Bühne

Musikalische Liebesbeziehung zelebriert

Das Ensemble Pavone (v.l.) Adrian Cygan, Ada Tanir und Stefan Steinröhder gastierte im Teo Otto Theater. Foto: Doro Siewert
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Das Ensemble Pavone (v.l.) Adrian Cygan, Ada Tanir und Stefan Steinröhder gastierte im Teo Otto Theater.

Ensemble Pavone trat mit Werken von Bach und Vivaldi im Teo Otto Theater auf.

Von Sabine Naber

Remscheid. Eigentlich musikalisch in Schlössern, Burgen oder Kirchen zu Hause, freute sich das Ensemble Pavone am Donnerstagabend, einmal im Teo Otto Theater aufzutreten: „Da müssen wir nicht frieren“, scherzte Stefan Steinröhder (Barockvioline), der mit Adrian Cygan (Barockcello) und Ada Tanir (Cembalo) das Trio bildet. „Eigentlich sagen wir zu allen Stücken, die wir spielen etwas. Heute Abend aber wollen wir Ihnen nur 70 Minuten lang einen musikalischen Genuss bieten“, machte Steinröhder, Leiter der Musik- und Kunstschule Remscheid, deutlich. „Deshalb werde ich Ihnen heute Abend auch nicht erzählen, dass wir auf Nachbauten von Originalklang-Instrumenten des Barock spielen, die durch Darmsaiten, besondere Bögen und die tiefere Stimmung für den historischen Klang verantwortlich sind“, erklärte er mit einem Augenzwinkern den gut 60 Musikliebhabern im Theatersaal.

Das Konzert stand unter der Überschrift „Bach und Vivaldi – eine musikalische Liebesbeziehung“. Zwar sind sich die beiden Komponisten zu Lebzeiten nicht begegnet, ihre Werke aber tun es im Konzert: mit Bachs Transkription eines Violinkonzerts für Cembalo solo, virtuosen Sonaten für Violine oder Violoncello von Vivaldi. Mit Johann Sebastian Bachs Sonate in G-Dur beginnt das Ensemble. Und stellt gleich die Klangfacetten ihrer historischen Instrumente unter Beweis. Die Sonate in B-Dur von Antonio Vivaldi spielten Ada Tanir, die mit eigenen Ensembles in Westeuropa, in der Türkei, Israel und Südamerika gastiert, und Adrian Cygan, der sein Barockcellostudium an der Folkwang Universität in Essen abgeschlossen hat.

Als Solist trat Steinröhder mit Bachs Adagio aus der Sonate Nr. 2 auf – und das gelang großartig. Im Dreierklang schnell, langsam, schnell, für den der venezianische Komponist berühmt wurde, ging es mit dem Cembalo Solo in D-Dur, Transkription nach Vivaldi, bei Bach und mit Ada Tanir weiter. Unglaublich leicht und schnell lässt die Musikerin die Finger über die Tasten gleiten. Die Musik flirrt intensiv durch den Saal. Die Zuhörer applaudieren begeistert.

Dunkel, melancholisch, schwermütig wurde es bei Adrian Cygans Solo. Warm, wohltuend, einfach schön interpretierte das Trio Bachs Sonate in e-Moll. Zum Abschluss stand Vivaldis Sonate in F-Dur auf dem Programm. Das Publikum applaudierte und bejubelte das perfekte Zusammenspiel der drei Musiker so anhaltend, dass es mit einer Zugabe belohnt wurde. Ihr Versprechen, für 70 Minuten Genuss zu sorgen, hatte das Ensemble Pavone gehalten.

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