Meine erste Platte

Musik ist für sie eine Herzensangelegenheit

Bianca Rosa Klever durfte schon früh an den Plattenspieler der Eltern. Ihre erste Platte war die Filmmusik zur Serie „Patrik Pacard“.
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Bianca Rosa Klever durfte schon früh an den Plattenspieler der Eltern. Ihre erste Platte war die Filmmusik zur Serie „Patrik Pacard“.

Sängerin und Gesangscoach Bianca Rosa Klever legt sich bei Musik nicht gerne fest.

Von Peter Klohs

Bianca Rosa Klever kommt leicht verärgert zu unserem Treffen. Sie hat den halben Tag im Keller zugebracht und ihre Langspielplatten gesucht. Vergeblich, wie sie zähneknirschend zugibt. „Ich weiß, dass ich sie habe“, schimpft sie. „Nur wo?“ Anstelle des Vinyls hat sie haufenweise CDs mitgebracht und breitet diese sofort auf der Bühne des Rotationstheaters aus.

„Musik ist schon immer immens wichtig für mich gewesen“, sagt die Remscheider Sängerin. „Und erschwerend kommt hinzu, dass alle Musik mein Herz berührt. Es gibt keine Musik, die ich nicht mag.“ Ob das so ist, werden wir herausfinden.

Angefangen hat ihre Leidenschaft für Musik mit Dschinghis Khan, der von Ralph Siegel ins Leben gerufenen Gesangstruppe, die 1979 gut beim Eurovision Song Contest abschnitt. „Die sangen gut und bewegten sich so klasse“, urteilt Klever. „Und überhaupt fand ich die Sachen, die Siegel komponierte, immer gut. Als meine Eltern meine Liebe zur Musik bemerkten, durfte ich ihren Plattenspieler benutzen. Ich war höchstens drei Jahre alt“, erzählt die 1977 in Remscheid geborene Bianca Rosa Klever.

Einige Jahre später besuchte sie regelmäßig Trödelmärkte, um dort einige Platten zu kaufen. Und weil sie „die ganzen Kinderserien im Fernsehen rauf und runter angeschaut“ hatte, fand sie die Musik der Serie „Patrik Pacard“, die von „Lady Lily“ gesungen wurde, die eigentlich Erika Bruhn heißt. „Und das ist dann meine erste Platte“, sagt Klever, „selbst gekauft auf dem Trödelmarkt. Diese Platte hat mich angezogen wie ein Magnet.“

Lieblinge hat sie, trotzdem hört die Sängerin alle möglichen Stile

Es folgten alle Platten der Sängerin Nena. Danach alles von Michael Jackson. „Den habe ich so geliebt“, erinnert sie sich, „dass ich wirklich alles von ihm haben wollte, auch ausländische Pressungen und Special-Mix-Alben. Habe ich auch fast geschafft.“ Sie lacht.

An LPs habe sie immer fasziniert, dass die Texte noch abgedruckt wurden und dabei sogar noch zu lesen waren. Weil das bei den Mitte der 80er Jahre aufkommenden CDs nicht immer der Fall war (und wenn, dann brauchte man eine Lupe, um die Worte zu entziffern), sperrte sich Bianca Rosa Klever lange gegen das neue Medium. Aber irgendwann ging das nicht mehr. „Und meine erste CD war – natürlich! – ‚History‘ von Michael Jackson.“

Zurück zur Spannweite der von ihr geliebten Musik. Sie lauscht Disco und Schlager genau so innig wie Musicals (A Chorus Line, Hair) und klassischer Ballettmusik. Sie hört Bach, Beethoven, Rammstein und Technotronic, Oldies, Techno, Death Metal, Punk. „Ich will nichts verpassen“, sagt sie beinahe lakonisch. „Auch die Musik ‚vor meiner Zeit‘ interessiert mich. Natürlich ist es nicht leicht, wenn man alle Musik gut findet. Man kommt nicht los davon.“

Ihren musikalischen Liebling Michael Jackson hat sie mehrere Male live gesehen. Besonders deutlich ist ihr Jacksons Konzert 1992 im Müngersdorfer Stadion im Gedächtnis geblieben. „Ich stand in der zweiten Reihe“, erinnert sie sich. „Und stand 27 Stunden vor Konzertbeginn vor der Halle und habe gewartet. Hat sich aber gelohnt. Mein Gott, war das geil.“ Noch heute ist die Sängerin der Band Fachwerk wie geplättet von diesem Konzerterlebnis.

Eine Opernaufführung, das wäre noch das, was sie reizen würde. „Aber ich habe noch nicht den Mann gefunden, der mich da hinführt.“ Sie lacht. „Aber es ist so: Musicals und Operetten habe ich haufenweise besucht, eine Oper noch nie.“

Zur Person

Die Sängerin (Stimmlage Alt bis Mezzosopran) Bianca Rosa Klever wurde 1977 in Remscheid geboren und lebt in Lennep. Die Frontfrau der Coverband Fachwerk ist freiberufliche Musikerin, Tänzerin und Schauspielerin. Sie nennt die aus Thüringen stammende Songpoetin Sarah Lesch als ihren Geheimtipp. „Die könnte echt mehr Aufmerksamkeit gebrauchen, so wie alle Songschreiber.“

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