Stachelhausen

Moscheebau geht auf die Zielgerade

Am Rande des gemeinsamen Fastenbrechens überzeugten sich auch Landtagsabgeordneter Sven Wolf (r.) und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weizs (3. v. r.) von den Baufortschritten in Stachelhausen. Foto: Michael Schütz
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Am Rande des gemeinsamen Fastenbrechens überzeugten sich auch Landtagsabgeordneter Sven Wolf (r.) und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weizs (3. v. r.) von den Baufortschritten in Stachelhausen.

Die Ditib-Mitglieder hoffen, dass die zentralen Arbeiten an der Weststraße bis Herbst fertig werden.

Von Antje Dahlhaus

Es ist ein weiter Weg, bis aus der Ditib-Moschee in Remscheid das Gotteshaus wird, das den dort organisierten Muslimen vorschwebt. Vor acht Jahren begann in Stachelhausen der Planungsprozess. Nun sind die Gemeindemitglieder guter Hoffnung, dass die zentralen Baumaßnahmen im Herbst abgeschlossen werden. Das gemeinsame Fastenbrechen am Dienstagabend nutzte die Gemeinde, um Interessierte durch die fast fertige Moschee zu führen.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) war beeindruckt von den Baufortschritten seit seinem letzten Besuch. „Ich glaube, ich war in fast jedem Bauabschnitt hier“, sagte er. Inzwischen ist das Glasgeländer installiert, das den oberen Gebetsraum der Frauen sichert. Der Hauptraum, in dem künftig 300 Männer beten können, ist bereits mit Teppichen ausgelegt.

„Die Moschee wird allen offenstehen.“
Metin Göcer, Ditib-Vorsitzender

„Die Moschee wird allen offenstehen“, versicherte Metin Göcer, Vorsitzender der Remscheider Ditib-Gemeinde, bei der Begehung der Baustelle. Bis zur geplanten Fertigstellung des Gotteshauses im Herbst dieses Jahres ist es allerdings noch ein weiter Weg. Viele Stellen sehen noch sehr nach Baustelle aus. Auch einzelne Wandmalereien, an denen Spezialisten aus der Türkei arbeiten, sind noch unfertig.

Andere Handwerker haben im Inneren der Moschee jedoch bereits beeindruckende Arbeit geleistet. Viele Ornamente verzieren die Wände, goldene Spezialfarbe und in Kalligraphie erfahrene Handwerker haben den Raum veredelt. Über allem schwebt ein riesiger Kronleuchter, in dem hunderte Lampen leuchten.

Architekt Yunas Aydin hat ein gleichzeitig modernes wie traditionelles Gotteshaus geschaffen. Auch der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf (SPD) fand am Dienstagabend den Weg zum Fastenbrechen. Er überzeugte sich vor Ort davon, welche Fortschritte seit seiner letzten Begehung gemacht wurden.

Für das Fastenbrechen wurde ein Koch aus der Türkei eingeflogen

Ende des vergangenen Jahres war es zu Irritationen rund um den Moscheebau gekommen. Der Grund: Ditib rief eine bereits bewilligte Landesförderung nicht ab, mit der auch eine Öffnung der Moschee zum Stadtteil hätte finanziert werden können. 334 650 Euro aus Düsseldorf standen für die Gestaltung des Vorplatzes der Moschee an der Weststraße bereit. Ditib hatte das Vorgehen damit begründet, dass man den Eigenanteil nicht hätte aufbringen können. Finanzierungsprobleme für den Rest des Gebäudes gibt es offenbar nicht. Die Verantwortlichen hoffen, dass im September wesentliche Baumaßnahmen als abgeschlossen gelten können.

DITIB REMSCHEID

MOSCHEE In der Moschee in Stachelhausen sind unter anderem ein Gebetsraum für Männer (473 qm) und einer für Frauen (205 qm) geplant. 10 000 Muslime leben derzeit etwa in Remscheid, die sich auf verschiedene Nationalitäten, Gemeinden und Vereine verteilen. Mit mehr als 500 Mitgliedern vertritt Ditib die größte Gruppe.

Und am Ende wurde am Dienstag gefeiert. Zum Fastenbrechen kamen auch Mitglieder anderer islamischer Gemeinden. Gegessen wurde geschlechtergetrennt.

Kartoffelpüree, Hackfleisch und Bohnen muteten fast schon wie deutsche Küche an, wenngleich hier ausdrücklich auf türkische Komponenten gesetzt wurde. Danach gab es für Männer wie Frauen typische süße Nachspeisen und Obst. Für das Fastenbrechen wurde extra ein türkischer Koch eingeflogen, der sich um das leibliche Wohl kümmerte.

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