Silvester

Heute startet der Feuerwerksverkauf

Martin Schmitz, Vertriebsleiter Großfeuerwerk bei Nico, stellt die Neuheiten und Trends für den kommenden Jahreswechsel vor. Foto: Roland Keusch
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Martin Schmitz, Vertriebsleiter Großfeuerwerk bei Nico, stellt die Neuheiten und Trends für den kommenden Jahreswechsel vor.

Feuerwerks-Batterien liegen im Trend. Der Umsatz bei den Böllern sinkt. Eine Neuheit: Persönliche Botschaften abfeuern.

Von Leon Hohmann

Wenn am Freitag der Verkauf von Feuerwerkskörpern beginnt, wird es voll – nicht nur in den Remscheider Geschäften. Auch bei der Firma Nico an der Stadtgrenze zu Wuppertal. Sie vertreiben Böller, Raketen und Co. normalerweise an Profis. An den drei letzten Werktagen vor Silvester öffnen sie ihre Lagerhallen auch für Kunden aus Remscheid und Umgebung. Wohl schon eine Stunde vor Verkaufsbeginn werden sich die ersten Kunden vor dem Werkstor einfinden.

Wie schon in den vergangenen Jahren werden dann wieder Feuerwerks-Batterien bei den Käufern gefragt sein. „Dieser Trend hält weiter an“, sagt Martin Schmitz. Er ist Vertriebsleiter für das Großfeuerwerk bei Nico. Als Batterien erstmals auf dem Markt kamen, sahen Experten das Ende der klassischen Feuerwerksrakete. „Die Rakete stirbt nicht aus. Nur der Umsatz bei den Böllern hat gelitten“, sagt allerdings Schmitz.

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Die Batterien werden zum Teil immer größer, bestünden häufig aus einem Verbund kleinerer Batterien. „Die sind dann alle miteinander verbunden. Ich brauche nur eine Zündschnur anzuzünden“, erklärt der Vertriebsleiter. Verkauft werden mittlerweile Feuerwerkskörper, die bis zu 200 Sekunden, also länger als drei Minuten verschiedenste Effekte in 20 bis 50 Meter Höhe schießen. Bis zu 64 Schuss befinden sich in einer der kleineren Verbundbatterien.

Seit dem Silvestergeschäft 2017 seien auch Batterien im Trend, bei denen die Abschussröhrchen nicht parallel zum Himmel, sondern leicht schräg angeordnet seien. Das würde einen 3-D-Effekt erzeugen.

Eine besondere Neuheit wird es in diesem Jahr bei den Raketen geben. Martin Schmitz nennt sie „Wunschrakete“. „Die Leute können eine persönliche Botschaft auf einen Zettel schreiben und diesen dann mit der Rakete abfeuern“, erklärt er. Kompliziert sei es nicht. Weder die Experten noch die Kunden müssten dafür die Rakete aufwendig bearbeiten. Es gebe einen Schlitz an der Oberseite der Rakete ähnlich einem Briefkastenschlitz, in den das kleine Stück Papier hineingesteckt werden kann.

Speziell bei Nico gebe es von Jahr zu Jahr auch immer mehr Feuerwerkskörper, die zwar nicht geräuschlos, aber geräuscharm ihre Ladungen abschießen. Das liege nicht nur daran, dass es bei vielen professionellen Feuerwerken die Auflage gebe, möglichst leise zu sein. Ein Grund dafür ist auch die Entwicklung neuer Bilder am Himmel. „Lieber effektvoll und weniger Radau“, fasst es Martin Schmitz zusammen. Je geringer die sogenannte Zerlegerladung in den Feuerwerkskörper ist, desto weniger weit würden die einzelnen Sprengladungen fliegen. So ließen sich aber Effekte wie fallender Regen, Blätter oder auch Palmen erzeugen, erklärt der Vertriebsleiter. Natürliche gebe es aber auch Kunden, die sich möglichst laute Geräusche wünschen würden.

Raketen werden am besten im leeren Getränkekasten abgefeuert

VERKAUF

GEÖFFNET Feuerwerkskörper können bei Nico Europe am Freitag und am Samstag von 9 bis 18 Uhr sowie am Montag, 31. Dezember, von 9 bis 13 Uhr gekauft werden.

ADRESSE Nico Europe GmbH, Flügel 1, 42369 Wuppertal

Martin Schmitz macht auch auf die Sicherheit beim Abbrennen von Feuerwerk aufmerksam. „Wenn man die Gebrauchsanweisung durchliest und sich daran hält, kann nichts passieren“, sagt er. Generell sollten Batterien, Raketen und Böller nur in ausreichendem Abstand zu Menschen, Bäumen und Gebäuden angezündet werden. Der Experte rät, für den Abschuss von Raketen einen leeren Getränkekasten zu verwenden. Die großen Batterien aber auch kleinere Fontänen stünden auf geradem Untergrund sicher.

Das Sprengstoffgesetz schreibt vor, dass Feuerwerk nur vom 29. bis 31. Dezember eines Jahres verkauft und am 31. Dezember und 1. Januar abgebrannt werden darf.

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