Müngstener Brücke braucht noch mehr Verstärkungen

Die Stahlkonstruktion der Müngstener Brücke ist in die Jahre gekommen. Für die Züge des "Müngsteners" reicht ihre Tragfähigkeit offenbar nicht mehr aus. ©
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Die Stahlkonstruktion der Müngstener Brücke ist in die Jahre gekommen. Für die Züge des "Müngsteners" reicht ihre Tragfähigkeit offenbar nicht mehr aus. <br /><i>©

An der Müngstener Brücke wird wieder gebaut. In den kommenden Wochen soll das 113 Jahre alte Bauwerk weiter verstärkt werden, teilte die Deutsche Bahn (DB) gestern mit. Das ist das Ergebnis neuer statischer Berechnungen.

Nach denen hält die Brücke nach Angaben von Bahn-Sprecher Udo Kampschulte im jetzigen Zustand offenbar wirklich nur die höchstens 72 Tonnen Gesamtgewicht und zehn Tonnen maximale Achslast aus, die das Eisenbahnbundesamt (EBA) auf Antrag der DB genehmigt hatte. Die aktuell eingesetzten Züge der Baureihe VT 628.4 sind aber schwerer.

Bisher war man von einem Versehen der Bahn bei den beantragten Zahlen ausgegangen. Jetzt ist aber klar: Die Züge sind wirklich zu schwer für die Brücke. Darum hat die DB die direkte Verbindung zwischen Remscheid und Solingen aus Sicherheitsgründen wieder gesperrt.

Mit den anstehenden Arbeiten hat die Bahn bereits begonnen. An der Müngstener Brücke sollen Schraubverbindungen verstärkt werden. Außerdem will die Bahn so genannte "Windverbände" einbauen lassen. Das sind Verspannungen zwischen den Trägern, die Bauwerke von den Einwirkungen des Windes entlasten.

Wie lange es dauert, bis die Brücke wieder befahren werden darf, steht laut Kampschulte noch nicht fest. Er geht davon aus, dass die Arbeiten "mehrere Wochen" in Anspruch nehmen werden. Auf einen genaueren Zeitraum wollte er sich nicht festlegen. Auf Nachfrage sagte er aber, dass er nach derzeitigem Kenntnisstand den Sommer als Termin für eine Fertigstellung für realistisch hält.

Nach Abschluss der Arbeiten muss ein vom Eisenbahnbundesamt zugelassener Prüfer das Befahren des Bauwerks, das seit 187 Tagen gesperrt ist, für sicher erklären. Danach muss das EBA die Brücke wieder freigeben.

Bis dahin fahren zwischen Remscheid-Güldenwerth und Solingen-Mitte weiterhin Ersatzbusse. Die Bahn habe mehrfach überprüft, inwieweit dieses Angebot verbessert werden könne. Die jetzige Regelung habe sich aber als die beste erwiesen, sagte Kampschulte. Auch einen direkten Busverkehr der Stadtwerke zwischen Remscheid und Solingen hält er nicht für realistisch. Die Verkehrsbetriebe hätten dafür keine Busse zur Verfügung.

Eine grundlegende Sanierung der Brücke steht ab 2012 an. Nach Einschätzung der DB wird die fünf Jahre oder mehr dauern. Auch in dieser Zeit wird es immer wieder Sperrungen geben.

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