Ehrlicher Finder

Nach nur einem Anruf war das Mobiltelefon wieder beim Besitzer

Nach kurzer Zeit war das Handy wieder bei seinem Besitzer: Fouad Akkouh hatte nur auf den Anruf gewartet. Foto: Heitzer
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Nach kurzer Zeit war das Handy wieder bei seinem Besitzer: Fouad Akkouh hatte nur auf den Anruf gewartet.

Ehrlicher Finder zaubert ein Lächeln auf das Gesicht eines Remscheider Ehepaares.

Von Sven Schlickowey

Remscheid.  Anke Heitzer ist glücklich, ein kleines aber dafür besonders schönes Ereignis zaubert ihr in tristen Corona-Zeiten ein Lächeln aufs Gesicht. Ein ehrlicher Finder, der das Mobiltelefon ihres Mannes nicht nur wieder zurückgab, sondern auch jeglichen Finderlohn ablehnte. Weil, wie er sagt, die Freude des Besitzers ein größerer Lohn sei als Geld. Es sei „einfach nur eine kleine Geschichte“, sagt Anke Heitzer. „Aber meinem Mann und mir macht sie Mut.“

Auf dem Weg zur Tagespflege hatte Anke Heitzers Ehemann Hans Windemuth sein Handy verloren. Der 64-Jährige leidet an der Nervenkrankheit amyotrophe Lateralsklerose (ALS), seine Arme und Hände kann er kaum noch bewegen. Wie jeden Morgen habe sie das Smartphone in seiner Hosentasche verstaut, berichtet Anke Heitzer. Doch auf dem Weg zu dem Spezialbus, der Hans Windemuth in seinem Spezialrollstuhl abholte, muss das Telefon dort rausgefallen sein.

„Um 9 Uhr meldete sich mein Mann aufgeregt aus der Tagespflege“, erinnert sich Anke Heitzer. Das Telefon war weg, die Mitarbeiter der Einrichtung hatten schon alles abgesucht. Also begann Anke Heitzer die Suche erst daheim, und setzte sie später auf der Straße fort. „Noch auf dem Bürgersteig stehend wählte ich die Nummer des Smartphones, in der Hoffnung, dass es aus dem Schnee heraus irgendwo klingeln könnte.“

Doch statt des Klingeltones habe sie plötzlich eine freundliche Stimme gehört: „Suchen Sie Ihr Handy? Ich habe es hier.“ In der Zwischenzeit hatte Fouad Akkouh, der seinen Sohn zur nahe gelegenen Grundschule am Stadtpark gebracht hatte, das Mobiltelefon gefunden – und nur darauf gewartet, dass der Besitzer anruft. „Ich wollte noch etwas abwarten, ob sich jemand meldet“, berichtet der Remscheider im Gespräch mit dem RGA. Wäre der Anruf ausgeblieben oder der Akku leer geworden, hätte er das Handy zur Polizei gebracht.

Doch so fand das Gerät seinen Weg zurück zum Besitzer ohne Umwege. Sehr zu Freude von Anke Heitzer und Hans Windemuth. „Einen Finderlohn wollte er partout nicht annehmen“, berichtet Anke Heitzer über den ehrlichen Finder. Der Vorfall zeige: „Es kann uns gut gehen, wenn wir aufmerksam füreinander sind und uns gegenseitig helfen.“

Wenn Norbert Asprion durch Ludwigshafen joggt, zeichnet eine Software auf seinem Mobiltelefon die ausgetüftelte Strecke als Figur nach. Mittlerweile ist so eine Art digitaler Tierpark entstanden. «Figure Running» ist weltweit ein Trend.

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