Anlage wird barrierefreier

Das Museum von Schloss Burg erhält einen Aufzug

Schlossherr Gregor Ahlmann mit einer höfischen Dame um 1450 und einer Ritterrüstung für Turniere aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Christian Beier
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Schlossherr Gregor Ahlmann mit einer höfischen Dame um 1450 und einer Ritterrüstung für Turniere aus dem 16. Jahrhundert.

Die Treppe zur Seilbahn entfällt. Außerdem sollen behindertengerechte Toiletten entstehen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Ein taktiles Leitsystem soll Besuchern von Schloss Burg künftig bei der Orientierung im Außenbereich helfen. Dabei seien die Handicaps von Sehbehinderten berücksichtigt, mit deutlich erkennbaren Kontrasten zwischen den verarbeiteten Materialien Grauwacke und Basalt, berichtete Matthias Veldboer von der städtischen Bauaufsicht im Beirat für Menschen mit Behinderungen in Solingen.

Dort stellte er ein barrierefreies Leitsystem vor, das bei der Umgestaltung der Burganlage installiert werde. Die Geländetopografie sei eine Herausforderung für die Umsetzung einer lückenlosen Barrierefreiheit, sagte Veldboer. „Der Parkplatz an der Burg zum Beispiel wird nicht ebenerdig werden können, die Hanglage ist nicht auszugleichen.“ Außerdem habe man in enger Absprache mit dem Denkmalschutz auch akzeptiert, dass manche Menschen mit Handicap die Wehrgänge nicht besuchen können: Diese seien einfach nicht rollstuhlgerecht auszubauen. Solche nicht-barrierefreien Bereiche seien künftig mit einem auch für Menschen im Rollstuhl spürbaren Gitterrost von anderen Flächen abgegrenzt. Das gelte auch für den Bergfried.

Brunnenhof und Nord-Terrasse sollen über Rampen erreichbar sein

Ein Aufzug sei nicht zu installieren, ohne den ursprünglichen Charakter der Anlage anzutasten. Zudem sind mehr behindertengerechte Toilettenanlagen im Außenbereich geplant. So werde die Treppe zur Seilbahn verschwinden; an ihrer Stelle wird eine WC-Anlage gebaut, die vom Besucherzentrum aus erreichbar sein wird. Brunnenhof und Nord-Terrasse sollen in Zukunft über Rampen erreichbar sein. Neben dem taktilen Leitsystem setze man künftig verstärkt auch auf Piktogramme zur Orientierung. Und auch im Burgmuseum wird es Anpassungen geben, „etwa durch den Einbau eines Aufzuges, der einen Besuch der Museumsräume auch für gehbehinderte Menschen möglich machen wird“, sagt Matthias Veldboer.

Lob gab es von Manuela Knors, Vertreterin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Solingen, für die „bis dato sehr gute Zusammenarbeit durch frühzeitige Einbeziehung unserer speziellen Kompetenz.“

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