Küppelstein

Musiker der „Guitar Night“ sollen Akademie-Dozenten werden

Das Duo GolzDanilov mit dem Wuppertaler Sören Golz (l.) und dem Russen Ivan Danilov zeigte sein breites Repertoire.
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Das Duo GolzDanilov mit dem Wuppertaler Sören Golz (l.) und dem Russen Ivan Danilov zeigte sein breites Repertoire.

Das Internationale Bergische Gitarrenfestival in Küppelstein fand nach zwei Jahren wieder statt - Der Trend geht zur E-Gitarre.

Von Peter Klohs

Remscheid. Das Internationale Bergische Gitarrenfestival „Gitarre ’23“, das am Samstag mit dem Abschlusskonzert der Kursteilnehmenden zu Ende gegangen ist, war ein voller Erfolg. Das erste Mal seit Corona konnte das beliebte Musikfestival in der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Lands in Küppelstein wieder stattfinden. „Mehr als 60 Teilnehmende in unseren Kursen sind eine gute Zahl“, sagte Prof. Alfred Eickholt vom Organisationsteam. Auffällig: Immer mehr möchten E-Gitarre spielen. „Sie hat mittlerweile den Rang des akustischen Instrumentes erreicht.“ Sehr glücklich sei man auch über den enorm guten Zuspruch der Konzerte in der Akademie. Diese sei mittlerweile ein Ankerpunkt in der Gitarrenszene. Das Festivalteam will die jungen Künstler der „International Guitar Night“ vom Freitag, Liying Zhu, GolzDanilov Duo und Philipp Humburg Band, längerfristig einbinden - auch als Dozenten.

Die „International Guitar Night“, in der sich die Stars der Gitarrenszene die Bühne teilen, zählt zu den Höhepunkten des Festivals. Der große Saal der Akademie war am Freitagabend mit über 200 Besuchern gut gefüllt. Die aus China stammende, aber seit Jahren in Deutschland lebende Liying Zhu eröffnete das mehrstündige Konzert mit einem romantisch angehauchten Set. Bereits beim Eingangsstück, Franz Schuberts „Ständchen“, wurde klar, dass Zhu eine ausgewiesene Virtuosin auf der akustischen Gitarre ist. Die von ihr verwendeten Griffe waren mehr als abenteuerlich, und spätestens, als die Musikerin zwei Tanzsätze von Joaquin Rodrigo spielte, staunten viele Konzertbesucher, welche schier unglaublichen Fingersätze möglich sind.

Das Gitarrenduo GolzDanilov, bestehend aus dem Wuppertaler Sören Golz und dem Russen Ivan Danilov, agierten auf ähnlich hohem Niveau, wenngleich ihre Musik etwas sperriger klang. Das Repertoire des Duos reicht von der Renaissance (Thomas Ford), dem Barock (Domenico Scarlatti) bis zur späten Romantik eines Edward Grieg, dessen „An der Wiege“ einen stupenden Ruhepol in den ansonsten virtuosen Gitarrenkaskaden bildete. Und dass GolzDanilov auch Humor besitzen, bewiesen sie in der Zugabe: „Celebration“ von Kool & The Gang.

Der Radevormwalder Gitarrist Philipp Humburg, Schüler von Bert Fastenrath an der dortigen Musikschule, beendete die Gitarrennacht mit groovender Fusion, häufig im Stil von John Scofield, ohne jedoch dessen zuweilen etwas krampfige Spielweise zu kopieren. Humburg klingt flüssiger, er reiht nicht kurze Töne aneinander wie der amerikanische Gitarrist, sondern erzählt kleine Geschichten. An der Hammond unterstützte Johannes Still kongenial. Dominic Brosowski, der als Remscheider ein Heimspiel hatte, sorgte am Schlagzeug für Groove.

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