Müngstener Brücke

Verein soll Welterbeprozess forcieren

In internationaler Gemeinschaft mit fünf ähnlichen Bauwerken in Portugal, Frankreich und Italien soll die Müngstener Brücke Unesco-Weltkulturerbe werden. Archivfoto: Christian Beier
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In internationaler Gemeinschaft mit fünf ähnlichen Bauwerken in Portugal, Frankreich und Italien soll die Müngstener Brücke Unesco-Weltkulturerbe werden. (Archivfoto)
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Bewerbung der Müngstener Brücke: Europäische Partner arbeiten zusammen.

Remscheid. Eine weitere Hürde auf dem langen Weg der Müngstener Brücke zum Unesco-Weltkulturerbe ist genommen. Um das Projekt voranzutreiben, wurde am Freitag ein Förderverein gegründet. Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) bezeichnete diese Entscheidung als „wichtigen Fortschritt im Prozess“.

In internationaler Gemeinschaft mit den fünf ähnlichen Großbogenbrücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, dem Garabit-Viadukt und dem Viaduc du Viaur in Frankreich sowie dem Ponte San Michele in Italien soll die Müngstener Brücke Weltkulturerbe werden. Der Antrag für den nordrhein-westfälischen Vorentscheid ist gestellt.

Parallel dazu gehe es darum, eine tragfähige Finanzstruktur zu entwickeln, heißt es in einer Mitteilung zur Vereinsgründung. Am Ende soll eine Stiftung stehen, die das Vorhaben finanziert sowie den Welterbeprozess unterstützt und begleitet. Ihr Sitz soll in Solingen sein. Geplant ist, dass alle europäischen Partner die Stiftung tragen. Für Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Grüne) ist das ein wichtiges Signal: „Das zeigt noch einmal ganz deutlich: Wir haben den festen Willen, unsere Kräfte zu bündeln, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.“ Grundlage dafür sind die vier Fördervereine, die nun in Deutschland, Portugal, Frankreich und Italien entstehen. Zu ihren Aufgaben zählt es, Finanzmittel zu beschaffen, Veranstaltungen auf die Beine zu stellen und mit Projekten die Bewerbung zu unterstützen. Remscheids OB Burkhard Mast-Weisz erhofft sich, dass das Bewerbungsverfahren dadurch für die Menschen vor Ort konkreter und greifbarer wird. „Der Welterbeprozess lebt davon, dass ihn die Menschen in den jeweiligen Ländern unterstützen und dabei die europäische Idee, die ihn auszeichnet, spüren“, bekräftigte Solingens OB Tim Kurzbach (SPD).

Er gehört mit Burkhard Mast-Weisz und Uwe Schneidewind zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Welterbe Müngstener Brücke. Auch die Deutsche Bahn steht hinter dem Projekt. Weitere Informationen zum Förderverein gibt es noch nicht. Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass die Satzung bereits stehe und die Vereinsorgane bestimmt seien. Die Eintragung ins Vereinsregister stehe bevor. Sobald die formalen Voraussetzungen erfüllt sind, werde der Förderverein an die Öffentlichkeit treten, um für Unterstützung zu werben.

Derweil läuft das Bewerbungsverfahren zum Unesco-Weltkulturerbe weiter. Eine Fachjury bewertet die Anträge aus NRW. Anschließend entscheidet die Landesregierung, ob oder welche Bewerbungen im Oktober an die Kultusministerkonferenz gemeldet werden. Dort fällt ein Jahr später die Entscheidung, welche Vorhaben auf der deutschen Vorschlagsliste landen. 2025 entscheidet die Unesco, wer den Zuschlag erhält.

Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob die Müngstener Brücke den Skywalk bekommt.

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