Musiker unterhalten bestens mit Hits und Klassikern

Das Remscheider Blechbläserquintett begeisterte mit einem großen musikalischen Spektrum. Foto: Michael Schütz
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Das Remscheider Blechbläserquintett begeisterte mit einem großen musikalischen Spektrum.

Mit dem Remscheider Blechbläserquintett endeten die Open-Air-Konzerte auf dem Tannenhof-Gelände

Von Sabine Naber

Die Abendglocken der kleinen Kirche bei der Stiftung Tannenhof stimmten am Mittwochabend wunderbar auf das Konzert des Remscheider Blechbläserquintetts ein. Mit dieser Open-Air-Veranstaltung bei idealem Wetter endete die diesjährige kleine Sommerkonzert-Reihe im Grünen.

„Es sind vertraute Musiker, die immer gerne bei uns zu Gast sind“, sagte Pfarrer Uwe Leicht, der geistliche Vorsteher der Stiftung, als er die mehr als 60 Zuhörenden begrüßte. Und wie vielseitig Blechblasinstrumente klingen können, das bewiesen Jörg Weber (Trompete), Sigrid Blödorn (Horn), Olaf Biermann (Posaune), Georg Frericks (Tuba) und Trompeter Nikolaus Tschöpe eindrucksvoll. Denn sie alle sind Musiklehrer oder versierte Amateure.

Mit einer gelungenen Mischung aus Barockmusik, schwedischen Volksmelodien bis hin zu Tango und Hits der Beatles war sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei. Zu jedem Musikstück gab Tschöpe ein paar kurze Informationen, erzählte beispielsweise, dass „To entertain the King“ von Michael Prätorius stammt. Einem Komponisten, der 1571 in Frankfurt geboren wurde und sehr viele religiöse Werke in seinem Repertoire hat. „Die vier französischen Tänze, die wir heute spielen, haben allerdings einen weltlichen Charakter“, machte er deutlich. Weiter ging es mit schwedischen und norwegischen Stücken. Dabei auch Edvard Griegs „Suite für Blechbläser“, die teils lyrisch, teils leichterer Natur daherkam.

Bevor die Blechbläser den Tango „Estampas de Palermo“ spielten, erinnerte der Trompeter mit einem Augenzwinkern daran, dass Tangomusik bei uns bis in die 20er-Jahre als unanständige Musik verpönt war. Wie gut, dass das längst vorbei ist, denn es klang großartig, als die Bläser dieses Stück interpretierten.

Anfang der 70er-Jahre gelang Simon and Garfunkel mit dem Song „El Condor pasa“ ein Welthit. Auch für diesen exzellent gespielten Ohrwurm bedankten sich die Gäste mit viel Applaus. Der Brasilianer Celso Machado hatte das Stück „Pacoca“ komponiert. Im Original für Querflöte und Gitarre. „Als ich es das erste Mal gehört habe, ich so begeistert, dass ich es gleich anschließend für unser Quintett umgeschrieben habe“, sagte Tschöpe.

Eindrucksvoll auch der „Monolog Nummer 9 für Tuba Solo“, den natürlich der Tubist Georg Frericks übernahm. Er endete mit einem melodischen tiefen Brummton. Geschrieben hatte das Stück Erland von Koch, der in Schweden als prominenter und vielseitiger Komponisten speziell für Filmmusiken bekannt ist.

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