. 2 56 70.

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